
Gefährungsgrad
Standardsorte
Synonyme
Souvenir du Congres, Kongreßbirne
Reifezeit
Pflückreife; Anfang bis Mitte September, Genussreife: Mitte September bis Anfang Oktober.
Herkunft
Die Sorte wurde 1852 von F.Morel einem Baumschuler aus Lyon ausgesät, die Samen gewann Morel von einem Mehrsortenbaum auf dem unter anderem Herzogin von Anguleme und Williams Christ wuchsen, Burvenich nahm an, dass diese beiden Sorten die Elternsorten sind, der genetische Fingerprint zeigt, dass dies bei Williams Christ zutrifft und bei Der Herzogin von Angouleme aber nicht. 1862 die der Societe d`Horticultur du Rhone vorgelegt wurden, diese befand sie Früchte und vor allem auch die Fruchtbarkeit des Baumes für gut, 1867 wurde die Sorte dann auf den Markt gebracht und nach dem 1867 in Paris stattgefundenen Kongress der Pomologie benannt.
Verbreitung
Andenken an den Kongreß gehörte lange zum Standardsortiment und ist heute noch in Baumschulen erhältlich, sie findet sich entsprechend auch heute noch in älteren Streuobstbeständen.
Frucht
Mittelgroß bis groß, kegelförmig mit sehr tief sitzendem Bauch, etwas unregelmäßig, schwach beulig. Zum Stiel nur schwach eingezogen, manchmal einseitig etwas stärker. Der Stiel sitzt auf oder geht direkt in die Frucht über, bei einigen Früchten drückt ein Fleichwulst den Stiel zur Seite, auch eine leichte Stielgrube kann vorkommen. Stiel variabel mittelang oder auch kurz und dann sehr kräftig, Stielseits stets mit kleiner Rostkappe. Kelchgrube mittelweit bis weit, mitteltief bis tief, stark beulig. Kelch halboffen oder geschlossen, Blätter kurz, hochstehend oder umgeschlagen, in der Grube findet sich manchmal leichter Ringrost. Grundfarbe aufgehellt hellgelblich, Deckfarbe wenn vorhanden trüb orangerot, Rostfiguren können vorkommen. Achse geschlossen, Fächer klein, Kerne gut ausgebildet, 9:5 mit Nasenansatz. Fleisch halbschmelzend, süß, kaum Säure gut ausgereifte Früchte mit ganz schwachem Muskataroma.
Baum
Wuchs mittelstark, aufrecht, mäßig verzweigt. Blatt mittelgroß, rundlich, Blattrand gesägt, Basis gerade. Anfällig für Triebschorf, Birnenpockenmilbe und Sonnenbrand, weniger für Fruchtschorf, wenig für Birnengitterrost. Blüte: mittelspät, 6-7 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Margarete Marillat ist ähnlich, hat nicht den tiefen Bauch und ist am Kelch etwas stärker gerundet, manche Früchte stehen nicht, insgesamt meist länger, der Stiel ist fast immer mindestens 90° zur Seite gedrückt.
Anbaueignung
Gut für Streuobst geeignet, wegen der oft nicht besonders hohen Fruchtqualität weniger für den Hausgarten.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Wilermoz, C. F.(1871) Pomologie de la France, Lyon, Frankreich. Band 7 Tafel 162
Burvenich , F. (1881): Poire Souvenir du Congres. Bullentins d’Arboriculture de Belgique.
Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 690
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung ,6 Nr. 64
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 132
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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