Direkt zum Inhalt
Startseite
Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Hauptnavigation

  • Erhalternetzwerk
    • Aufgaben und Ziele
      • Prioritäten der Sortenerhaltung
      • Sortenechtheit
    • Bedeutung der Vielfalt
    • Ausgangssituation
    • Organisationsstruktur
    • Pomologische Kommission
    • Planungen
  • Sortenbörse
    • Abgabebedingungen
    • Edelreiser
      • Äpfel
      • Birnen
      • Süßkirschen
  • Erhalter-Sammlungen
    • Erhalter
  • Sortenportraits
    • Apfel
    • Birne
    • Süßkirsche
    • Suchliste verschollene Sorten
  • Mitmachen
    • Was wir anbieten
    • Was wir erwarten
    • Mustervertrag
  • Suche
  • Kontakt
    • Koordinatoren

Wilde Eierbirne

Verfasst von Jan Bade am 6. Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Wilde Eierbirne
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Fischäckerin
Reifezeit
Anfang bis Mitte September erntereif und sollte dann bald verarbeitet werden.
Herkunft
Die genaue Herkunft der Sorte ist unbekannt. Die Erstbeschreibung erfolgte 1854 von Eduard Lucas. Erstaunlich ist, das diese Sorte trotz Lucas Beschreibung, nie Einzug in das Illustrierte Handbuch der Obstkunde gefunden hat und das bei den Qualitäten der Frucht.
Verbreitung
In Baden Württemberg noch in Altbeständen vorhanden, wenn auch nicht mehr häufig. In Sammlungen wird die Wilde Eierbirne erhalten, sie ist auch noch über Baumschulen erhältlich.
Frucht


Kleine bis Mittelgroße eiförmige Frucht die sich regelmäßig verjüngt und das zu beiden Seiten fast gleich, daher steht sie auch nicht, im Querschnitt etwas kantig. Die abgestumpfte Spitze hat eine kleine Stielgrube, mal mit mal ohne Wulst, kann etwas mehr berostet sein als der Rest der Frucht. Der Stiel ist bis 3 cm lang, 2-3 mm dick, am Ansatz grün und dann braun werdend, oft etwas gebogen. Der Kelchbereich läuft fast spitz aus, kann aber auch eine schwache Grube haben, von fast eben bis deutlich wulstig und kantig ist alles möglich, meist liegt schuppiger Rost um den Kelch. Der Kelch selber ist sehr groß, weit offen, meist verkümmert und ist rötlich in der Höhle. Die Schale ist beulig in der Struktur, anfangs grün und dann nach gelb aufhellend, Deckfarbe nur angedeutet orangerot, über die Früchte läuft ein schuppiges Rostnetz wodurch sich die Schale etwas rau anfühlt. Die Kernhausachse ist leicht geöffnet, die Kammern stehen noch unten deutlich ab und enthalten meist gut entwickelte Kerne die fast schwarz sind 10 x 5 mm. Das Fruchtfleisch ist grobzellig, sehr saftig und gerbstoffhaltig was aber mit zunehmender Reife immer mehr verschwindet.
Baum
Der Baum wächst stark und aufstrebend da sich die Äste willig aber steil verzweigen. Der Ertrag setzt früh ein, wenn auch büschlige, was auf Kosten der Fruchtgrösse geht. Das Laub ist sehr gesund und durch die ungewöhnliche dunkelgrüne Farbe sehr auffällig. Die Blüte erscheint mittelspät mit acht einzelnen Blüten je Knospe
Verwechsler
Woltmanns Eierbirne hat eine sehr ähnliche Fruchtform, ist aber etwas eher reif und hat keine Gerbstoffe.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese und den extensiven Anbau hervorragend geeignete Sorte die sich durch die hohe Vitalität und Gesundheit auszeichnet. Auch in Gegenden die bisher keine Obstbrandkultur haben interessant für die Saftherstellung. Zudem wurden früher aus dieser Sorte auch Kernaussaaten gemacht zur Gewinnung von Wurzelunterlagen. Die bisherigen Versuche des Autors dazu, fallen durchweg positive aus.
Fruchtfotos
Wilde Eierbirne
Wilde Eierbirne
Wilde Eierbirne
Wilde Eierbirne
Wilde Eierbirne
Wilde Eierbirne
Triebe
Wilde Eierbirne
Laub
Wilde Eierbirne
Literatur
Lucas, E. (1854): Die Kernobstsorten Württembergs. Stuttgart, Deutschland; Franz Köhler. S. 223
Bach, Klein, (1906):Die empfehlenswertesten Obstsorten für das Großherzogtum Baden. 3 Auflage. Karlsruhe. S. 72
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. 6. Auflage, Stuttgart, Deutschland; Ulmer. S. 300
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-2069 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-3967 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-2258 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-2259 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-4398 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-4399 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-5360 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-2067 Annette Braun-Lüllemann An der Kirche 5
37318 Hohengandern
Deutschland
braun-luellemann@t-online.de
B-2066 Dr. Norbert Clement Alte Kirchhofsgasse 10
35037 Marburg
Deutschland
norbert.clement@posteo.de
B-2068 Heiner Deege Ohliggasse 43
67454 Haßloch
Deutschland
heiner.deege@t-online.de
B-4636 Stiftung Ökowerk Emden Kaierweg 40 A
26725 Emden
Deutschland
info@oekowerk-emden.de
B-4719 Stiftung Ökowerk Emden Kaierweg 40 A
26725 Emden
Deutschland
info@oekowerk-emden.de
B-4988 Michael Seewald Langer Weg 102
26629 Großefehn
Deutschland
Michael.Seewald@web.de

Gut zu wissen

  • Glossar
  • Autoren, Urheberrecht
  • Spende
  • Förderung Heidehof Stiftung

Neue Sorten

  • Hessel
  • Pleiner Mostbirne
  • Notar Lepin
  • Pfirsichbirne
  • Monchallard
  • Sommermuskateller
  • Doppelte Philippsbirne
  • Sievenicher Mostbirne
  • Conference
  • Margarete Marillat

Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

Das Angebot des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt ist ein Projekt des Pomologen-Verein e. V..

Bundesgeschäftsstelle
Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg
Telefon (040) 46 06 37 55, Telefax (040) 46 06 39 93
Impressum & Datenschutz

Benutzermenü

  • Anmelden