
Synonyme
Beurre Rance
Reifezeit
Pflückreife Ende Oktober, Genussreife von November bis März. Haltbarkeit je nach Jahr: 2017 färbten sich die Früchte Anfang Februar schön gelb und schmeckten nicht schlecht, aber im sehr warmen Jahr 2018 waren sie Mitte November durch.
Herkunft
Die genaue Herkunft ist unklar, es gibt verschiedene Theorien:
1. Sie soll von Abt Nicolas Hardenpont in Mons (Belgien) gezogen worden sein und erste Früchte soll es 1758 gegeben haben.
2. Sie wurde im Ort Rance bei Mons gefunden und soll lediglich von Abt Hardenpont verbreitet worden sein.
3. Leroy vermutet, dass es sich um eine wesentlich ältere französische Sorte handelt, die schon von Merlet und Le Lectier kurz beschrieben wurde. Ihr Name soll Gastelier gewesen sein.
1. Sie soll von Abt Nicolas Hardenpont in Mons (Belgien) gezogen worden sein und erste Früchte soll es 1758 gegeben haben.
2. Sie wurde im Ort Rance bei Mons gefunden und soll lediglich von Abt Hardenpont verbreitet worden sein.
3. Leroy vermutet, dass es sich um eine wesentlich ältere französische Sorte handelt, die schon von Merlet und Le Lectier kurz beschrieben wurde. Ihr Name soll Gastelier gewesen sein.
Verbreitung
Im frühen 19. Jahrhundert erscheint die Sorte in vielen Pomologien. Bereits zum Ende des Jahrhunderts wird sie ganz offensichtlich von besseren Sorten verdrängt. Sie hat sich aber in Sammlungen in England erhalten und wird heute auch im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt gelistet.
Frucht
Mittelgroß, kegel- bis birnenförmig, zum Stiel mehr oder weniger stark eingezogen, im Querschnitt etwas unrund bis leicht kantig. Stielseits stark abgeplattet, Stielgrube ganz flach bis fehlend. Der bis zu 40 mm lange Stiel ist an der Basis fleischig verdickt und geht so in die Frucht über, Stiel sonst holzig, gebogen. Kelchseits abgeplattet, die Frucht steht. Kelchgrube mittelweit, mitteltief mit leichten Wülsten. Kelch halboffen, Blätter schmal, kurz, am Grund getrennt, zur Mitte zusammenstehend. Grundfarbe grünlich, fast die gesamte Frucht ist von einem bräunlichen Rost überzogen, die Schale ist derb und fühlt sich rau an. Die Frucht wirkt schmutzig. Deckfarbe kommt nicht vor. Achse offen, Kerne schwarzbraun, 10 : 5 mm, mit Nase. Fleisch grobzellig, wird nicht schmelzend, süß mit einiger Säure, ohne besonderes Aroma. Im Januar durchaus gut als Tafelbirne essbar.
Baum
Starkwüchsig, regelmäßiger Träger, Blatt länglich, Basis spitz, Blattrand schwach gesägt. Sehr anfällig für Sonnenbrand und Blattverbräunung, ansonsten ziemlich unempfindlich. Blüte mittelspät bis spät, sechs Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist triploid.
Verwechsler
Calebasse a la Reine sieht ähnlich aus, reift aber Mitte September.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, ansonsten etwas für Sammler und Liebhaber.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr.76
Oberdieck, J. G. C. (1852): Anleitung zur Kenntniß und Anpflanzung des besten Obstes für das nördliche Deutschland nebst Beiträgen zur Pomologie überhaupt. Regensburg, Deutschland; Joseph Manz. S. 297
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome I - Poires. Angers, Frankreich. S. 415
Bivort, A. (1847): Album de Pomologie. Band 2 Brüssel. 1847, S. ohne Seitenzahlen 37
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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