
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Regionalsorte
ja
Synonyme
Roter Sickinger, Sickinger Roter (Bosch 2006).
Reifezeit
Pflückreif im Oktober, Genussreif bis Januar.
Herkunft
Die Herkunft des Grasblümchen ist unbekannt. Möglicherweise handelt es sich um eine Lokalsorte der Sickinger Höhe, einem Landstrich im südwestlichen Rheinland-Pfalz zwischen Zweibrücken und Landstuhl. Soll von dem pfälzischen Pomologen Dochnahl bereits 1864 für Glan-Münchweiler (ca. 10 km nördlich der Sickinger Höhe) erwähnt worden sein (Bosch et al. 2006).
Verbreitung
Wurde im Rahmen einer Obstsortenkartierung im Saarland und in der Westpfalz von Bosch (2006) auf der Sickinger Höhe sowie in angrenzenden Gebieten mit gut 10 Bäumen erfasst. Der Gesamtbestand wird auf einige zehn Bäume gschätzt (Bosch et al. 2006).
Das Grasblümchen wurde 2006 vom Arbeitskreis Historische Obstsorten der Pfalz zum Pfälzer Obstbaum des Jahres gekürt. Das hat ihren Bekanntheitsgrad erhöht und dürfte zu Neupflanzungen der Sorte auch über die Sickinger Höhe hinaus beigetragen haben.
Das Grasblümchen wurde 2006 vom Arbeitskreis Historische Obstsorten der Pfalz zum Pfälzer Obstbaum des Jahres gekürt. Das hat ihren Bekanntheitsgrad erhöht und dürfte zu Neupflanzungen der Sorte auch über die Sickinger Höhe hinaus beigetragen haben.
Frucht
Die Früchte des Grasblümchen sind mittelgroß und flachkugelig bis stumpf kegelförmig, in der Draufsicht rundkantig.
Die Grundfarbe ist ein trübes Gelb, welches weitgehend unter einer trübroten Deckfarbe verschwindet. In der Deckfarbe finden sich dunkler rote, abgesetzte Streifen. Die Schalenpunkte sind fein, meist verkorkt und etwas erhaben.
Die Schale ist glatt und trocken.
Die Kelchgrube ist tief, meist mittelweit, schüsselförmig, leicht gerippt und nur wenig berostet. Der Kelch ist halboffen, die Kelchblätter schmal und mittellang, aufgerichtet, krönchenförmig.
Die Stielgrube ist meist eng und tief. Sie ist feinstrahlig zimt- bis olivfarben berostet. Der Rost ist zum Stiel hin grobschuppig. Der Stiel ist mittellang und ragt meistens aus der Stielgrube heraus und ist am Ende etwas verdickt.
Die Kelchhöhle ist schmal dreieckig und am Boden etwas verbreitert. Das Kernhaus ist mittig und hat eine offene Achsenhöhle. Die Kernwände sind rucksackförmig und leicht gerissen. Die Kerne breitrund und mit 9:5-6 mm recht groß und breit. Sie sind sehr markant weiß gestrichelt.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig und mäßig saftig. Der Geschmack ist süßlich und säurearm und erinnert an die Sorte 'Florina'.
Besondere Merkmale:
- Schalenpunkte hell und fein, fühlbar,
- Kelchgrube schüsselförmig,
- Kelchblätter aufreccht, krönchenförmig,
- Stielgrube eng und tief,
- Kerne markant weiß gestrichelt,
- Fruchtfleisch süßlich, ähnlich 'Florina'.
Die Grundfarbe ist ein trübes Gelb, welches weitgehend unter einer trübroten Deckfarbe verschwindet. In der Deckfarbe finden sich dunkler rote, abgesetzte Streifen. Die Schalenpunkte sind fein, meist verkorkt und etwas erhaben.
Die Schale ist glatt und trocken.
Die Kelchgrube ist tief, meist mittelweit, schüsselförmig, leicht gerippt und nur wenig berostet. Der Kelch ist halboffen, die Kelchblätter schmal und mittellang, aufgerichtet, krönchenförmig.
Die Stielgrube ist meist eng und tief. Sie ist feinstrahlig zimt- bis olivfarben berostet. Der Rost ist zum Stiel hin grobschuppig. Der Stiel ist mittellang und ragt meistens aus der Stielgrube heraus und ist am Ende etwas verdickt.
Die Kelchhöhle ist schmal dreieckig und am Boden etwas verbreitert. Das Kernhaus ist mittig und hat eine offene Achsenhöhle. Die Kernwände sind rucksackförmig und leicht gerissen. Die Kerne breitrund und mit 9:5-6 mm recht groß und breit. Sie sind sehr markant weiß gestrichelt.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig und mäßig saftig. Der Geschmack ist süßlich und säurearm und erinnert an die Sorte 'Florina'.
Besondere Merkmale:
- Schalenpunkte hell und fein, fühlbar,
- Kelchgrube schüsselförmig,
- Kelchblätter aufreccht, krönchenförmig,
- Stielgrube eng und tief,
- Kerne markant weiß gestrichelt,
- Fruchtfleisch süßlich, ähnlich 'Florina'.
Baum
Über Baumeigenschaften liegen dem Autor leider keine Informationen vor. Dies soll nach Möglichkeit in der kommenden Saison ergänzt werden.
Anbaueignung
Das Grasblümchen gilt als robuster Tafel- und Wirtschaftsapfel. Die traditionelle Hochstammsorte ist gering anfällig für Krankheiten und Schädlinge (Bosch 2006).
Fruchtfotos
Literatur
Bosch, H.-T. (2006): Rambur, Renette, Rotbirn. Eine Bestandsaufnahme der Apfel- und Birnensorten im Saarland und der Westpfalz. Hrsg.: Verband der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz e. V. Broschüre, 66 Seiten.
Bosch, H. T., Hünerfauth, K. & Roth, H. (2006): Apfelsorte "Grasblümchen" - Pfälzer Obstbaum des Jahres 2006. Infoblatt, 1 Seite.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Alancri Stiftung
Alancri Stiftung