
Gefährungsgrad
Standardsorte
Synonyme
Herbstforelle
Reifezeit
Pflückreife Anfang bis Mitte Oktober, Genussreife Ende Oktober bis Ende November.
Herkunft
Diel gibt 1806 an, dass er diese Birne nur aus deutschen Standorten kennt und daher davon ausgeht, dass sie auch hier entstanden ist, ohne Näheres dazu angeben zu können. Er vermutet, dass sie im nördlichen Sachsen entstanden ist.
Verbreitung
Die Forellenbirne war lange eine Standardsorte, durchaus auch im Erwerbsobstbau. Bei Sortenbestimmungen in Deutschland wird sie aber kaum noch vorgelegt, eventuell kommt sie in Süddeutschland noch im Streuobst vor.
Im Winter gelangen regelmäßig Forellenbirnen aus Südafrika und Argentinien in die Supermärkte. Die Sorte ist noch in Baumschulen erhältlich und wird in Sortensammlungen erhalten.
Im Winter gelangen regelmäßig Forellenbirnen aus Südafrika und Argentinien in die Supermärkte. Die Sorte ist noch in Baumschulen erhältlich und wird in Sortensammlungen erhalten.
Frucht
Klein bis mittelgroß, in der Form sehr veränderlich, die meisten Früchte sind kreiselförmig und regelmäßig verjüngt. Es kommen aber auch genauso birnenförmige Früchte mit der dafür typischen Einschnürung, am gleichen Baum vor, ebenso wird oft ein Rücken gebildet, der Bauch sitzt kelchnah, meist steht die Sorte, wenn auch wackelig, der Querschnitt ist oval kantig. Eine Stielgrube fehlt auf der stumpfen Spitze in der Regel, aber fast immer drückt der Rücken den Stiel zur Seite, was so wirkt als würde der Stiel neben der Mitte stehen; keine Berostung. Der Stiel ist erst gelblich und wird dann grünlich und fast immer findet sich auch rote Farbe am Ansatz, bis 2,5 cm lang und 2-3 mm dick. Die Kelchgrube ist leicht eingesenkt, uneben, kann etwas feinen Rost haben. Der Kelch ist halboffen, verkümmert, verwachsen. Die Grundfarbe ist hellgrün und geht immer weiter ins Gelbliche, die Deckfarbe gibt der Sorte den Namen durch die rote Umhöfung der Lentizellen, den ,,Forellenpunkten" die auch noch sichtbar sind, wenn sich weitere Deckfarbe bildet. Die Kernhausachse ist geschlossen, Wände klein und anliegend, Kerne 9 : 6 mm, es gibt auch einige taube Samen. Das Fruchtfleisch ist cremefarben, saftig, süßaromatisch.
Baum
Der Baum wächst mittelstark bis stark, verzweigt sich gut und setzt reichlich Fruchtholz an. Die Blüte erscheint mittelfrüh mit acht einzelnen Blüten je Knospe. Problematisch ist die hohe Schorfempfindlichkeit der Blätter und Früchte. Zudem tritt in den letzten Jahren ein so hoher Druck durch Weißflecken, inkl. Blattfall im August auf, dass dies dringend weiter geprüft werden muss.
Verwechsler
Gute Luise ist zwar größer und hat von der Form nur eine Ähnlichkeit, wenn die Früchte der Forellenbirne länglich sind - aber beide haben die rote Umhöfung der Lentizellen.
Dies trifft auch auf die Sommermuskatellerbirne zu, die aber einen braunen Stiel hat, nicht den gelbgrünen.
Dies trifft auch auf die Sommermuskatellerbirne zu, die aber einen braunen Stiel hat, nicht den gelbgrünen.
Anbaueignung
Vom Baumwachstum her eine für die Streuobstwiese wie den Hausgarten, geeignete Tafelbirne. Durch die hohe Krankheitsanfälligkeit ohne intensiven Pflanzenschutz eventuell aber nicht mehr anbauwürdig.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Diel, A. F. A. (1806): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Heft 11 (Birnen 5). Frankfurt a. M., Deutschland; Andreäische Buchhandlung. S. 51
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 67
Lauche, W. (1882): Deutsche Pomologie. Birnen, 1. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 23
Lucas, F. (1894): Die wertvollsten Tafelbirnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 70
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 102
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 104
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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