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Petersbirne

Verfasst von Jan Bade am 9. Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Petersbirne
Gefährungsgrad
gefährdet
Synonyme
Kleine Petersbirne, Große Petersbirne, Lorenzbirne
Reifezeit
Ende Juli bis Anfang August erntereif, dann nur kurz haltbar, wie alle frühen Sorten.
Herkunft
Sickler ist wohl der erste, der um 1800 eine Kleine Petersbirne beschreibt, 1804 dann auch eine Große Petersbirne. Heute lässt sich nicht mehr sagen, ob es eine Große und eine Kleine Petersbirne gab oder gibt. Wir kennen nur eine Sorte, die ist klein in der Frucht und daher wird schon lange nicht mehr in der Größe unterschieden und die Sorte heißt einfach nur Petersbirne. Über zeitliche wie räumliche Entstehung ist nichts weiter bekannt. Historisch soll die Sorte im Raum Altenburg im heutigen Thüringen stark verbreitet gewesen sein.
Verbreitung
Die Petersbirne kommt noch in Altbeständen vor, etwas häufiger in Ostdeutschland als in Westdeutschland. Sie wird in Sammlungen erhalten.
Frucht
Kleine, kreiselförmige Frucht, sehr spät etwas einseitig eingeschnürt, die Hälften sind etwas ungleich. Frucht mittelbauchig, steht, im Querschnitt leicht kantig.
Der Stiel wird meist durch einen höher stehenden Wulst im 45°-Winkel zur Seite gedrängt. Die Länge ist bis 2 cm , Dicke 2 mm, am Ansatz gelbgrün, dann braun werdend.
Der Kelchbereich ist fast abgeplattet, die Grube ganz schwach eingesenkt und leicht uneben. Berostung, wenn dann hellbraun. Der Kelch ist offen, sternförmig, wenn auch öfter etwas verkümmert, am Rand gerne rötlich.
Die Grundfarbe ist ein helles Grün, das bei Reife nach gelb aufhellt. Die Deckfarbe ist karminrot gestreift, deutlicher wirkt aber eine Punktierung durch die roten Umhöfungen der Lentizellen, das kann 3/4 der Frucht überziehen.
Die Kernhausachse ist geschlossen, Kammern anliegend ohne deutliche Nase.
Die Kerne sind zum Teil taub, sonst dunkelbraun, 8 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche, ist saftig, schmelzend, süß aromatisch.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet breitpyramidale Kronen, die gut mit Fruchtholz garniert sind. Insgesamt sehr gesund, abgesehen von etwas Sonnenbrandempfindlichkeit der Blätter, die in den letzten Jahren beobachtet werden konnte.
Die Blüte erscheint mittelfrüh.
Verwechsler
Giffards Butterbirne durch die Reifezeit und die Punktierung. Sie ist aber birnenförmig, deutlich früher verjüngt und hat nicht so viel Farbe.
Anbaueignung
Als schmackhafte, gesunde und frühreife Sorte im extensiven Bereich gut geeignet. Die Nutzbarkeit ist leider begrenzt, was zu Problemen führen kann bei einem Vollertrag.
Fruchtfotos
Petersbirne
Petersbirne
Petersbirne
Petersbirne
Petersbirne
Petersbirne
Laub
Petersbirne
Literatur
Sickler, J. V. (1794-1804): Kleine Petersbirne. Der Teutsche Obstgärtner. Band 11 (1798) S. 153
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 264
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 50
Krümmel, H.; W. Groh; G. Friedrich (1956-1964): Deutsche Obstsorten. Birnen. Berlin, Deutschland; Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 160
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-2899 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-3215 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-3216 Walter Bauer Talstraße 16
66709 Weiskirchen-Rappweiler
Deutschland
bauer.hwb@web.de
B-1496 Heiner Deege Ohliggasse 43
67454 Haßloch
Deutschland
heiner.deege@t-online.de
B-3207 Dr. Michael Hoff Haingrabenstraße 28
61381 Friedrichsdorf-Burgholzhausen
Deutschland
mhoff1@gmx.de
B-5718 Robert Lauer Aschenhof 19
97525 Schwebheim
Deutschland
robertlauer@t-online.de
B-1504 Martina Radke & Martin Wolf Marburger Straße 28
35088 Battenberg
Deutschland
viola20@t-online.de
B-4312 Michael Schlitt Mühlweg 12
02826 Görlitz
Deutschland
info@oberlausitz-stiftung.de
B-4313 Michael Schlitt Mühlweg 12
02826 Görlitz
Deutschland
info@oberlausitz-stiftung.de
B-5704 Michael Schlitt Mühlweg 12
02826 Görlitz
Deutschland
info@oberlausitz-stiftung.de
B-1505 Klaus Schmidt Zur Freizeithalle 2
35216 Biedenkopf
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26529 Leezdorf
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17121 Sassen-Trantow
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