
Gefährungsgrad
gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Frankelbacher, Frankelbacher Weinbirne, Orsborner.
Reifezeit
Mitte bis Ende September.
Herkunft
Der Urbaum der Frankelbacher Mostbirne soll noch bis in die 1950er Jahre in der Gewann "Orsborn" in der Gemeinde Frankelbach (Landkreis Kaiserslautern) gestanden haben. Er galt bis zu seiner Fällung um 1950 mit geschätzen über 400 Jahren als ältester und mit einem Stammumfang von 6,20 Metern auch als dickster Birnbaum Europas (Arbeitskreis 2012).
Verbreitung
Ist in der gesamten Westpfalz verbreitet. Wurde vom Pomologen Manfred Jenet aus Kreimbach-Kaulbach ab Ende der 1990er Jahre wieder stärker propagiert und in Zusammenarbeit mit der Baumschule Ritthaler aus Hütschenhausen (beide Landkreis Kaiserslautern) vermehrt und als junge Bäume vermarktet. Darüber hinaus scheint die Frankelbacher Mostbirne keine große Verbreitung gefunden zu haben. So ist dem Autor in der benachbarten, nur durch den Hunsrück getrennten Mostbirnenregion Trier/Luxemburg kein Altbaum dieser Sorte bekannt.
Frucht
Kleine bis meist mittelgroße Mostbirne, die typischerweise zwischen 40 und 80 g wiegt. Sie hat kreiselförmige Früchte, die zum Stiel hin selten einziehen. Am Kelch abgerundet und zum Stiel hin stärker verjüngend.
Auf einer hellgelben Grundfarbe färbt sich die Frucht sonnenseitig lebhaft braunrot. Die verwaschene Deckfarbe grenzt sich dabei scharf von der Grundfarbe ab. Gelegentlich finden sich kleine Rostfiguren auf der Frucht. Die Schalenpunkte sind klein und hell umhöft, insgesamt aber unauffällig.
Die Schale ist glatt und trocken. Die Frucht ist recht druckfest und lässt sich gut transportieren.
Die mitteltiefe Kelchgrube ist meistens etwas stärker berostet bis hin zu einer Rostkappe. Der Kelch ist mittelgroß und offen, die Kelchblätter mittelbreit und mittellang, zurückgeschlagen.
Etwa jede zweite Frucht zeigt eine flache Stielgrube. Der Stiel ist mit einer Länge zwischen 15 und 25 mm im Verhältnis zur Fruchthöhe als kurz, selten mittellang einzustufen. Die braunen Stiele sind mitteldick, knospig und zeigen im Bereich der Stielknospen grüne Aufhellungen.
Die Kelchhöhle ist schüsselförmig und mit etwa 4 - 5 mm Breite als mittelgroß einzustufen. Unterhalb der Kelchhöhle findet sich eine schmale Kelchröhre, die manchmal bis zum Kernhaus reicht. Die Achsenhöhle ist offen. Das Kernhaus ist eher klein und etwas kelchnäher. Die Kerne sind groß (9 : 5 mm) dunkel und mit seitlicher stumpfer Nase an der Kuppe. Meistens finden sich in den Früchten ein bis drei gut entwickelte Kerne.
Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, fest und feinkörnig. Der Geschmack ist süß-würzig mit einem für Mostbirnen durchschnittlichen Gerbstoffgehalt.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Deckfarbige, hochkugelige Sorte mit überwiegend kurzen, manchmal mittellangen Stielen.
- Früchte meist mittelgroß, seltener klein und mit mittlerer (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Kelch oft mit Rostkappe.
- Stiel mit grünen Aufhellungen, am Ende verdickt.
- Kelchröhre vergleichsweise breit.
Auf einer hellgelben Grundfarbe färbt sich die Frucht sonnenseitig lebhaft braunrot. Die verwaschene Deckfarbe grenzt sich dabei scharf von der Grundfarbe ab. Gelegentlich finden sich kleine Rostfiguren auf der Frucht. Die Schalenpunkte sind klein und hell umhöft, insgesamt aber unauffällig.
Die Schale ist glatt und trocken. Die Frucht ist recht druckfest und lässt sich gut transportieren.
Die mitteltiefe Kelchgrube ist meistens etwas stärker berostet bis hin zu einer Rostkappe. Der Kelch ist mittelgroß und offen, die Kelchblätter mittelbreit und mittellang, zurückgeschlagen.
Etwa jede zweite Frucht zeigt eine flache Stielgrube. Der Stiel ist mit einer Länge zwischen 15 und 25 mm im Verhältnis zur Fruchthöhe als kurz, selten mittellang einzustufen. Die braunen Stiele sind mitteldick, knospig und zeigen im Bereich der Stielknospen grüne Aufhellungen.
Die Kelchhöhle ist schüsselförmig und mit etwa 4 - 5 mm Breite als mittelgroß einzustufen. Unterhalb der Kelchhöhle findet sich eine schmale Kelchröhre, die manchmal bis zum Kernhaus reicht. Die Achsenhöhle ist offen. Das Kernhaus ist eher klein und etwas kelchnäher. Die Kerne sind groß (9 : 5 mm) dunkel und mit seitlicher stumpfer Nase an der Kuppe. Meistens finden sich in den Früchten ein bis drei gut entwickelte Kerne.
Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, fest und feinkörnig. Der Geschmack ist süß-würzig mit einem für Mostbirnen durchschnittlichen Gerbstoffgehalt.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Deckfarbige, hochkugelige Sorte mit überwiegend kurzen, manchmal mittellangen Stielen.
- Früchte meist mittelgroß, seltener klein und mit mittlerer (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Kelch oft mit Rostkappe.
- Stiel mit grünen Aufhellungen, am Ende verdickt.
- Kelchröhre vergleichsweise breit.
Baum
Der Baum ist starkwüchsig, langlebig und robust. Er hat kreisrunde Blätter und weiß-rosafarbige Blüten (JKI 2026).
Verwechsler
Es gibt weitere ähnliche Rotbirnensorten, die jedoch pomologisch weitgehend noch nicht geklärt sind. Dazu gehören die Arbeitsnamensorten "Rotbirne Bedesbach" und "Rotbirne Trier (LD)".
Anbaueignung
Die Frankelbacher Mostbirne ist eine Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau.
Fruchtfotos
Literatur
Arbeitskreis Historische Obstsorten Pfalz - Elsaß - Kurpfalz im Pomologenverein e. V. (Hrsg.) (2012): Pfälzer Obstkultur. Redaktion: Herbert Ritthaler. Broschüre, 76 Seiten.
Dahlem, R. (2014): Einteilung von Mostbirnen in Verwechslergruppen. Oder: Wie gewinne ich den Überblick in einer vielfältigen Sortengruppe. Unveröffentlichtes Manuskript, 8 Seiten.
Julius Kühn-Institut (2026): Fankelbacher Weinbirne. Datenblatt der Deutschen Genbank Obst, abgerufen am 09.01.2026.