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Lange Sommer Mundnetzbirne

Verfasst von Jens Meyer am 13. August 2025. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Lange Sommer Mundnetzbirne
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
,,Frühe vom Plattenweg"-AN
Reifezeit
Pflückreife Anfang bis Mitte August, Genussreife Mitte August bis Anfang September.
Herkunft
Unbekannt. Die Sorte kam von Flotow unter diesem Namen an Oberdieck, der sie im ,,Illustrirten Handbuch" beschrieben hat. Sickler hatte sie unter dem Namen Lange Grüne Mundnetzbirne. In Schweden ist sie von Eneroth und Dahl unter dem Namen Hodge, mit dem Synonym Lange Sommer Mundnetzbirne, beschrieben worden. Woher dieser Name kommt, ist unklar - es handelt sich offensichtlich nicht um einen amerikanischen Sortennamen.
Verbreitung
Bereits 2005 wurden mehrere Altbäume der Sorte im Ratzeburger Land und im Biosphärenreservat Schaalsee in Mecklenburg gefunden. Die Sorte konnte damals nicht bestimmt werden. Bei der ersten pomologischen Überprüfung der Deutschen Genbank Birne fand sich ein Baum in der Sammlung Müncheberg, ebenfalls ohne Namen, mittels dessen genetischem Fingerprint 2025 eine Übereinstimmung mit der schwedischen Sorte Hodge gefunden werden konnte. Die Altbäume in Mecklenburg sind bis auf einen inzwischen alle verschwunden, in Schweden gibt es die Sorte noch in wenigen Bäumen.
Frucht
Mittelgroß, lang birnen- bis kegelförmig, zum Stiel meist deutlich eingezogen, öfter auch einseitig, sodass sich ein Rücken bildet. Der 35-40 mm lange gebogene Stiel ist zur Frucht typisch verdickt und endet meist in einem Fleischringel. Kelchseits leicht abgeplattet, die meisten Früchte stehen. Kelchgrube flach bis mitteltief mit schwachen Unebenheiten, Fleischperlen können vorkommen, ebenfalls schwacher Ringrost. Kelch halboffen, Blätter kurz, hochstehend, grünlich, oft abgebrochen. Die grüne Grundfarbe hellt hellgelb auf, Deckfarbe kann vorkommen, sie ist dann ein verwaschenes Braunrot. Kernhausachse geschlossen, Fächer breit mit Nase, Kerne meist schlecht ausgebildet, 8 : 6 mm, ohne Nase. Das Fleisch wird, wenn die Frucht ca. eine Woche vor der Reife geerntet wird, schmelzend, saftig süß mit leichter Säure. Eine gute frühe Tafelbirne. Lediglich die Schale ist etwas fest.
Baum
Der Baum ist starkwüchsig, Blätter elliptisch, lang zugespitzt, schwach gesägt, an der Basis gerade oder herzförmig. Blüte mittelspät, 8 Blüten pro Blütenstand.
Verwechsler
Windsor reift zur selben Zeit, ist aber meist größer, hat nicht den Fleischringel am Stielansatz und ist unreif eher dunkelgrün gefärbt, im Geschmack säuerlich, Blatt rundlich.
Sparbirne reift ca. 14 Tage früher, hat keinen Fleischringel und ist am Kelch meist berostet.
Anbaueignung
Gute Tafelbirne, für Streuobstwiesen und für die Landschaft. Leicht Anfälligkeit für Fruchtschorf.
Fruchtfotos
Lange Sommer Mundnetzbirne
Lange Sommer Mundnetzbirne
Lange Sommer Mundnetzbirne
Lange Sommer Mundnetzbirne
Lange Sommer Mundnetzbirne
Literatur
Sickler, J. V. (1794-1804): Die lange grüne Mundnetzbirne. Der Teutsche Obstgärtner. Band 17 (1802)
Dittrich, J. G. (1841): Systematisches Handbuch der Obstkunde. Band 3. Jena, Deutschland; Fridrich Mauke. Nr. 36
Lucas, E. (1858): Abbildungen Würtembergischer Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. S. 145
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 363
Dahl, C. G.: Pomologi (1943): 2. Teil Päron och Plommon Stockholm, Schweden; Albert Bonniers. 1943, S. 25
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-2754 Jens Meyer Dorfstraße 4
19217 Kuhlrade
Deutschland
meyer-kuhlrade@t-online.de

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gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

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