
Gefährungsgrad
Standardsorte
Regionalsorte
ja
Synonyme
Moselaner Trankbirne, Moseltrankbirne, Pleinerbirne.
Reifezeit
Ende September bis Mitte Oktober.
Herkunft
Die genaue Herkunft der Pleiner Mostbirne ist nicht bekannt. Benannt wurde sie nach dem Ort Plein bei Wittlich.
Verbreitung
Ähnlich der Sievenicher Mostbirne hat die Pleiner Mostbirne ihren Verbreitungsschwerpunkt in der Region Trier sowie im Saarland und in Luxemburg. Im westlichen Saarland ist sie nach Bosch (2006) als zweithäufigste Birnensorte erfasst worden. Auch in der Region Trier sowie in Luxemburg gehört sie zu den drei häufigsten Birnensorten.
Darüber hinaus kommt sie wohl nur vereinzelt vor. Das mag auch daran liegen, dass sie im Gegensatz zur Sievenicher Mostbirne in keiner überregionalen Pomologie des 20. Jahrhunderts beschrieben wurde.
Noch im Jahr 1949 wurde die Pleiner Mostbirne als eine von vier Mostbirnensorten für den Anbau im Regierungsbezirk Koblenz durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Hessen-Nassau empfohlen.
Darüber hinaus kommt sie wohl nur vereinzelt vor. Das mag auch daran liegen, dass sie im Gegensatz zur Sievenicher Mostbirne in keiner überregionalen Pomologie des 20. Jahrhunderts beschrieben wurde.
Noch im Jahr 1949 wurde die Pleiner Mostbirne als eine von vier Mostbirnensorten für den Anbau im Regierungsbezirk Koblenz durch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Hessen-Nassau empfohlen.
Frucht
Mit einem Fruchtgewicht zwischen meist 60 und 110 Gramm ist die Pleiner Mostbirne als mittelgroß einzustufen. Die meist hochkegelförmigen Früchte sind zum Stiel hin nur wenig einziehend. Oft sind sie etwas ungleichhälftig.
Die trübgrüne Grundfarbe hellt sich in der Reife in ein freundliches Zitronengelb. Gut besonnte Stellen der Frucht färben sich leicht verwaschen orange, ansonsten fehlt eine Deckfarbe. Vereinzelt finden sich Rostfiguren auf der Frucht. Die Schalenpunkte sind braun und zahlreich, insgesamt sehr auffällig.
Die Schale ist glatt. Die Frucht ist in der Reife sehr weich und wenig druckfest.
Die Kelchgrube ist mittelweit und eher flach, ohne ausgeprägte Kanten oder Höcker. Oftmals ist die Kelchgrube durch eine Rostkappe flächig berostet. Die Kelchblätter im meist halboffenen Kelch sind mittellang und mittelbreit, oft an der Basis hornartig verdickt.
Eine Stielgrube existiert nicht. Auch der Bereich um den Stiel ist oftmals flächig berostet. Der Stiel ist durch einen Fleischwulst oft seitlich verdrückt. In der Reife wird die Frucht im Stielbereich schnell rissig und welk. Das führt dazu, dass sich dieser Bereich durch Schalenpilze schwärzlich verfärbt und die Frucht dadurch einen ,,dreckigen Hals" bekommt. Der Stiel ist mit einer Länge von Durchschnittlich 30 bis 40 mm im Verhältnis zur Fruchthöhe als mittellang einzustufen. Er ist, vor allem zur Frucht hin, überwiegend grün.
Die Kelchhöhle ist mittelgroß. Das Kernhaus ist in etwa mittig verortet. Die Achsenhöhle ist leicht geöffnet. Kerne mäßig zahlreich, leicht unförmig und in der Form etwas streuend, mit seitlicher stumpfer Nase auf der Kuppe.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Grundfarbige, hochgebaute Sorte mit überwiegend mittellangen Stielen.
- Früchte meist mittelgroß, selten groß und mit mittlerer (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Schalenpunkte markant, gleichmäßig über die Frucht verteilt.
