
Gefährungsgrad
gefährdet
Synonyme
Frauenschenkel, Cuisse Madame
Reifezeit
Pflückreife Mitte August bis Anfang September, Genussreife Ende August bis Mitte September.
Herkunft
Diel hat die Sorte 1801 als erster beschrieben, er erhielt sie unter dem Namen Sucree Romain aus Harlem. Wahrscheinlich war die Sorte aber schon in Deutschland verbreitet. Er suchte vergeblich in den damals vorhandenen Pomologien nach einer Beschreibung dieser Sorte. Die Herkunft liegt im Dunklen, möglicherweise handelt es sich auch um eine noch deutlich ältere Sorte, die unter verschiedenen Namen in ganz Europa verbreitet war. Dafür spricht, dass die Sorte bei Untersuchungen des genetischen Fingerprints in ganz Europa unter verschiedenen Namen auftaucht.
Verbreitung
War im 19. Jahrhundert in Deutschland weit verbreitet, heute finden sich noch Altbäume, außerdem findet sie sich häufig in Sammlungen.
Frucht
Mittelgroß bis groß, birnenförmig, oft einseitig stärker eingezogen, zum Stiel zugespitzt. Der mittig sitzende, meist nur wenig gebogene oder gerade Stiel ist 30-40 mm lang und 3-4 mm dick. Er sitzt wie eingesteckt oder hat ganz leichte Fleischringel an der Basis, oft geht er auch fleischig in die Frucht über.
Kelchseits ist die Frucht deutlich abgeplattet, sodass sie gut steht. Kelchgrube mittelweit bis weit, flach bis mitteltief. Kelchblätter umgeschlagen, dünn oder abgebrochen und dann hochstehend, an der Basis getrennt.
Grundfarbe grünlichgelb, hellgelb aufhellend, Deckfarbe bis zur Hälfte ziegelrot, reif leuchtend rot.
Kernhausachse geschlossen oder leicht offen. Kerne gut ausgebildet, 8 : 5 mm, ohne Nase.
Fleisch nicht schmelzend, reif schmalzig, süß, eher eine Wirtschaftsbirne.
Kelchseits ist die Frucht deutlich abgeplattet, sodass sie gut steht. Kelchgrube mittelweit bis weit, flach bis mitteltief. Kelchblätter umgeschlagen, dünn oder abgebrochen und dann hochstehend, an der Basis getrennt.
Grundfarbe grünlichgelb, hellgelb aufhellend, Deckfarbe bis zur Hälfte ziegelrot, reif leuchtend rot.
Kernhausachse geschlossen oder leicht offen. Kerne gut ausgebildet, 8 : 5 mm, ohne Nase.
Fleisch nicht schmelzend, reif schmalzig, süß, eher eine Wirtschaftsbirne.
Baum
Starkwüchsig, Blatt länglich, Blattrand schwach gesägt, Basis gerade, Ränder hochgeschlagen. Äußerst gesund, keine Anfälligkeit für Krankheiten. Blüte mittelfrüh bis früh, 8 Blüten pro Blütenstand, Massenträger. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Langt Kaneelpäron reift Anfang August und ist wesentlich stärker eingeschnürt.
Lübecker Prinzessbirne kann eine ähnliche Farbigkeit haben, reift aber Ende Juli.
Lübecker Prinzessbirne kann eine ähnliche Farbigkeit haben, reift aber Ende Juli.
Anbaueignung
Gut für Streuobst, eine Wirtschaftsbirne zum dörre, eventuell zum kochen.
Literatur
Diel, A. F. A, (1802): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Heft 4 (Birnen 2). Frankfurt a. M., Deutschland; Andreäische Buchhandlung. S. 106
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr.16
Lauche, W. (1883): Deutsche Pomologie. Birnen, 2. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 93
Lucas,E. (1872): Auswahl wertvoller Obstsorten. 4. Band. Wirtschaftsobstsorten. S.73
Oberdieck, J. G. C. (1881): Deutschlands beste Obstsorten.Leipzig, Deutschland; Hugo Voigt. S. 324
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 295
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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