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Pias Butterbirne

Verfasst von Jan Bade am 7. Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Pias Butterbirne
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Pias Kaufunger Butterbirne
Reifezeit
Anfang bis Mitte September, 3 Wochen lagerfähig je nach Erntezeit.
Herkunft
Der Mutterbaum ist als Zufallssämling in Kaufungen in Nordhessen entstanden. Auf einem ehemaligen Bauernhof entwickelte sich der Samen ca. 1930 neben dem Misthaufen. Da der Baum öffentlich zugänglich stand, wurden die Früchte in der Bevölkerung beliebt und gerne genutzt. Der Mutterbaum wurde 2015 gefällt, die Sorte ist in Jungbäumen erhalten. Benannt ist die Sorte nach der Tochter des Pomologen Jan Bade, da beide den Baum oft gemeinsam beerntet haben. Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 im Buch ,,1000 Jahre Kaufungen".
Verbreitung
Mittlerweile ist die Sorte in mehreren Sammlungen gesichert.
Frucht
Mittelgroße bis große, flaschenförmige Frucht, die durch die meist nur einseitige Einschnürung in ihrer Form oft gebogen ist. Die Hälften sind dadurch ungleich. Zum Kelch rundet sich die Frucht schön ab, steht aber kaum. Der Querschnitt ist fast rund. Der Stielbereich ist variabel, gerne mit einseitigem Wulst, mit und ohne Stielgrube, meist mit Rostkappe. Der Stiel ist mittellang, braun und holzig. Markant ist dessen altrosafarbene, aufsitzende und fühlbare Punktierung, ähnlich wie bei der Gräfin von Paris. Die Kelchgrube ist flach und weit, mit variabler Berostung. Der Kelch ist mittelgroß und offen. Die Schale ist in der Grundfarbe hellgrün, ins Gelbe aufhellend. Deckfarbe findet sich an stark besonnten Früchten als orangeroter Hauch. Die vielen und dichten Lentizellen können fließend in eine fleckige bis flächige Berostung übergehen. Die Kernhausachse ist geschlossen, Fächer eng anliegend mit kleiner Nase. Die Kerne sind rötlichbraun, 9 : 4 mm, meist gut ausgebildet, mit schwacher Nase. Das Fruchtfleisch ist weißlich, sehr saftig, süßaromatisch und schmelzend.
Baum
Der Baum wächst mittelstark bis stark. Er bildet viel kurzes Fruchtholz und eignet sich damit auch für die Erziehung zum Formspalier. Durch den frühen Ertrag besteht das Risiko, dass sich der Baum in der Jugendphase zu schnell im Wachstum erschöpft. Die Blüte erscheint mittelspät mit 9 einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Abate Fetel - diese ist aber später reif.
Clairgeaus Butterbirne der Form nach, diese ist aber auch später reif.
Anbaueignung
Für den Hausgarten wie auch für die Streuobstwiese gut geeignete Frühherbstsorte mit nur kurzer Lagerfähigkeit. Die Blätter sind wenig anfällig für Birnengitterrost und Schorf. Die Früchte können in feuchten Jahren an Fruchtmonilia leiden.
Fruchtfotos
Pias Butterbirne
Pias Butterbirne
Pias Butterbirne
Triebe
Pias Butterbirne
Literatur
Bade, J. (2011): in: 1000 Jahre Kaufungen. Kassel, Deutschland, Seite 538
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-1521 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de

Gut zu wissen

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Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

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