
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
S. Cristoforo, S. Domenico
Reifezeit
Mitte August reif, ungefähr zwei Wochen genussfähig.
Herkunft
Molon, der die erste uns bekannte Beschreibung der Sorte lieferte, schreibt, dass die Sorte schon von Pier Antonio Micheli kultiviert wurde, der von 1670-1723 in Italien lebte. Das Hauptverbreitungsgebiet war demnach die Toskana in Italien.
Bekannter wurde Coscia im 20. Jahrhundert, weil der italienische Sortenzüchter Morettini sie sehr viel für Züchtungen neuer Sorten eingesetzt hat.
Bekannter wurde Coscia im 20. Jahrhundert, weil der italienische Sortenzüchter Morettini sie sehr viel für Züchtungen neuer Sorten eingesetzt hat.
Verbreitung
In Deutschland scheint die Sorte bisher nur in Sammlungen vertreten zu sein, sie wird im Erhalternetzwerk und der DGO erhalten. Häufiger finden sich die Nachkommen von Coscia wie z. B. Santa Maria.
Frucht
Kleine bis mittelgroße Frucht, lang eiförmig, meist nur einseitig eingeschnürt, zum Stiel mit abgestumpfter Spitze endend. Zum Kelch fast spitz abgerundet, was für Birnen ungewöhnlich ist, steht daher auch nicht. Der Querschnitt ist rund bis leicht oval. Der abgeplattete Stielbereich hat fast immer einen einseitigen Wulst, der den Stiel verdrückt, ohne Berostung. Der Stiel geht direkt aus der Frucht hervor, ist oft gekrümmt und verdreht, bis 2,5 cm lang und 2-3 mm breit, am Ende verdickt, an der Frucht noch grün, dann schnell braun werdend. Der Kelch sitzt auf der spitzen Rundung auf, ist weit offen, sternförmig, verwachsen, ohne Berostung. Schwache Rippen sind öfter erkennbar. Die Schale ist weißlichgrün, wirkt bereift und hat nur an Sonnenfrüchten mal einen Hauch von Röte. Die Lentizellen sind zahlreich, wenn auch unscheinbar. Die Achse ist max. leicht geöffnet, die Kammern lang, anliegend, mit Nase. Die Kerne sind gut entwickelt 10,5 : 5,5 mm. Das Fruchtfleisch ist weiß, süß, saftig, ohne deutliches Aroma.
Baum
Nur mittelstarker Wuchs des Baumes, gut verzweigt mit guter Fruchtholzgarnierung. Eher dünntriebig. Für bessere Fruchtgrößen ist eine Ausdünnung ratsam. Insgesamt sehr gesund. Die Blüte erscheint früh bis mittelfrüh mit sieben einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Santa Maria: Aus Coscia gezüchtet, aber größere Früchte bildend und etwas länger haltbar.
Auch die anderen Nachkommen (bisher in Deutschland kaum vorkommend) haben eine Ähnlichkeit, da sich die markante Rundung um den Kelch scheinbar dominant an die Nachkommen vererbt.
Auch die anderen Nachkommen (bisher in Deutschland kaum vorkommend) haben eine Ähnlichkeit, da sich die markante Rundung um den Kelch scheinbar dominant an die Nachkommen vererbt.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese wächst der Baum zu schwach, für den Hausgarten eine gesunde frühe Tafelbirne.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Molon, G. (1901): Pomologia. Mailand. S. 402
Morettini, A.(1957): La Coltura del Pero in Italia. Florenz. Italien; S. 45
Morettini, A.; Baldini, E.; Scaramuzzi, F.; Mittemperghjer, L. (1967): Monografia delle Principali Cultivar di Pero. Florenz.Italien. S. 143
Morgan, J. (2015): The New Book Of Pears. London, Großbritanien; Chelsea Green Puplishing. S. 213
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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