
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Reifezeit
Pflückreife: Anfang bis Mitte August ( Norddeutschland) Genussreife: sofort wird schnell mulsch. Leroy und Müller geben Mitte bis Ende Juli als Pflückreife an. In Süddeutschland wird die Reife also vermutlich deutlich früher liegen. Die Frucht muss unbedingt vor der völligen Baumreife gepflückt werden und 1-2 Tage liegen, dann wird sie vollschmelzend.
Herkunft
Die Sorte wurde von A. Leroy in Angers, Frankreich1854 aus Samen der Williams Christ gezogen und nach dem Sohn des Leiters der Handelsabteilung seiner Baumschule benannt.
Verbreitung
Hat sich in Deutschland nie stärker verbreitet, wird aktuell in Deutschland nur im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt erhalten.
Frucht
Klein, birnen- bis kreiselförmig auch länglich birnenförmig etwas variabel, oft etwas schief, Stielgrube schwach ausgebildet aber meist vorhanden, immer etwas schief, der Stiel wird durch einen Fleischwulst immer etwas zur Seite gedrängt. Kelchseits etwas abgeplattet mit flacher bis mitteltiefer ebener Grube, Kelchblätter am Grund verwachsen, meist umgeschlagen oder abgebrochen, nicht dünn und lang. Die Frucht steht. Schale grünlich zur Reife hellgelblich aufhellend, Deckfarbe wenn vorhanden verwaschen rotbraun. Achse leicht geöffnet, Kerne gut ausgebildet teilweise mit Nasenansatz 8:4. Das Fleisch wird schmelzend, süß, saftig mit leichter Säure ohne besonderes Aroma, für eine Frühbirne ausgezeichnet.
Baum
Wuchs mittelstark, anfangs auch stark, verzweigt sich nur mäßig. Blatt mittelgroß, länglich rund, Blattrand gesägt, Basis gerade., Blattrand hochgeschlagen. Kaum schorfanfällig. Blüte mittelspät bis spät, 7-8 Blüten pro Blütenstand.
Verwechsler
Giffards Butterbirne reift ein paar Tage früher, ist zum Stiel etwas mehr zugespitzt und hat keine Stielgrube außerdem meist eine kleine Rostkappe.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, wegen der frühen Reife und der kurzen Haltbarkeit aber schlecht zu verwerten. Die Sorte ist eher etwas für Liebhaber früher Birnensorten oder für den Hausgarten auf schwacher Unterlage.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome I - Poires. Angers, Frankreich. S.128
Lauche, W. (1883): Deutsche Pomologie. Birnen, 2. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 773
Burvenich, F.(1895): Poire Andre Desportes. Bullentins d’Arboriculture de Belgique.
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 18, Nr. 207
Kessler, H. (1948): Birnensorten der Schweiz. Bern, Schweiz; Verbandsdruckerei AG Bern. S. 13
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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