
Gefährungsgrad
gefährdet
Synonyme
Williams Duchesse
Reifezeit
Pflückreife Mitte September, Genussreife bis Mitte Oktober.
Herkunft
Eine englische Sorte, die von dem Gärtner John Williams in Pitmaston bei Worcester 1841 gezogen worden sein soll. Als Muttersorte wird die Herzogin von Angouleme und als Vatersorte Hardenponts Winterbutterbirne angegeben. Der genetische Fingerprint zeigt, dass beide Sorten nicht als Eltern in Frage kommen.
Verbreitung
Erscheint im 20. Jahrhundert in diversen deutschen Pomologien, wurde aber keine Hauptsorte. Findet sich heute noch gelegentlich in Altbäumen im Streuobst, ansonsten in Sammlungen.
Frucht
Mittelgroß bis groß, meist birnenförmig, zum Stiel aber oft nur wenig eingezogen. Der kräftige bis dicke, oft kurze Stiel wird manchmal von einem Fleischwulst etwas zur Seite gedrängt und sitzt in einer deutlichen Grube. Typisch ist die fast immer vorhandene dunkle Rostkappe.
Zum Kelch hin rundet sich die Frucht und ist nur wenig abgeplattet, die Frucht steht meist nicht. Der offene Kelch sitzt in einer flachen Kelchgrube, die Blätter sind kurz hornartig und am Grund getrennt.
Die grünlichgelbe Grundfarbe hellt in der Reife deutlich nach hellgelb auf, Deckfarbe kommt nicht vor. Neben der Rostkappe am Stiel ist häufig auch ein Rostklecks am Kelch ausgebildet, dazwischen kann Netzrost die Fruchtseiten bedecken.
Achse geschlossen, Kerne meist schlecht ausgebildet, 11,5 : 5 mm, mit deutlicher Nase. Fleisch süß mit deutlicher Säure, halbschmelzend, eine gute Tafelbirne.
Zum Kelch hin rundet sich die Frucht und ist nur wenig abgeplattet, die Frucht steht meist nicht. Der offene Kelch sitzt in einer flachen Kelchgrube, die Blätter sind kurz hornartig und am Grund getrennt.
Die grünlichgelbe Grundfarbe hellt in der Reife deutlich nach hellgelb auf, Deckfarbe kommt nicht vor. Neben der Rostkappe am Stiel ist häufig auch ein Rostklecks am Kelch ausgebildet, dazwischen kann Netzrost die Fruchtseiten bedecken.
Achse geschlossen, Kerne meist schlecht ausgebildet, 11,5 : 5 mm, mit deutlicher Nase. Fleisch süß mit deutlicher Säure, halbschmelzend, eine gute Tafelbirne.
Baum
Wuchs stark, Blatt klein, rundlich, Basis spitz oder gerade. Etwas anfällig für Sonnenbrand. Blüte mittelspät, 7-8 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist triploid.
Verwechsler
Williams Christ reift einige Wochen früher und hat den typischen Muskateller-Geschmack, den Pitmaston nicht hat.
Anbaueignung
Gut für Streuobst geeignet, auch als Tafelfrucht, wegen der Säure auch gut für Saft brauchbar. Da relativ unempfindlich insgesamt empfehlenswert.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Lauche, W. (1883): Erster Ergänzungsband zu Lucas und Oberdieck`s Illustrirten Handbuch der Obstkunde. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr.
Bull, H. G.; Hogg, R. (Hrsg.) (1876-1885): The Herefordshire Pomona. London, Großbritannien; Jakeman and Carver. Tafel 8
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 13, Nr. 154
Dahl, C. G.: Pomologi (1943): 2. Teil Päron och Plommon Stockholm, Schweden; Albert Bonniers. 1943, S. 100
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 164
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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