
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Reifezeit
Pflückreife Ende September bis Anfang Oktober, genussreif im Oktober.
Herkunft
Stammt aus den Niederlanden und soll Ende des 19. Jahrhunderts von dem Notar T. H. W. van den Ham aus Lunteren (Provinz Gelderland) gezüchtet worden sein. Als Elternsorten werden Clairgeau und Gute Luise angegeben. Der genetische Fingerprint kann diese Aussage leider nicht bestätigen.
Verbreitung
Nach Lucas ist die Sorte in den Niederlanden Ende des 19. Jahrhunderts viel gepflanzt worden, in Deutschland kam die Sorte nicht vor. Aufgrund einer Fehlbestimmung wurde die Sorte ab 2010 als Holländische Feigenbirne in Deutschland in Sammlerkreisen verbreitet.
Frucht
Mittelgroß bis groß, typisch flaschenförmig mit einseitigem Einzug, sodass sich ein Rücken ergibt. Eine vom Kelch zum Stiel laufende, breite Rinne kann vorkommen. Zum Stiel stark zugespitzt, der Stiel kann aufsitzen oder auch in die Frucht übergehen, 25-30 mm lang, dünn, an der Basis oft fleischig übergehend. Kelchseits gerundet und etwas abgeplattet, die Früchte stehen aber nur zur Hälfte, Kelchgrube mitteltief, mittelweit, schwach beulig. Kelch offen, Blätter, wenn nicht abgebrochen, sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen. Grundfarbe gelblichgrün, Sonnenfrüchte mit leuchtend roter Backe, ohne Berostung, Lentizellen fein. Kelchhöhle und Kernhaus klein, Achse geschlossen. Kerne meist nicht gut ausgebildet, vollkommene Kerne mit Nase 10 : 4,5 mm. Fleisch süß, halbschmelzend, leicht aromatisch, eine wunderschöne gute Tafelbirne.
Baum
Starkwüchsig, Blatt länglich, mittelgroß, Basis spitz, Blattrand gesägt. Kaum krankheitsanfällig. Die Sorte ist triploid
Verwechsler
Clairgeau ist nicht ganz so lang, immer etwas berostet und hat nicht die leuchtend rote Deckfarbe.
Anbaueignung
Gut für Streuobst geeignet.
Fruchtfotos
Literatur
Lucas, F. (1908). Titel. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 54 (1908) S. 215
De Greeff, H.(o.J.): Onze Appels en Peren. Frederiksoord, Niederlande.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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