
Gefährungsgrad
gefährdet
Synonyme
Kleine Petersbirne, Große Petersbirne, Lorenzbirne
Reifezeit
Ende Juli bis Anfang August erntereif, dann nur kurz haltbar, wie alle frühen Sorten.
Herkunft
Sickler ist wohl der erste, der um 1800 eine Kleine Petersbirne beschreibt, 1804 dann auch eine Große Petersbirne. Heute lässt sich nicht mehr sagen, ob es eine Große und eine Kleine Petersbirne gab oder gibt. Wir kennen nur eine Sorte, die ist klein in der Frucht und daher wird schon lange nicht mehr in der Größe unterschieden und die Sorte heißt einfach nur Petersbirne. Über zeitliche wie räumliche Entstehung ist nichts weiter bekannt. Historisch soll die Sorte im Raum Altenburg im heutigen Thüringen stark verbreitet gewesen sein.
Verbreitung
Die Petersbirne kommt noch in Altbeständen vor, etwas häufiger in Ostdeutschland als in Westdeutschland. Sie wird in Sammlungen erhalten.
Frucht
Kleine, kreiselförmige Frucht, sehr spät etwas einseitig eingeschnürt, die Hälften sind etwas ungleich. Frucht mittelbauchig, steht, im Querschnitt leicht kantig.
Der Stiel wird meist durch einen höher stehenden Wulst im 45°-Winkel zur Seite gedrängt. Die Länge ist bis 2 cm , Dicke 2 mm, am Ansatz gelbgrün, dann braun werdend.
Der Kelchbereich ist fast abgeplattet, die Grube ganz schwach eingesenkt und leicht uneben. Berostung, wenn dann hellbraun. Der Kelch ist offen, sternförmig, wenn auch öfter etwas verkümmert, am Rand gerne rötlich.
Die Grundfarbe ist ein helles Grün, das bei Reife nach gelb aufhellt. Die Deckfarbe ist karminrot gestreift, deutlicher wirkt aber eine Punktierung durch die roten Umhöfungen der Lentizellen, das kann 3/4 der Frucht überziehen.
Die Kernhausachse ist geschlossen, Kammern anliegend ohne deutliche Nase.
Die Kerne sind zum Teil taub, sonst dunkelbraun, 8 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche, ist saftig, schmelzend, süß aromatisch.
Der Stiel wird meist durch einen höher stehenden Wulst im 45°-Winkel zur Seite gedrängt. Die Länge ist bis 2 cm , Dicke 2 mm, am Ansatz gelbgrün, dann braun werdend.
Der Kelchbereich ist fast abgeplattet, die Grube ganz schwach eingesenkt und leicht uneben. Berostung, wenn dann hellbraun. Der Kelch ist offen, sternförmig, wenn auch öfter etwas verkümmert, am Rand gerne rötlich.
Die Grundfarbe ist ein helles Grün, das bei Reife nach gelb aufhellt. Die Deckfarbe ist karminrot gestreift, deutlicher wirkt aber eine Punktierung durch die roten Umhöfungen der Lentizellen, das kann 3/4 der Frucht überziehen.
Die Kernhausachse ist geschlossen, Kammern anliegend ohne deutliche Nase.
Die Kerne sind zum Teil taub, sonst dunkelbraun, 8 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche, ist saftig, schmelzend, süß aromatisch.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet breitpyramidale Kronen, die gut mit Fruchtholz garniert sind. Insgesamt sehr gesund, abgesehen von etwas Sonnenbrandempfindlichkeit der Blätter, die in den letzten Jahren beobachtet werden konnte.
Die Blüte erscheint mittelfrüh.
Die Blüte erscheint mittelfrüh.
Verwechsler
Giffards Butterbirne durch die Reifezeit und die Punktierung. Sie ist aber birnenförmig, deutlich früher verjüngt und hat nicht so viel Farbe.
Anbaueignung
Als schmackhafte, gesunde und frühreife Sorte im extensiven Bereich gut geeignet. Die Nutzbarkeit ist leider begrenzt, was zu Problemen führen kann bei einem Vollertrag.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Sickler, J. V. (1794-1804): Kleine Petersbirne. Der Teutsche Obstgärtner. Band 11 (1798) S. 153
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 264
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 50
Krümmel, H.; W. Groh; G. Friedrich (1956-1964): Deutsche Obstsorten. Birnen. Berlin, Deutschland; Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 160
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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