
Regionalsorte
nein
Synonyme
Doberaner Borsdorfer, Doberaner Borsdorfer Renette
Reifezeit
Pflückreife: Mitte Oktober, Genussreife November bis Januar.
Herkunft
Wahrscheinlich ein Zufallssämling, der in der Nähe von Bad Doberan/ Mecklenburg gefunden wurde. In der Erstbeschreibung gibt C. Bonstedt, Obergärtner im Botanischen Garten Rostock folgendes an: Der ca. 100 jährige Altbaum stand 1898 noch und die Sorte wurde durch den Baumschulbesitzer Finck Bad Doberan verbreitet, den Namen hatte Ökonomierat Späth von der Baumschule Späth in Berlin vorgeschlagen.
Verbreitung
Die Sorte erlebte einen kurzen Hype und wurde in den Gartenbauzeitschriften gelobt, erscheint aber in keiner deutschen Pomologie, lediglich in Tschechien wird sie kurz beschrieben. Erstaunlicherweise hat sich die Sorte trotzdem erhalten und findet sich heute noch zu mindestens in Norddeutschland in einzelnen Bäumen.
Frucht
Klein bis mittelgroß, kugelig, beidseitig abgeplattet, schwach kantig.
Stielgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit, Stiel meist kurz, 10 mm auch knopfig. Stielgrube mit deutlichem Rostklecks, dieser ist in der Grube oft ringförmig oder schuppig ausgebildet.
Kelchgrube flach, weit, meist mit schwacher ringförmiger Berostung.. Kelch groß, offen oder halboffen, Blätter grünlich am Grund getrennt.
Grundfarbe hellgelblich, Deckfarbe bis 3/4 rot, wie lackiert, glänzend, flächig nicht streifig, Lentizellen groß in Deckfarbe sehr auffällig hellgrau, oft auch fühlbar, eine netzartige Berostung kann auch vorkommen. Die Frucht welkt leicht.
Kelchhöhle kurz trichterförmig, Achse leicht geöffnet, Fächer bogenförmig kaum gerissen, Kerne gut ausgebildet 8 : 5 mm.
Fleisch weißlich, etwas trocken, würzig, wohlschmeckend. In einer Untersuchung des Zuckergehalts in Gülzow Mecklenburg stand die Sorte an der Spitze (Höhne).
Stielgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit, Stiel meist kurz, 10 mm auch knopfig. Stielgrube mit deutlichem Rostklecks, dieser ist in der Grube oft ringförmig oder schuppig ausgebildet.
Kelchgrube flach, weit, meist mit schwacher ringförmiger Berostung.. Kelch groß, offen oder halboffen, Blätter grünlich am Grund getrennt.
Grundfarbe hellgelblich, Deckfarbe bis 3/4 rot, wie lackiert, glänzend, flächig nicht streifig, Lentizellen groß in Deckfarbe sehr auffällig hellgrau, oft auch fühlbar, eine netzartige Berostung kann auch vorkommen. Die Frucht welkt leicht.
Kelchhöhle kurz trichterförmig, Achse leicht geöffnet, Fächer bogenförmig kaum gerissen, Kerne gut ausgebildet 8 : 5 mm.
Fleisch weißlich, etwas trocken, würzig, wohlschmeckend. In einer Untersuchung des Zuckergehalts in Gülzow Mecklenburg stand die Sorte an der Spitze (Höhne).
Baum
Wuchs mittelstark, wenig schorfempfindlich, vom Verbreiter dem Baumschuler Finck als Massenträger hervorgehoben, was vom Autor keineswegs bestätigt werden kann, im Versuch in Gülzow waren die Erträge ebenfalls niedrig (Höhne).
Verwechsler
Aufgrund der Färbung und der Lentizellen kaum mit anderen Sorten zu verwechseln.
Anbaueignung
Streuobsttauglich. Sollte Aufgrund des frühen Welkens der Früchte bis zum neuen Jahr verbraucht werden.
Fruchtfotos
Literatur
Bonstedt, C. (1898): Doberaner Borsdorfer Renette in Die Gartenwelt Hrsg. Max Hesdörffer. II Seite 265
Finck, H.(1899): Doberaner Borsdorfer Reinette. Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 44 S. 190
Mertens, R. (1900): Doberaner Borsdorfer Reinette. Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 45 S. 5
Vanek, J. (1945): Lidova pomologie. Dil VII: Jablka. Chrudim, Tschechien. Nr. 17
"Höhne, F. (2012): Heutiger Wert alter Apfelsorten – erste Ergebnisse einer Sortensichtung in Gülzow. In Öko Obstbau 2/2012"
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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