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Böblinger Straßenapfel

Verfasst von Hans-Thomas Bosch am 17 Mai 2025. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
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Gefährungsgrad
gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Franzosenapfel
Reifezeit
Mitte bis Ende September pflückreif; genuss- bzw. verwertungsreif bis etwa Ende Oktober/Anfang November.
Herkunft
Laut Literatur (Hartmann 2019) wurde die Wirtschaftssorte erstmals 1907 in einer Liste des Gutsbetriebs Hohenheim erwähnt. Der Name verweist auf eines der frühesten Verbreitungsgebiete der Sorte in Baden-Württemberg (Böblingen bei Stuttgart). Entsprechend molekulargenetischer Untersuchungen ist die Sorte direkt mit dem Luikenapfel verwandt (Eltern-Kind-Verhältnis). Es ist aufgrund des deutlich früher beschriebenen und verbreiteten Luikanapfels anzunehmen, dass Böblinger Straßenapfel ein Sämling des Luikenapfels ist und nicht umgekehrt.
Verbreitung
Auch heute finden sich noch einige Altbäume in der namensgebenden Region, aber auch in raueren Lagen der Schwäbischen Alb oder im Allgäu. Gerade der Nachweis sehr alter Bäume außerhalb der Regionen um Stuttgart lässt vermuten, dass die Sorte schon älter sein dürfte und eventuell auch schon unter einem anderen Namen bekannt war. Darauf deutet auch das Synonym "Franzosenapfel" hin.
Frucht
klein bis mittelgroß und (hoch-)kugelig geformt, durch Wülste etwas unregelmäßig im Querschnitt; wenig druckfest;
zur Reife ausgeprägt fettende und dann glänzende Schale;
Grundfarbe weißlich gelb; Deckfarbe matt rot, zur Reife hin aufhellend; ausgedehnt, aber kaum deckend, sondern streifig und punktförmig verdichtet; Streifen überwiegend breit und kurz gestrichen; Schalenpunkte im Bereich der Deckfarbe vereinzelt und trüb weiß punktiert, in der Grundfarbe größer, bräunlich grün, durchscheinend (wie unter der Schale liegend); grünliches Farbenspiel in der Stielgrube und dort allenfalls schwach berostet;
Stielgrube flach bis mitteltief, mittelweit, teils durch breitere Wülste eingeengt; Stiel kurz bis mittellang, fleischig verdickt am Übergang in die Frucht und stark knopfig am Ende; mitteltief und mittelweit, mit schwächeren Wülsten und seltener feineren Höckern;
Kelchgrube mitteltief und mittelweit, mit schwächeren Wülsten und seltener feineren Höckern; meist mit Fleischperlen; Kelch klein, geschlossen; Kelchblätter eher länglich, mittelbreit und flaumig grün; Kelchblätter eher länglich, mittelbreit und flaumig grün; meist mit Fleischperlen;
Kelchhöhle dreieckig bis trichterförmig, geht sofort in meist breite und lange Röhre über; Kernhaus mittelgroß, mittig platziert, teils kelchseitig; Wände länglich, etwas gerissen; Achse meist deutlich offen; Gefäßbündellinie oval;
Kerne groß (bis sehr groß), schmal, mit langgezogener Spitze, kastanien- bis schwarzbraun und überwiegend gut ausgebildet;
Fleisch weißlich, weich und sehr saftig, wie schäumend; Geschmack mäßig süßlich, etwas säuerlich, kurz saftig erfrischend, verliert sich aber schnell am Gaumen;
wegen der hohen Ausbeute und dem milden Geschmack traditionell zu Saft und Most verarbeitet.

Besondere Merkmale:
fettende Schale; ausgeprägt saftig; fleischiger Stiel; tiefe und breite Kelchröhre; große, längliche Kerne
Baum
Obwohl diploid, wächst der Baum eher stark; in vitalem Zustand aufstrebende Krone mit ausgeprägter Langtriebbildung; alternierender Massenträger; Habitus (breit-)kugelig, hängend.
Verwechsler
Untersöllbacher Luiken (kegelförmig, nur schwach fettend, größerer Kelch, Kelchgrube höckriger, kleinere Kerne, etwas aromatischer);
Ginger Luiken (kegelförmig, trockene Schale, ohne Kelchröhre, kleine Kerne, säuerlich);

Anbaueignung
Traditionell in wärmeren wie in raueren Lagen angebaut; insgesamt robust, aber an feuchtkühlen Standorten und auf schweren Böden etwas schorf- und krebsanfällig.
Originalname
Böblinger Straßenapfel
Fruchtfotos
Früchte am Baum
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Baum im Laub
Baum im Laub
Literatur
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. 6. Auflage. Stuttgart. S. 54.

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
A-978 Jens Dreyßig Strichweg 51
27472 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de

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gefährdet

stark gefährdet

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Regionalsorte

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