- Kelchgrube meist mit Rostkappe.
- Stielbereich mit schmutzig-brauner Rostkappe (,,dreckiger Hals").
- Kerne klein, in der Form etwas streuend.
Die trübgrüne Grundfarbe hellt sich in der Reife in ein freundliches Zitronengelb. Gut besonnte Stellen der Frucht färben sich leicht verwaschen orange, ansonsten fehlt eine Deckfarbe. Vereinzelt finden sich Rostfiguren auf der Frucht. Die Schalenpunkte sind braun und zahlreich, insgesamt sehr auffällig.
Die Schale ist glatt. Die Frucht ist in der Reife sehr weich und wenig druckfest.
Die Kelchgrube ist mittelweit und eher flach, ohne ausgeprägte Kanten oder Höcker. Oftmals ist die Kelchgrube durch eine Rostkappe flächig berostet. Die Kelchblätter im meist halboffenen Kelch sind mittellang und mittelbreit, oft an der Basis hornartig verdickt.
Eine Stielgrube existiert nicht. Auch der Bereich um den Stiel ist oftmals flächig berostet. Der Stiel ist durch einen Fleischwulst oft seitlich verdrückt. In der Reife wird die Frucht im Stielbereich schnell rissig und welk. Das führt dazu, dass sich dieser Bereich durch Schalenpilze schwärzlich verfärbt und die Frucht dadurch einen ,,dreckigen Hals" bekommt. Der Stiel ist mit einer Länge von Durchschnittlich 30 bis 40 mm im Verhältnis zur Fruchthöhe als mittellang einzustufen. Er ist, vor allem zur Frucht hin, überwiegend grün.
Die Kelchhöhle ist mittelgroß. Das Kernhaus ist in etwa mittig verortet. Die Achsenhöhle ist leicht geöffnet. Kerne mäßig zahlreich, leicht unförmig und in der Form etwas streuend, mit seitlicher stumpfer Nase auf der Kuppe.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Grundfarbige, hochgebaute Sorte mit überwiegend mittellangen Stielen.
- Früchte meist mittelgroß, selten groß und mit mittlerer (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Schalenpunkte markant, gleichmäßig über die Frucht verteilt.
- Kelchgrube meist mit Rostkappe.
- Stielbereich mit schmutzig-brauner Rostkappe (,,dreckiger Hals").
- Kerne klein, in der Form etwas streuend.
Verwechsler
Aufgrund ihrer prägnaten Merkmale kaum mit einer anderen Mostbirnensorte zu verwechseln.
Anbaueignung
Die Pleiner Mostbirne ist eine Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau.
Fruchtfotos
Literatur
Aendekerk, R., Bannier, H.-J., Bauer, D., Bosch, H.-T., Dahlem, R. & Thiel, M. (2016): Äpfel und Birnen aus Luxemburg. Luxemburg, Verlag editions revue s. a., 2. Auflage, 224 Seiten.
Bosch, H.-T. (2006): Rambur, Renette, Rotbirn. Eine Bestandsaufnahme der Apfel- und Birnensorten im Saarland und der Westpfalz. Hrsg.: Verband der Gartenbauvereine Saarland-Pfalz e. V. Broschüre, 66 Seiten.
Dahlem, R. (2014): Einteilung von Mostbirnen in Verwechslergruppen. Oder: Wie gewinne ich den Überblick in einer vielfältigen Sortengruppe. Unveröffentlichtes Manuskript, 8 Seiten.
Giershausen, E. (1949): Obstsorten-Verzeichnis mit Anleitung zum wirtschaftlichen Obstbau. Hrsg.: Landwirtschaftskammer Rheinland-Hessen-Nassau., Abt. Gartenbau. Koblenz, 54 Seiten.
Mertz, J. P. & Tonnar, J. (1933): Unsere anbauwürdigsten Obstsorten. Luxemburg, Druck Fr. Bourg-Bourger, 140 Seiten.