
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Seckelsbirne, The Seckel Pear
Reifezeit
Mitte September erntereif, ende September bis Mitte Oktober genussfähig
Herkunft
Seckel stammt aus den USA wo sie um 1800 entdeckt und dann sehr schnell verbreitet wurde. Die genauere Geschichte der Sorte wird sehr ausführlich von Hedrick beschrieben.
Verbreitung
Schon 1819 kam die Sorte nach England und hat sich dann sehr schnell in ganz Europa etabliert, bzw. ist die Sorte in sehr viele Pomologien aufgenommen worden. In den USA war sie die dritt häufigste Sorte im Anbau. In Deutschland ist sie in Altbeständen nun selten geworden, wird aber in Sammlungen erhalten.
Frucht
Kleine bis mittelgroße kreiselförmige Frucht die sich regelmäßig verjüngt, zum Stiel etwas länger verjüngt als zum Kelch dennoch zu beiden Seiten mit ähnlich großer stumpfer Spitze endend, der Bauch sitzt noch kelchnah, steht genauso oft wie die Frucht fällt, im Querschnitt fast rund.
Mit flacher bis mitteltiefer Stielgrube, die berostet ist wie der Rest der Frucht auch. Der Stiel ist bis 1,5 cm lang, 2 - 3 mm dick, olivbraun, am Ende oft etwas gebogen.
Die Kelchgrube ist so tief eingesenkt das die Kelchblätter bündig mit der Kante abschließen, der Rand der Grube ist wulstig aufgeworfen, schwach höckerig mit Falten oder Fleischperlen dazwischen. Der Kelch ist klein, halboffen, in die Mitte hochstehend, nicht verwachsen, etwas hornig.
Die Schale besteht sichtbar nur aus feiner olivbrauner Berostung und ist bis 1/3 mit schöner dunkler karminroter Deckfarbe überzogen, Lentizellen sind nur in der Deckfarbe als kleine helle Punkte sichtbar.
Die Kernhausachse bleibt geschlossen, Kammern anliegend, mit meist gut entwickelten hellbraunen Samen, 3,5 x 7,5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, vollschmelzend, süßlich mit Muskataroma
Mit flacher bis mitteltiefer Stielgrube, die berostet ist wie der Rest der Frucht auch. Der Stiel ist bis 1,5 cm lang, 2 - 3 mm dick, olivbraun, am Ende oft etwas gebogen.
Die Kelchgrube ist so tief eingesenkt das die Kelchblätter bündig mit der Kante abschließen, der Rand der Grube ist wulstig aufgeworfen, schwach höckerig mit Falten oder Fleischperlen dazwischen. Der Kelch ist klein, halboffen, in die Mitte hochstehend, nicht verwachsen, etwas hornig.
Die Schale besteht sichtbar nur aus feiner olivbrauner Berostung und ist bis 1/3 mit schöner dunkler karminroter Deckfarbe überzogen, Lentizellen sind nur in der Deckfarbe als kleine helle Punkte sichtbar.
Die Kernhausachse bleibt geschlossen, Kammern anliegend, mit meist gut entwickelten hellbraunen Samen, 3,5 x 7,5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, vollschmelzend, süßlich mit Muskataroma
Baum
Der Baum wächst mittelstark, verzweigt sich gut und bildet viel kurzes Fruchtholz. Zudem ist der Fruchtansatz büschelig (mehrere Früchte aus einer Blüte), was den Baum durch die Menge schnell erschöpfen kann. Dadurch ist auch die Fruchtgröße begrenzt und Ausdünnung wäre sinnvoll.
Das Laub ist etwas anfällig für Schorf, wie auch Sonnenbrand und Weissflecken. Dies sollte weiter beobachtet werden.
Die Blüte erscheint mittelspät mit 7 einzelnen Blüten je Knospe.
Das Laub ist etwas anfällig für Schorf, wie auch Sonnenbrand und Weissflecken. Dies sollte weiter beobachtet werden.
Die Blüte erscheint mittelspät mit 7 einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Russelette aus Reims wie Salzburger Birne haben eine ähnliche Größe und Farbgebung, wenn sie auch eher reif sind.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese, durch das abgeschwächte Wachstum, nur bei guter Pflege geeignet. Zu beobachten ist die leicht zunehmende Krankheitsanfälligkeit
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Oberdieck, J. G. C. (1852): Anleitung zur Kenntniß und Anpflanzung des besten Obstes für das nördliche Deutschland nebst Beiträgen zur Pomologie überhaupt. Regensburg, Deutschland; Joseph Manz. S. 412
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 47
Lauche, W. (1882): Deutsche Pomologie. Birnen, 1. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 46
Downing, A.J. (1860): The Fruits and the Fruit trees of America, New York, USA. S. 443
Hedrick, U. P. (1921): The Pears of New York. Albany, USA; J. B. Lyon Company. S. 215
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. 6. Auflage, Stuttgart, Deutschland; Ulmer. S. 239
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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