Direkt zum Inhalt
Startseite
Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Hauptnavigation

  • Erhalternetzwerk
    • Aufgaben und Ziele
      • Prioritäten der Sortenerhaltung
      • Sortenechtheit
    • Bedeutung der Vielfalt
    • Ausgangssituation
    • Organisationsstruktur
    • Pomologische Kommission
    • Planungen
  • Sortenbörse
    • Abgabebedingungen
    • Edelreiser
      • Äpfel
      • Birnen
      • Süßkirschen
  • Erhalter-Sammlungen
    • Erhalter
  • Sortenportraits
    • Apfel
    • Apfel
    • Birne
    • Süßkirsche
    • Suchliste verschollene Sorten
    • Apfel
  • Mitmachen
    • Was wir anbieten
    • Was wir erwarten
    • Mustervertrag
  • Suche
  • Kontakt
    • Koordinatoren

Kanadarenette

Verfasst von Jens Meyer am 21 Januar 2025. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Kanadarenette
Gefährungsgrad
gefährdet
Regionalsorte
nein
Synonyme
Pariser Rambur Renette, Reinette du Canada, Reinette von Canada
Reifezeit
Dezember bis März.
Herkunft
Wahrscheinlich stammt die Sorte aus Frankreich, sicher ist das aber nicht. Andre Leroy hat sich sehr umfangreich mit der Historie der Sorte befasst. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es nicht möglich ist, eine sichere Aussage über ihre Herkunft zu treffen. Er gibt an, dass von verschiedenen Autoren vermutet wurde, dass die Sorte eventuell in der Normandie entstand und mit Auswanderern nach Amerika kam, um dann später als Reinette du Canada nach Frankreich zurückzukehren. Den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte konnte er nicht überprüfen. 1771 erscheint ihr Name dann unter der Bezeichnung Reinette Monstreuse du Canada in einem Baumschulkatalog von Andrieux in Frankreich. In Deutschland wird sie erstmals von Diel unter dem Namen Pariser Rambur Renette beschrieben. Im ,,Illustrirten Handbuch der Obstkunde" von 1859 heißt die Sorte auch noch Pariser Rambur Reinette. Oberdieck weist dann in seinen Zusätzen nach, dass die Pariser Rambur Reinette und die Reinette du Canada identisch sind.
Verbreitung
Die Sorte war im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland als Standardsorte weit verbreitet, auch heute findet sich die Sorte noch in Altbäumen und in Sammlungen.
Frucht
Flachkegelförmig bis kegelförmig, unregelmäßig kantig, manchmal auch oval. Stielgrube mitteltief, mittelweit, strahlig berostet, Stiel kurz, oft knopfig. Kelchgrube mitteltief und mittelweit, Kelch geschlossen. Kelchgrube mit feinem Ringrost. Färbung gelblich, Deckfarbe manchmal orangerot, Lentizellen als Roststerne auffällig. Netzartige Berostung kommt vor. Achsenhöhle leicht geöffnet, Kammern ohren- oder bogenförmig. Kerne schmal, 9,5 : 4,5 mm, meist schlecht ausgebildet. Das weißliche Fleisch ist vorwiegend süß mit feinem Aroma, in geeigneten Lagen soll die Frucht edelaromatisch werden.
Baum
Der starkwüchsige Baum wächst meistens breitkugelig.
Verwechsler
Fürst Blücher reift früher und ist weißlich.
Anbaueignung
Wegen des starken Wuchses gut für Streuobst geeignet, weniger für Hausgärten. Eine gewisse Schorfanfälligkeit sollte bei der Wahl des Standortes berücksichtigt werden. Nach ,,Deutschlands Obstsorten" benötigt der Baum einen guten Boden und ausreichend Wärme, um seine Geschmacksqualitäten voll hervorzubringen.
Fruchtfotos
Kanadarenette
Kanadarenette
Kanadarenette
Kanadarenette
Kanadarenette
Triebe
Kanadarenette
Literatur
Diel, A. F. A. (1809): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Heft 18 (Äpfel 10). Frankfurt a. M., Deutschland; Andreäische Buchhandlung. S. 86
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1859): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 1. Äpfel. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 44
Oberdieck, J. G. C. (1868): Zusätze und Berichtigungen zu Band I und IV des Illustr. Handbuchs der Obstkunde. Ravensburg, Deutschland; Eugen Ulmer.S. 160
Leroy, A. (1873): Dictionnaire de Pomologie. Tome IV - Pommes. Paris, Frankreich. S. 637
Müller, J.; Bißmann, O.; Poenicke, W.; Schindler, O.; Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 1, Nr.5
Petzold, H. (1982): Apfelsorten. 2. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 138
Meyer, J.; Bade, J.; Schuricht, W. (2020): Geisenheimer historische Farbzeichnungen alter Apfelsorten. Hamburg. Deutschland. S. 66
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Oberlausitzstiftung

Reiserabgabe

Derzeit existieren leider keine Einträge für die Abgabe von Edelreisern in dieser Kategorie.

Gut zu wissen

  • Glossar
  • Autoren, Urheberrecht
  • Spende
  • Förderung Heidehof Stiftung

Neue Sorten

  • Graue Hühnerbirne
  • Trockener Martin
  • Paulsbirne
  • Monchallard
  • Neue Fulvie
  • Sommermuskateller
  • Pitmaston
  • Beurre van den Ham
  • Hessel
  • Pfirsichbirne
  • Certeau d`Automne
  • Madame Bonnefond
  • General Totleben
  • Forellenbirne
  • Pias Butterbirne

Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

Das Angebot des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt ist ein Projekt des Pomologen-Verein e. V..

Bundesgeschäftsstelle
Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg
Telefon (040) 46 06 37 55, Telefax (040) 46 06 39 93
Impressum & Datenschutz

Benutzermenü

  • Anmelden