
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Blanke Diamantpeer, Bastard Bergamotte
Reifezeit
Pflückreife Anfang bis Mitte September, Genussreife Mitte September bis Anfang Oktober.
Herkunft
Wahrscheinlich handelt es sich um eine alte niederländische Sorte, deren Herkunft unbekannt ist. Sie wurde erstmals 1830 von van Noort beschrieben und in Deutschland erstmals von Doornkaat-Koolman beschrieben und empfohlen.
Verbreitung
Die Sorte wurde in der Dänischen Genbank erhalten. Inzwischen wurden auch einige Altbäume gefunden, ansonsten nur in Sammlungen des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt.
Frucht
Mittelgroß, regelmäßig kreiselförmig, im Querschnitt ziemlich rund. Zum Stiel nur selten eingezogen und etwas abgeplattet, mit deutlicher mitteltiefer bis tiefer Stielgrube. Stiel meist gerade bis leicht gekrümmt, am Ende etwas keulig verdickt, kräftig, 4 mm dick, 15-25 mm lang. Kelchseits abgeplattet, die Frucht steht gut. Kelchgrube mittelweit bis weit, mitteltief, etwas beulig, mit Rostklecks, der sich mehr oder weniger weit auf die Fruchtseiten ausdehnt, feiner Ringrost ist meist vorhanden. Kelch offen, Blätter meist fehlend oder sehr kurz. Schale je nach Berostung glatt bis feinrau, Grundfarbe grünlichgelb, keine Deckfarbe. Die Fruchtseiten werden fast immer von Rostnetzen bedeckt, diese können sich auch zu einer flächigen Berostung verdichten. Achse geschlossen, Kammern eng, ohne Nase, Kerne gut ausgebildet, 7 : 5 mm, ohne Nase. Fleisch halbschmelzend, süß mit feiner Säure, ohne besonderes Aroma, gute Tafelbirne.
Baum
Mittel- bis starkwüchsig, sehr gesund, kein Schorf. Leicht anfällig für Birnenpockenmilbe und Weißfleckenkrankheit. Blatt mittelgroß, elliptisch, Basis gerade oder herzförmig, Blattrand leicht gesägt. Blüte mittelspät, 8 Blüten pro Blütenstand, die Sorte ist diploid. Sie trägt reichlich und regelmäßig.
Verwechsler
Bergamotte Fondante d`ete hat eine tiefe Kelchgrube, Kerne 8,5 : 5,5 mm, reift Ende September.
Rote Bergamotte ist deutlich flacher gebaut und reift später.
Rote Bergamotte ist deutlich flacher gebaut und reift später.
Anbaueignung
Die unempfindliche Sorte ist gut für Streuobst geeignet, als Tafelfrucht, auch für Saft und zum Dörren.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Van Noort, M. (1830): Pomologia Batava. Leyden, Niederlande, c. c. van der Hoek. S. 49
Ottolander, (1862): Beschrjiving Vruchtsoorten. Boskoop, Niederlande. Nr. 8
Berghuis, S. (1868): Niederländischer Obstgarten. Vol. 2. Birnen und Steinobst. . Groningen, Niederlande; J. B. Wolters. S. 12
Doornkaat-Koolman, J. (1870): Pomologische Notizen. 2. Aufl. Norden, Deutschland; F. Soltau. Nr. 58
Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1875): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 7. Stuttgart, Deutschland: Eugen Ulmer. Nr. 558
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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