
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Brownlees Russet
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife Dezember bis Februar.
Herkunft
Eine englische Sorte, die 1848 von William Brownlees in Hemel Hempstead in der Grafschaft Herefordshire gezogen wurde.
Verbreitung
Wurde in Deutschland erstmals von Engelbrecht 1889 beschrieben, hat sich aber nie weiter verbreitet. Es handelte sich wohl immer um eine reine Liebhabersorte.
Frucht
Mittelgroß, flachkugelig bis kugelig, im Querschnitt schwach kantig. Stielgrube mittelweit, flach bis mitteltief, häufig drückt ein Fleischwulst den Stiel zur Seite, Stiel dünn deutlich aus der Grube guckend.
Kelchgrube flach, weit, manchmal fast aufsitzend, fast eben. Kelch geschlossen, öfter von einem Ring aus Fleischperlen umgeben.
Die Frucht ist mehr oder weniger stark zimtfarbig berostet, sie kann auch komplett berostet sein. Typisch ist, dass vor allem um den Kelch herum fast immer Grundfarbe zu sehen ist. In den meisten Jahren reißt die Berostung ungleichmäßig, fleckig, netzartig auf. Eine trübe Deckfarbe kann vorkommen.
Kelchhöhle dreieckig mit typisch anschließender, dünner Röhre.
Achse geschlossen oder leicht geöffnet. Kammern ohrenförmig, leicht gerissen, Kerne meist gut ausgebildet, 9 : 5,5 mm.
Fleisch fest, säuerlich, würzig aromatisch, ein ausgezeichneter Tafelapfel.
Kelchgrube flach, weit, manchmal fast aufsitzend, fast eben. Kelch geschlossen, öfter von einem Ring aus Fleischperlen umgeben.
Die Frucht ist mehr oder weniger stark zimtfarbig berostet, sie kann auch komplett berostet sein. Typisch ist, dass vor allem um den Kelch herum fast immer Grundfarbe zu sehen ist. In den meisten Jahren reißt die Berostung ungleichmäßig, fleckig, netzartig auf. Eine trübe Deckfarbe kann vorkommen.
Kelchhöhle dreieckig mit typisch anschließender, dünner Röhre.
Achse geschlossen oder leicht geöffnet. Kammern ohrenförmig, leicht gerissen, Kerne meist gut ausgebildet, 9 : 5,5 mm.
Fleisch fest, säuerlich, würzig aromatisch, ein ausgezeichneter Tafelapfel.
Baum
Wuchs höchstens mittelstark, eine Veredelung beim Autor auf einem Mehrsortenbaum wächst nur sehr schwach. Erfahrungen zur Krankheitsanfälligkeit liegen nicht vor.
Verwechsler
Egremont Russet: bis Dezember haltbarer Herbstapfel, Kelchgrube mitteltief bis tief, Kelch meist offen, Kernhaus klein, keine Röhre.
Osnabrücker Renette: Höher gebaut, keine Röhre, Kernhaus offen, Kerne schlecht entwickelt.
Burchardts Renette: Ist nie so stark berostet, hat typischen Netzrost und meist auch deutliche Deckfarbe.
Die meisten anderen Grauen Renetten sind meist komplett berostet.
Osnabrücker Renette: Höher gebaut, keine Röhre, Kernhaus offen, Kerne schlecht entwickelt.
Burchardts Renette: Ist nie so stark berostet, hat typischen Netzrost und meist auch deutliche Deckfarbe.
Die meisten anderen Grauen Renetten sind meist komplett berostet.
Anbaueignung
Eine Sorte für Liebhaber des englischen Apfelgeschmacks, für Klein- und Hausgärten, eher nicht für Streuobst.
Fruchtfotos
Literatur
Bull, H. G.; Hogg, R. (Hrsg.) (1876-1885): The Herefordshire Pomona. London, Großbritannien; Jakeman and Carver. Tafel 54
Engelbrecht, Th. (1889): Deutschlands Apfelsorten. Braunschweig, Deutschland; F. Vieweg und Sohn. Nr. 565
Koloc, R. (1965): Wir zeigen weitere Apfelsorten. 2. Auflage, Leipzig, Deutschland; Neumann.
Taylor, H. V. (1948): The Apples Of England. Third Edition. London, Großbritannien; Crosby Lockwood & Son LTD. S. 86
Bultitude, J.(1983): Apples A Guide To The Identification Of International Varrieties. Seattle, USA; University of Washington Press. S 106
Sanders, R. (2012): Das Apfelbuch. Bielefeld, Deutschland; Delius Klasing. S. 133
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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