
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Apfel aus Uelzen
Reifezeit
Pflückreife möglichst spät: Ende Oktober bis Anfang November Genussreife: Januar bis April
Herkunft
Laut Oberdieck wurde die Sorte Anfangs des 19. Jahrhunderts von Postmeister Hoesst in Uelzen gezogen.
Verbreitung
Sie wurde durch die Baumschule Zinsser in Norddeutschland verbreitet. Heute ist die Sorte sehr selten, es finden sich aber noch vereinzelt Altbäume.
Frucht
Kegelförmig auch flach kegelförmig. Von der Kelchseite aus ziehen sich starke Rippen über die Frucht, im Querschnitt erscheint diese fünf bis zehnkantig.
Stielgrube mittelweit, tief mit einigen Wülsten oder auch schwachen Nasen, die den Stielansatz bedrängen. Die strahlige Berostung bleibt stets in der Grube. Stiel dünn, meist leicht vorstehend.
Kelchgrube mit typischen Rippen und feinen Falten, mittelweit, mitteltief bis tief. Kelch halboffen oder geschlossen, Kelchblätter grünlich, hochstehend. Grundfarbe grasgrün, hellt erst um Neujahr leicht nach gelb auf, meist keine Deckfarbe, wenn nur ein Hauch von orange. Früchte aus Vorpommern wiesen 2019 eine stark ausgebildete Deckfarbe auf (siehe Foto). Lentizellen meist wenig auffällig. Schale sehr fest, beim Verzehr etwas störend.
Kelchhöhle tief trichterförmig, meist bis zum Kernhaus reichend, die anschließende offene zu den Fächern geschlossene Achse ist fast immer ebenso wie die Fächer dunkel verpilzt. Fächer breit bogen oder rucksackförmig, Kernhaus insgesamt klein.
Kerne meist gut ausgebildet 9 : 6.
Fleisch weißlichgelb, ab Januar durchaus ausgewogen im Zucker- Säure Spiel. Ein guter Lagerapfel.
In der Beurteilung gehen die historischen Urteile weit auseinander, von fast den Weißen Winterkalvill erreichend, bis Haushaltsfrucht war alles dabei, wobei die Mehrzahl der Autoren zu einer positiven Bewertung kam. (Deutsche Obstbauzeitung).
Stielgrube mittelweit, tief mit einigen Wülsten oder auch schwachen Nasen, die den Stielansatz bedrängen. Die strahlige Berostung bleibt stets in der Grube. Stiel dünn, meist leicht vorstehend.
Kelchgrube mit typischen Rippen und feinen Falten, mittelweit, mitteltief bis tief. Kelch halboffen oder geschlossen, Kelchblätter grünlich, hochstehend. Grundfarbe grasgrün, hellt erst um Neujahr leicht nach gelb auf, meist keine Deckfarbe, wenn nur ein Hauch von orange. Früchte aus Vorpommern wiesen 2019 eine stark ausgebildete Deckfarbe auf (siehe Foto). Lentizellen meist wenig auffällig. Schale sehr fest, beim Verzehr etwas störend.
Kelchhöhle tief trichterförmig, meist bis zum Kernhaus reichend, die anschließende offene zu den Fächern geschlossene Achse ist fast immer ebenso wie die Fächer dunkel verpilzt. Fächer breit bogen oder rucksackförmig, Kernhaus insgesamt klein.
Kerne meist gut ausgebildet 9 : 6.
Fleisch weißlichgelb, ab Januar durchaus ausgewogen im Zucker- Säure Spiel. Ein guter Lagerapfel.
In der Beurteilung gehen die historischen Urteile weit auseinander, von fast den Weißen Winterkalvill erreichend, bis Haushaltsfrucht war alles dabei, wobei die Mehrzahl der Autoren zu einer positiven Bewertung kam. (Deutsche Obstbauzeitung).
Baum
Mittel bei starkwüchsig. Die Sorte ist diploid. Oberdieck gibt eine krebsanfälligkeit an, die aber bisher hier nicht beobachtet werden konnte, in der Deutschen Obstbauzeitung 1910 heben verschiedene Autoren die Unempfindlichkeit und schorffestigkeit der Sorte hervor.
Verwechsler
Weißer Winterkalvill ist ähnlich rippig, reift aber früher und wird dann schön gelb mit meist deutlicher dünner ziegelroter Deckfarbe. Fächer ohrenförmig, Kernhaus nur selten verpilzt. Weiter mögliche Verwechsler reifen alle deutlich früher: es sind z.B. Signe Tillish ( Reife 9-10) Großherzog Friedrich von Baden (Reife 9-10).
Anbaueignung
Streuobsttauglich, nicht für schwere oder gar nasse Böden. Als Winterlagersorte für den Frischverzehr.
Fruchtfotos
Literatur
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1865): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Äpfel. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 463
Borchers, C. (1863): Anleitung zur Vervollkommung des Obstbaues im nördlichen und mittleren Deutschland. Hannover, Deutschland; Hahnsche Hof Buchhandlung. S. 273
Zinser, K. (1910): Apfel aus Uelzen. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 56 S. 372
Görges, W. (1911): Apfel aus Ülzen. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 57 S. 66
Redaktion (1912): Apfel aus Ülzen. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 58 S. 66
Müller, A.; Seipp, D. (2015): Norddeutschlands Apfelsorten. Emden, Deutschland. S. 346