
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Guldborgaeble
Reifezeit
Anfang September bis Mitte September bei uns erntereif und dann bis Mitte Oktober gut lagerfähig. Bei der Sorte bietet sich ein zweiter Pflückdurchgang an, da unreifere Früchte aus dem Inneren des Baumes schnell nachreifen.
Herkunft
Matthiesen schreibt 1913 in der Erstbeschreibung der Sorte, dass Guldborg 1887 entstanden sein soll. Pedersen ergänzt später, dass der Apfel schon 1870 in vielen Gärten rund um Guldborg (Dänemark) zu finden war. Sie vermuteten damals, dass die Muttersorte Maglemer gewesen sein muss, was der genetische Fingerprint auch bestätigte.
Verbreitung
In Norddeutschland kommt die Sorte vereinzelt vor, sonst wohl nur in Sammlungen vertreten. In ganz Skandinavien noch häufiger sowie auch in einigen europäischen Genbanken gesichert.
Frucht
Mittelgroße kegelförmige Frucht, die sich zum Kelch nur etwas mehr verjüngt als zum Stiel, stielbauchig, meist ungleichhälftig, der Querschnitt ist leicht kantig.
Die Stielgrube ist mitteltief, läuft dann weit aus. In der Grube ist eine graubraune, grobschuppige Berostung, unter der sich noch länger grüne Grundfarbe hält. Der Stiel ist nur knopfig, in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist mitteltief und weit, deutlich fünfrippig mit leichten Falten dazwischen. Die Rippen laufen auf den Grubenrand, aber nicht viel weiter, wenn dann nur Rostsprenkel. Der Kelch ist fast groß, halb offen mit hochstehenden, zurück geschlagenen Blättern.
Die Schale hellt von hellgrün nach weißlichgelb auf. Die Deckfarbe ist geflammt karminrot und kann 3/4 der Frucht überziehen, aber ohne wirklich deckend zu sein, Lentizellen unscheinbar, die Schale wird auf dem Lager etwas fettig.
Die Kelchhöhle ist ein langes Dreieck, kann aber auch trichterförmig sein.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, hat bogenförmige Wände und hellbraune, gut entwickelte Kerne 8 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch ist weißlich, kann bei gut besonnten Früchten rote Adern haben, ist süßlich und leicht aromatisch. Wird auf dem Lager später mürbe.
Die Stielgrube ist mitteltief, läuft dann weit aus. In der Grube ist eine graubraune, grobschuppige Berostung, unter der sich noch länger grüne Grundfarbe hält. Der Stiel ist nur knopfig, in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist mitteltief und weit, deutlich fünfrippig mit leichten Falten dazwischen. Die Rippen laufen auf den Grubenrand, aber nicht viel weiter, wenn dann nur Rostsprenkel. Der Kelch ist fast groß, halb offen mit hochstehenden, zurück geschlagenen Blättern.
Die Schale hellt von hellgrün nach weißlichgelb auf. Die Deckfarbe ist geflammt karminrot und kann 3/4 der Frucht überziehen, aber ohne wirklich deckend zu sein, Lentizellen unscheinbar, die Schale wird auf dem Lager etwas fettig.
Die Kelchhöhle ist ein langes Dreieck, kann aber auch trichterförmig sein.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, hat bogenförmige Wände und hellbraune, gut entwickelte Kerne 8 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch ist weißlich, kann bei gut besonnten Früchten rote Adern haben, ist süßlich und leicht aromatisch. Wird auf dem Lager später mürbe.
Baum
Der Baum wächst in der Jugend mittelstark bis stark, beruhigt sich dann mit einsetzendem Ertrag. Die Krone ist schlank aufrecht mit guter Verzweigung. Insgesamt eine sehr gesunde Sorte, wenn auch in Jahren mit viel Ertrag die Fruchtgröße leidet.
Verwechsler
Maglemer ist der Tochter sehr ähnlich, hat aber mehr Deckfarbe und einen viel tieferen Kelchbereich.
Maren Nissen wegen der Form und des Stiels, hat aber sehr viel mehr Deckfarbe und ist nicht so lange genussfähig.
Maren Nissen wegen der Form und des Stiels, hat aber sehr viel mehr Deckfarbe und ist nicht so lange genussfähig.
Anbaueignung
Für den Hausgarten wie die Streuobstwiese eine ertragreiche, gesunde und aromatische Tafelsorte.
Fruchtfotos
Literatur
Matthiesen, C. (1913): Dansk Frugt I. Bind. Kopenhagen, Dänemark; H. Hagerup`s Forlag. S. 129
Pedersen, A. (1937): Danmarks Frugtsorter. Kopenhagen, Dänemark. S. 174
Stedje, P.; Skard, O. (1939): Norsk Pomologi. Oslo, Norwegen; Gröndahl & Sons. S. 258
Lijsten, R.; Beeftink, A. (1942): Nederlandsche Fruitsoorten. Arnhem, Niederlande. Ohne Seitenzahl
Näslund, G. K., Sandeberg, Ingrid af, (2009): Svenska äpplen. Sigtuna, Schweden; Kärnhuset. S. 182