
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Nouvelle Fulvie, Fulvie Gregoire
Reifezeit
Pflückreife Mitte bis Ende Oktober, Genussreife von November bis Dezember.
Herkunft
Die Sorte wurde von dem bekannten Züchter und Baumschuler Gregoire in Jodoigne (Belgien) gezogen, erste Früchte erhielt er 1854.
Verbreitung
In Deutschland erstmals 1866 beschrieben, taucht die Sorte bis ca. 1900 in einigen Pomologien auf, um dann das Schicksal vieler neuen Sorten zu teilen. Im 20. Jahrhundert wird sie in Deutschland nicht mehr erwähnt. Altbäume sind heute nicht bekannt, sie wird nur in wenigen Sammlungen erhalten.
Frucht
Mittelgroß, etwas variabel kegel- bis leicht birnenförmig, beulig, zum Stiel oft einseitig eingezogen, sodass sich ein Rücken ergibt. Zum Stiel zugespitzt, dieser geht fleischig in die Frucht über und ist meistens etwas zur Seite gedrückt, bei einzelnen Früchten auch regelrecht umgedrückt und dann 90° oder mehr abstehend. Länge 25-30 mm, oft mit Fleischringel an der Basis.
Kelchgrube mitteltief, mittelweit, etwas beulig, Kelch offen, Blätter sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen, oft geknautscht, die Frucht steht.
Die Grundfarbe ist gelblich, aber oft kaum zu sehen, da die ganze Frucht netzartig oder flächig von einem zimtfarbigen Rost überzogen ist.
Achse geschlossen, Kammern mit Nase, Kerne mit Nasenansatz oder glatt, 10 : 5 mm. Fleisch süß, wird schmelzend, ohne besonderes Aroma.
Kelchgrube mitteltief, mittelweit, etwas beulig, Kelch offen, Blätter sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen, oft geknautscht, die Frucht steht.
Die Grundfarbe ist gelblich, aber oft kaum zu sehen, da die ganze Frucht netzartig oder flächig von einem zimtfarbigen Rost überzogen ist.
Achse geschlossen, Kammern mit Nase, Kerne mit Nasenansatz oder glatt, 10 : 5 mm. Fleisch süß, wird schmelzend, ohne besonderes Aroma.
Baum
Wuchs mittelstark bis stark, Blätter mittelgroß, Blattrand gesägt, Basis keilförmig oder gerade. Blüte mittelspät, 8 Blüten pro Blütenstand. Stark anfällig für Fruchtschorf, ebenfalls für Sonnenbrand, etwas für Weißfleckenkrankheit. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Clairgeau reift früher und hat nicht den fleischigen Übergang des Stiels.
Neue Poiteau ist nicht so stark berostet und reift spätestens Anfang November.
Neue Poiteau ist nicht so stark berostet und reift spätestens Anfang November.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, aber nur etwas für Sammler. Kann wegen der starken Schorfempfindlichkeit nicht empfohlen werden.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Bivort, A. (1853-1860): Annales de Pomologie Belge et Etrangere. Brüssel. Reprint 1998, Turrier, Frankreich; Naturalia Publikation . S. 440
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 510
Lauche, W. (1883): Deutsche Pomologie. Birnen, 2. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 90
Lucas, F. (1894): Die wertvollsten Tafelbirnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 79
Wilermoz, C. F.(1863) Pomologie de la France, Lyon, Frankreich. Band 1 Tafel 143
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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