
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Möglicherweise Fusee d`Automne oder Schönste Herbstbirne, Vermillion, Bellissime d`Automne
Reifezeit
Erntereif ab Mitte September, nutzbar unter heutigen Bedingungen bis Ende Oktober.
Herkunft
Die Herkunft und damit auch die genau Zuordnung der Sorte bleibt unklar. Sicher ist nur, dass die verschiedenen Proben aus England, Frankreich und Deutschland ein und dieselbe Sorte sind.
Certeau d`Automne gab es aber eigentlich historisch nur als Synonym für die sehr alte französische Sorte Fusee d`Automne. Leroy hat diese Sorte klar von der nicht weniger alten französischen Bellissime d`Automne (Schönste Herbstbirne) getrennt.
Mas war wohl der erste, der Certeau d`Automne als eigenen Namen vergeben hat und gleichzeitig beide Sorten für identisch erklärt hat.
Die jeweiligen Fruchtbeschreibungen, auch aus Deutschland, passen für die Schönste Herbstbirne, aber das lässt sich heute wohl abschließend nicht mehr klären.
Certeau d`Automne gab es aber eigentlich historisch nur als Synonym für die sehr alte französische Sorte Fusee d`Automne. Leroy hat diese Sorte klar von der nicht weniger alten französischen Bellissime d`Automne (Schönste Herbstbirne) getrennt.
Mas war wohl der erste, der Certeau d`Automne als eigenen Namen vergeben hat und gleichzeitig beide Sorten für identisch erklärt hat.
Die jeweiligen Fruchtbeschreibungen, auch aus Deutschland, passen für die Schönste Herbstbirne, aber das lässt sich heute wohl abschließend nicht mehr klären.
Verbreitung
In der freien Landschaft scheint die Sorte sehr selten geworden zu sein. In Sammlungen in Frankreich und England wie auch dem Erhalternetzwerk wird sie noch gesichert.
Frucht
Mittelgroße, lang birnenförmige Frucht, der Bauch sitzt kelchnah, verjüngt sich dann langsam, bis die Frucht mit stumpfer Spitze ausläuft. Öfter bildet sich ein einseitiger Rücken, der dann auch den Stiel schräg stellt. Frucht steht, wenn auch kippelig, der Querschnitt ist fast rund.
Eine Stielgrube findet sich nicht, manchmal ein Wulst und etwas hellbraune Berostung. Der Stiel ist auffällig dünn, bis 3 cm lang, 2-3 mm dick, grünbraun.
Die Kelchgrube ist leicht eingesenkt, dann eng und schuppig hellbraun berostet. Der Kelch ist eher klein, offen, zurück geschlagen, aber nicht wirklich erhalten, verwachsen.
Die Schale ist hellgrün und hellt nach weißlichgelb auf. Die trüb karminrote Deckfarbe kann ein Drittel der Furcht überziehen, in Übergängen auch als rote Umhöfung der Lentizellen. Diese sind zahlreich, dicht, in Grundfarbe grün umhöft.
Die Kernhausachse ist halboffen, Kammern klein mit breiten hellbraunen, voll entwickelten Samen, 9 : 6 mm.
Das Fruchtfleisch ist fest, cremefarben, süßlich, ohne deutliches Aroma.
Eine Stielgrube findet sich nicht, manchmal ein Wulst und etwas hellbraune Berostung. Der Stiel ist auffällig dünn, bis 3 cm lang, 2-3 mm dick, grünbraun.
Die Kelchgrube ist leicht eingesenkt, dann eng und schuppig hellbraun berostet. Der Kelch ist eher klein, offen, zurück geschlagen, aber nicht wirklich erhalten, verwachsen.
Die Schale ist hellgrün und hellt nach weißlichgelb auf. Die trüb karminrote Deckfarbe kann ein Drittel der Furcht überziehen, in Übergängen auch als rote Umhöfung der Lentizellen. Diese sind zahlreich, dicht, in Grundfarbe grün umhöft.
Die Kernhausachse ist halboffen, Kammern klein mit breiten hellbraunen, voll entwickelten Samen, 9 : 6 mm.
Das Fruchtfleisch ist fest, cremefarben, süßlich, ohne deutliches Aroma.
Baum
Der Baum der Sorte wächst stark und bildet aufstrebende Kronen, die sich gut verzweigen und willig Fruchtholz ansetzen.
Bisher zeigt sich keine Krankheitsanfälligkeit.
Die Blüte erscheint mittelspät mit sieben einzelnen Blüten je Knospe.
Bisher zeigt sich keine Krankheitsanfälligkeit.
Die Blüte erscheint mittelspät mit sieben einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Winterlonchen - hat aber nicht so deutliche Deckfarbe und reift später.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese und den extensiven Obstbau aufgrund der Gesundheit gut geeignet. Als sehr alte Sorte in historischen Anpflanzungen wertvoll. Aufgrund der begrenzten Nutzbarkeit und des geringen Aromas für den Hausgarten weniger geeignet.
Fruchtfotos
Literatur
Du Hamel du Monceau, ( 1783): Abhandlung von den Obstbäumen. 3. Teil. Übersetzt von Oelhafen, C. C.Nürnberg. S. 13
Diel, A. F. A, (1802): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Heft 4 (Birnen 2). Frankfurt a. M., Deutschland; Andreäische Buchhandlung. S. 112
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 214
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome I - Poires. Angers, Frankreich. S. 214
Leroy, A. (1869): Dictionnaire de Pomologie. Tome II - Poires. Paris, Frankreich. S. 203
Mas, A. (1865-1874): Le Verger. Tome III. Poire d`Automne. Paris, Frankreich; V. Masson et Fils. Nr. 116
Molon, G. (1901): Pomologia. Mailand. S. 391
Societe Pomologique de France ( Hrsg.) ( 1947): Le Verger Francaise Tome I. Lyon.Frankreich. S. 237
Morgan, J. (2015): The New Book Of Pears. London, Großbritannien; Chelsea Green Puplishing. S. 209
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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