
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Rotgraue Kelchrenette
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife von Dezember bis Februar.
Herkunft
Wahrscheinlich eine deutsche Sorte, deren genaue Herkunft unklar ist. Auch ein Bezug zur Stadt Osnabrück lässt sich bislang nicht nachweisen, ist aber wahrscheinlich. Erstmals von Christ 1797 unter dem Namen Osnabrücker grau überzogene Renette beschrieben.
Verbreitung
Lucas bezeichnet sie 1859 im ,,Illustrirten Handbuch der Obstkunde" als häufig, besonders in Norddeutschland. Heute ist die Sorte selten, wenn sie sich auch hier und da noch in Altbäumen findet.
Frucht
Mittelgroß, rundlich bis kegelförmig, im Querschnitt leicht kantig, oftmals etwas schief.
Stielgrube mittelweit, mitteltief, ziemlich eben. Stiel, dünn, 15 mm lang, am Ende leicht bis stärker verdickt.
Kelchgrube mittelweit mit schwachen Wülsten und Falten. Kelch geschlossen, Blätter hochstehend und umgeschlagen.
Fast die gesamte Frucht ist von einem rauen, zimtfarbigen Rost bedeckt, lediglich um den Kelch herum ist etwas von der Grundfarbe zu sehen. Unter der Berostung liegt oft auch eine zu ahnende Deckfarbe, ganz selten ist diese auch zu sehen, sie erscheint dann verwaschen, auch leicht streifig, ziemlich im selben Farbton wie die Berostung.
Kelchhöhle klein dreieckig, Achse geschlossen. Fächer ohrenförmig. schwach gerissen, Kerne meist schlecht ausgebildet, 9 : 5,5 mm.
Fleisch säuerlich, schwach würzig.
Stielgrube mittelweit, mitteltief, ziemlich eben. Stiel, dünn, 15 mm lang, am Ende leicht bis stärker verdickt.
Kelchgrube mittelweit mit schwachen Wülsten und Falten. Kelch geschlossen, Blätter hochstehend und umgeschlagen.
Fast die gesamte Frucht ist von einem rauen, zimtfarbigen Rost bedeckt, lediglich um den Kelch herum ist etwas von der Grundfarbe zu sehen. Unter der Berostung liegt oft auch eine zu ahnende Deckfarbe, ganz selten ist diese auch zu sehen, sie erscheint dann verwaschen, auch leicht streifig, ziemlich im selben Farbton wie die Berostung.
Kelchhöhle klein dreieckig, Achse geschlossen. Fächer ohrenförmig. schwach gerissen, Kerne meist schlecht ausgebildet, 9 : 5,5 mm.
Fleisch säuerlich, schwach würzig.
Baum
Wuchs in der Jugend stark, später etwas schwächer. Nach Oberdieck nicht für trockene Böden, nach Kessler krebsanfällig, die Früchte welken auf dem Lager. Die Sorte ist triploid.
Verwechsler
Andere Graue Renetten.
Bis auf Brownlees Renette hat aber keine das Merkmal mit der Grundfarbe um den Kelch. Brownlees Renette ist diploid und hat meist eine dünne Kelchröhre.
Bis auf Brownlees Renette hat aber keine das Merkmal mit der Grundfarbe um den Kelch. Brownlees Renette ist diploid und hat meist eine dünne Kelchröhre.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, als Tafelfrucht und für Saft, nach Lucas auch für Most.
Fruchtfotos
Literatur
Christ, J. L. (1797): Beiträge zum Handbuch über die Obstbaumzucht und Obstlehre. Frankfurt a.M. S. 84
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1859): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 1. Äpfel. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 156
Oberdieck, J. G. C. (1881): Deutschlands beste Obstsorten. Leipzig, Deutschland; Hugo Voigt. S. 200
Kessler, H. (1947): Apfelsorten der Schweiz. Bern, Schweiz; Verbandsdruckerei AG Bern. S. 110
Müller, A.; Seipp, D. (2015): Norddeutschlands Apfelsorten. Emden, Deutschland. S. 264