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Madame Verte

Verfasst von Jens Meyer am 21 Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Madame Verte
Gefährungsgrad
Standardsorte
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife November bis Ende Dezember.
Herkunft
Es handelt sich um eine belgische Sorte, die wahrscheinlich von Van Mons Anfang des 19. Jahrhunderts gezogen wurde. Die Sorte wurde dann von einem Herrn Kevers unter dem Namen Madame Verte, nach seiner Schwester benannt, verbreitet.
Verbreitung
Neben der Gräfin von Paris und der Nordhäuser Winterforelle ist Madame Verte die Winterstandardsorte und ist noch relativ weit verbreitet, sie findet sich sowohl im Streuobst als auch in Hausgärten, sie ist auch noch in Baumschulen erhältlich.
Frucht
Klein bis mittelgroß, kurz birnen- bis kreiselförmig. Meist mit deutlicher mitteltiefer Stielgrube, Stiel in der Regel kurz, kräftig bis dick auch fleischig. Kelchgrube flach, nur wenig abgeplattet, mittelweit, mit deutlichem Ringrost um den Kelch, dieser ist offen, Blätter kurz, hornartig, meist steht die Frucht nicht.
Schale rau, die Frucht ist meist komplett dunkelbraun berostet, typisch sind die als Rostpunkte erscheinenden Lentizellen. Grundfarbe ist in der Regel keine zu sehen, manchmal schimmert unter der Berostung eine Ahnung von rötlicher Deckfarbe durch.
Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet 9 : 4,5 meist mit deutlicher Nase.
Das Fleisch wird auf dem Lager vollschmelzend, süß und würzig, eine gute Tafelbirne.
Baum
Wuchs schwach bis mittelstark, alte Bäume werden nicht besonders groß. Blatt schmal länglich, Basis spitz, Blattrand leicht gesägt. Wenig anfällig für Schorf, etwas für Birnengitterrost, nicht für Sonnenbrand, stärker für Weißfleckenkrankheit. Blüte spät, 8 Blüten pro Blütenstand, die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Kann aufgrund der Berostung, der Reifezeit und der sehr auffälligen Lentizellen kaum verwechselt werden.
Anbaueignung
Für Streuobst gerade noch geeignet, ebenfalls für den Hausgarten, wird im Gegensatz zur Gräfin von Paris auch auf kühleren Standorten mit schweren Boden zuverlässig reif.
Fruchtfotos
Madame Verte
Madame Verte
Madame Verte
Madame Verte
Madame Verte
Triebe
Madame Verte
Laub
Madame Verte
Literatur
de Jonghe (1869): Madame Verte (Kevers). Illustrierte Monatshefte für Obst- und Weinbau.. Ravensburg, Deutschland; Eugen Ulmer. (15)
Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr.754
Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr.754
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 3, Nr. 33
Krümmel, H.; W. Groh; G. Friedrich (1956-1964): Deutsche Obstsorten. Birnen. Berlin, Deutschland; Deutscher Landwirtschaftsverlag.
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 144
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende der Stiftung Streuobst aus Leidenschaft

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Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

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