
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Schmärlätzchen, landläufig ,,Fliegenschisser" und ,,Mückenpisser" genannt wegen der Ausprägung der Lentizellen; Jagdapfel
Reifezeit
Mitte August ist die Frucht erntereif, dann vier Wochen lagerfähig.
Herkunft
Wann und wie der Apfel entstanden ist, bleibt wohl unbekannt. Die uns bekannte Ersterwähnung unter dem Namen Corbacher Edelreinette geschah um 1880 durch den Lehrer Heinrich Münch. Da soll es schon ältere Bäume der Sorte gegeben haben.
Weiter westlich, im Wittgensteiner Land, ist dieselbe Sorte unter dem Namen Jagdapfel bekannt, aber auch dazu gibt es keine weiteren historischen Belege.
Weiter westlich, im Wittgensteiner Land, ist dieselbe Sorte unter dem Namen Jagdapfel bekannt, aber auch dazu gibt es keine weiteren historischen Belege.
Verbreitung
Rund um Korbach in Nordhessen finden sich noch einige stattliche Altbäume der Sorte. Erst seit ca. 25 Jahren gibt es junge Nachpflanzungen der Korbacher Edelrenette und sie ist auch wieder in Baumschulen erhältlich. Im Jahr 2024 wurde sie zur Hessischen Lokalsorte des Jahres, was zu weiteren Nachpflanzungen geführt hat, wodurch der Apfel im Moment als gesichert betrachtet werden kann.
Frucht
Kleine, flachkegelige Frucht, die sich zum Kelch etwas mehr verjüngt als zum Stiel, beidseitig abgeplattet, mittelbauchig, die Hälften öfter ungleich, im Querschnitt etwas kantig.
Die Stielgrube ist mitteltief und mittelweit, nicht wirklich rund und mit einem großen, grobschuppigen, hellbraunem Rostklecks ausgekleidet, der bis in die Frucht läuft. Der Stiel ist höchstens 1 cm lang, meist nur 2 mm dick, grünbraun filzig, in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist faltig, mitteltief, kann Rostsprenkel haben. Der Kelch ist offen, die Blätter kurz und hochstehend.
Die Schale wird fettig, hellt nach gelb auf, kann schwach rot gehaucht sein, meist aber ohne Deckfarbe, Lentizellen sind markant, weil zum einen groß, zum anderen aber nur wenige, was der Frucht das charakteristisch fleckige Aussehen gibt und die weniger schön klingende Synonyme ,,Fliegenschisser" und ,,Mückenpisser".
Markant ist auch die große becherförmige Kelchhöhle.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, mit breiten, bogenförmigen Wänden, die gut entwickelte, dunkelbraune Kerne enthalten, 8,5 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche, ist fest, saftig, süßsäuerlich aromatisch, verdient den Namen Edelrenette.
Die Stielgrube ist mitteltief und mittelweit, nicht wirklich rund und mit einem großen, grobschuppigen, hellbraunem Rostklecks ausgekleidet, der bis in die Frucht läuft. Der Stiel ist höchstens 1 cm lang, meist nur 2 mm dick, grünbraun filzig, in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist faltig, mitteltief, kann Rostsprenkel haben. Der Kelch ist offen, die Blätter kurz und hochstehend.
Die Schale wird fettig, hellt nach gelb auf, kann schwach rot gehaucht sein, meist aber ohne Deckfarbe, Lentizellen sind markant, weil zum einen groß, zum anderen aber nur wenige, was der Frucht das charakteristisch fleckige Aussehen gibt und die weniger schön klingende Synonyme ,,Fliegenschisser" und ,,Mückenpisser".
Markant ist auch die große becherförmige Kelchhöhle.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, mit breiten, bogenförmigen Wänden, die gut entwickelte, dunkelbraune Kerne enthalten, 8,5 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins Gelbliche, ist fest, saftig, süßsäuerlich aromatisch, verdient den Namen Edelrenette.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet im Alter große und aufstrebende Kronen, die willig Fruchtholz bilden. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist dann regelmäßig. Insgesamt als Baum wie auch als Frucht ohne nennenswerte Krankheitsanfälligkeiten.
Verwechsler
Gelber Münsterländer Borsdorfer, der ist aber viel später reif.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese eine frühe und gesunde Tafelapfelsorte. Der Nachteil ist die Kleinfrüchtigkeit und das kurze Reifefenster.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Münch, H. 1906: Wegweiser für den Obstbau. S. 17