
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife Dezember bis März.
Herkunft
Eine französische Sorte, die um 1880 vom Gärtner und Obsthändler M. Clavier in Tours aus den Kernen einer Winterdechantsbirne gezogen worden sein soll. Sie wurde 1895 auf den Markt gebracht.
Der genetische Fingerprint weist allerdings nach, dass die Winterdechantsbirne keineswegs die Muttersorte ist.
Der genetische Fingerprint weist allerdings nach, dass die Winterdechantsbirne keineswegs die Muttersorte ist.
Verbreitung
Die Sorte wurde kurz als Neuheit gerühmt, hat sich aber in Deutschland nicht weiter durchgesetzt. In Frankreich hat sich die Sorte dagegen anscheinend etwas verbreitet.
Frucht
Groß bis sehr groß, birnenförmig, meistens einseitig stärker eingezogen, etwas unregelmäßig, auch über die Frucht laufende Furchen kommen vor, die Frucht steht meistens nicht.
Der 25-30 mm lange, an der Basis typisch fleischig verdickte Stiel geht mit einem typischen Fleischringel in die Frucht über, eine eigentliche Stielgrube fehlt, eine schwache Rostkappe oder Rostspritzer können vorkommen.
Kelchgrube mitteltief, mittelweit, schwach beulig, manchmal mit etwas Ringrost. Kelch offen, Blätter meist abgebrochen, wenn vorhanden sternartig aufliegend , am Grund verwachsen.
Auf dem Lager hellt die Frucht hellgelb auf, keine Deckfarbe.
Kernhaus klein, Achsenhöhle geschlossen, Kerne gut ausgebildet 11 : 5,5 mm.
Fleisch saftig, halbschmelzend, von warmen Standorten vielleicht auch vollschmelzend, süß mit leichter Säure, schwach aromatisch. An kalten Standorten bleibt die Frucht eine Rübe.
Der 25-30 mm lange, an der Basis typisch fleischig verdickte Stiel geht mit einem typischen Fleischringel in die Frucht über, eine eigentliche Stielgrube fehlt, eine schwache Rostkappe oder Rostspritzer können vorkommen.
Kelchgrube mitteltief, mittelweit, schwach beulig, manchmal mit etwas Ringrost. Kelch offen, Blätter meist abgebrochen, wenn vorhanden sternartig aufliegend , am Grund verwachsen.
Auf dem Lager hellt die Frucht hellgelb auf, keine Deckfarbe.
Kernhaus klein, Achsenhöhle geschlossen, Kerne gut ausgebildet 11 : 5,5 mm.
Fleisch saftig, halbschmelzend, von warmen Standorten vielleicht auch vollschmelzend, süß mit leichter Säure, schwach aromatisch. An kalten Standorten bleibt die Frucht eine Rübe.
Baum
Wuchs mittelstark, wenig anfällig. Die Sorte ist diploid. Für Spaliererziehung gut geeignet.
Verwechsler
Aufgrund der typischen Stielpartie und der langen Lagerzeit kaum zu verwechseln.
Anbaueignung
Wintertafelbirne für warme Lagen oder Wandspalier.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Müllerklein (1912). Souvenir de Jules Guidon. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 58 (1912) S. 507
Passy, P.(1914): La Poire Souvenir de Jules Guidon. Revue Horticole. Paris. S. 451
Societe Pomologique de France ( Hrsg.) ( 1927): Catalogue Descriptif des Fruits Adoptes. Villefranch. Frankreich. S. 340
Societe Pomologique de France ( Hrsg.) ( 1947): Le Verger Francaise Tome I. Lyon.Frankreich. S.351
Morgan, J. (2015): The New Book Of Pears. London, Großbritannien; Chelsea Green Puplishing. S.251
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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