Josephine von Mecheln

Verfasst von Jens Meyer im Dezember 2018. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos beim Autor.
gefährdet
Josephine de Malines
Dezember ( In warmen Lagen und Jahren) sonst Januar- Februar
Die Sorte wurde von Major Esperen 1829 oder 1830 in Mecheln aus Samen gezogen, die Eltern sind unbekannt, er benannte Sie zu Ehren seiner Frau.
Verbreitete sich nach der Zucht recht schnell, in Deutschland wird sie das erste mal 1856 von Dochnahl erwähnt. Eine erste richtige Beschreibung auf Deutsch erscheint 1866 im Illustrirten Handbuch für Obstkunde. Um die Jahrhundertwende 1900 wird die Verwendung im Erwerbsobstbau sowohl im Praktischen Ratgeber für Obst und Gartenbau als auch im Erfurter Führer für Obst und Gartenbau heiß diskutiert. Heute kommt die Sorte nur noch sehr vereinzelt in der Landschaft vor und Teilweise in Hausgärten und Sammlungen.
Klein bis Mittelgroß, Kreiselförmig steht gut. Mit typischer Rostkappe, Stiel kräftig in deutlicher Stielgrube oft etwas schief stehend, dann eine Fruchtseite etwas höher. Zum Stiel hin nur schwach oder gar nicht eingezogen. Kelchgrube flach bis mitteltief, mittelweit meist etwas berostet. Kelch offen, Blätter Sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen. Schale ohne Deckfarbe ( laut Petzold soll auch Gelegentlich schwach orange gehauchte DF vorkommen) Färbung gelblich-grün teilweise mit Netz- oder Figurenartiger Berostung. Kammern breit abstehend, Achse leicht geöffnet, Kerne gut ausgebildet mit deutlicher Nase 10-5, schwarzbraun. Fleisch mit leichtem Lachston, wird vollschmelzend, süß mit leichter Säure, sehr saftig leicht aromatisch. Hält sich auf dem Lager etwas.
Schwach bis mittelstark wachsend, blüht typisch an Fruchtruten am Ende daher nicht für eine Spaliererziehung geeignet.
Esperens Herrenbirne: Reift deutlich früher ( Anfang September), sehr süß, Stiel knospig, Kern 8:4
Für Liebhaber von Winterbirnen und Selbstversorger, bei guter Pflege auch für Streuobst, bedingt durch den schwächeren Wuchs auch für den Hausgarten.

Josephine von Mecheln

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