
Reifezeit
Pflückreife Ende Oktober, Genussreife von November bis Ende Dezember.
Herkunft
Wurde 1848 vom Notar M. Bonnefond in Villefranch (Rhone, Frankreich) gezogen und 1867 von einem Herrn Rollet und dem Baumschuler Liabaud in den Handel gebracht.
Verbreitung
Petzold gab an, dass die Sorte nur im Streuobst und nur um Leipzig vorhanden war. Heute sind uns keine Altbäume bekannt, die Sorte wird nur in wenigen Sammlungen erhalten.
Frucht
Mittelgroß, birnen-, auch flaschenförmig, oft einseitig eingezogen, sodass sich ein Rücken ergibt. Der dünne, 20-25 mm lange Stiel ist grünlich oder olivbraun und sitzt typisch außermittig auf der Frucht, manchmal kommt er auch regelrecht seitlich heraus, ohne dass ein Fleischwulst erkennbar ist. Kelchseits abgerundet und ein wenig abgeplattet, die Früchte stehen meistens. Kelchgrube flach bis mitteltief mit schwachen Beulen. Kelch offen, Blätter meist abgebrochen, wenn noch vorhanden, dann sternförmig aufliegend. Um den Kelch leichte strahlige Rostspritzer.
Grundfarbe weißlichgelb, Deckfarbe wenn vorhanden rötlich gehaucht, Lentizellen dann als rote Forellenpunkte. Berostung: außer etwas am Kelch manchmal eine kleine Rostkappe und einzelne Rostfiguren auf der Frucht, die Sorte sieht etwas unansehnlich aus. Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet, 8 : 5 mm, mit Nase. Das Fleisch wird in Nordwestmecklenburg selbst am Spalier höchstens halbschmelzend, insgesamt wenig überzeugend.
Grundfarbe weißlichgelb, Deckfarbe wenn vorhanden rötlich gehaucht, Lentizellen dann als rote Forellenpunkte. Berostung: außer etwas am Kelch manchmal eine kleine Rostkappe und einzelne Rostfiguren auf der Frucht, die Sorte sieht etwas unansehnlich aus. Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet, 8 : 5 mm, mit Nase. Das Fleisch wird in Nordwestmecklenburg selbst am Spalier höchstens halbschmelzend, insgesamt wenig überzeugend.
Baum
Wuchs höchstens mittelstark, schorfanfällig, Blüte mittelfrüh 10-11 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Esperine und vor allem die Holländische Butterbirne haben beide den außerhalb der Mitte stehenden Stiel, reifen aber im September/Oktober.
Anbaueignung
Unklar. Eventuell wird die Frucht in wärmeren Lagen besser. Als Spalier oder auf schwachwachsender Unterlage in windoffener Lage.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Mas, A. (1865-1874): Le Verger. Tome I. Poire d`Hiver. Paris, Frankreich; V. Masson et Fils. Nr. 164
Anonym (1891): Birne Madame Bonnefond. Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 37 (1891)
Späth, L. (1930): Späthbuch 1720-1930. Berlin, Deutschland.
Societe Pomologique de France ( Hrsg.) ( 1947): Le Verger Francaise Tome I. Lyon.Frankreich. S. 321
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 140
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
Zeitlupe gGmbH