
Gefährungsgrad
Standardsorte
Regionalsorte
nein
Synonyme
Neuer Berner Rosenapfel, Pomme Rose de Berne
Reifezeit
Mitte bis Ende September erntereif, dann bis Dezember lager- und genussfähig.
Herkunft
Als Zufallssämling in der Schweiz von F. Baumann im Wald gefunden. Der erste Ertrag setzte 1888 ein.
Verbreitung
Wie einige andere Sorten, die heute noch in Baumschulen gehandelt werden, zählt der Berner Rosenapfel zu den verbreiteten Sorten, wenn auch nicht ganz häufig. In Sammlungen wird er auch erhalten.
Frucht
Mittelgroße walzenförmige Frucht, die zu beiden Seiten gleich verjüngt ist und abgeplattet endet, mittelbauchig, im Querschnitt fünfkantig.
Die Stielgrube ist nur mitteltief und hat oft auch einen Fleischwulst, der dann den Stiel verdrückt, mit hellgelbbraunem Rostklecks, der bis in die Frucht läuft, aber selten auf ganzer Fläche. Der Stiel ist bis 2 cm lang, 2 mm dick, gelbbraun, auch rötlich, sehr variabel.
Die Kelchgrube ist mitteltief und mittelweit, mit schwachen Restrippen und auch mal Falten dazwischen, ohne Berostung. Der Kelch ist geschlossen, hochstehend, lang, dünnblätterig.
Die Schale hellt von grün nach weißlichgelb auf, wenn Grundfarbe überhaupt sichtbar ist, sonst ganz von einem dunkelrotem Hauch überzogen, der durch die starke Bereifung auch bläulich wirkt. Die Lentizellen sind sehr auffällig, da etwas in die Schale eingesenkt, wodurch die Bereifung als grauweiße Punkte auf den Lentizellen sichtbar bleibt.
Die Kelchhöhle ist dreieckig.
Das Kernhaus geschlossen, mit ohren- bis bogenförmigen Wänden, die gut entwickelte kastanienbraune Samen enthalten, mit 7 : 3,5 mm relativ klein.
Das Fruchtfleisch ist weißlichgelb, süßsäuerlich, ohne ausgeprägtes Aroma.
Die Stielgrube ist nur mitteltief und hat oft auch einen Fleischwulst, der dann den Stiel verdrückt, mit hellgelbbraunem Rostklecks, der bis in die Frucht läuft, aber selten auf ganzer Fläche. Der Stiel ist bis 2 cm lang, 2 mm dick, gelbbraun, auch rötlich, sehr variabel.
Die Kelchgrube ist mitteltief und mittelweit, mit schwachen Restrippen und auch mal Falten dazwischen, ohne Berostung. Der Kelch ist geschlossen, hochstehend, lang, dünnblätterig.
Die Schale hellt von grün nach weißlichgelb auf, wenn Grundfarbe überhaupt sichtbar ist, sonst ganz von einem dunkelrotem Hauch überzogen, der durch die starke Bereifung auch bläulich wirkt. Die Lentizellen sind sehr auffällig, da etwas in die Schale eingesenkt, wodurch die Bereifung als grauweiße Punkte auf den Lentizellen sichtbar bleibt.
Die Kelchhöhle ist dreieckig.
Das Kernhaus geschlossen, mit ohren- bis bogenförmigen Wänden, die gut entwickelte kastanienbraune Samen enthalten, mit 7 : 3,5 mm relativ klein.
Das Fruchtfleisch ist weißlichgelb, süßsäuerlich, ohne ausgeprägtes Aroma.
Baum
In der Jugend wächst der Baum stark, erschöpft sich im Älter aber durch den hohen und jährlichen Ertrag. Regelmäßige Schnittintervalle halten den Baum länger vital, wie auch mögliche Fruchtausdünnung.
Verwechsler
Himbeerapfel aus Holowaus kann sehr ähnlich sein, da beide Sorten gerne mal eine fleischige Verdickung in der Stielgrube haben und die dunkelrote Farbe. Wie auch bei den noch folgenden Verwechslersorten fehlen aber die eingesenkten Lentizellen.
Ähnlich können sein: Spartan und Idared, die beide etwas kugeliger in der Form sind, auch sind sie länger lagerfähig, zudem hat Idared eine lange Kelchröhre.
Ähnlich können sein: Spartan und Idared, die beide etwas kugeliger in der Form sind, auch sind sie länger lagerfähig, zudem hat Idared eine lange Kelchröhre.
Anbaueignung
Für den Hausgarten wie die Streuobstwiese empfehlenswerter, optisch und geschmacklich ansprechender Tafelapfel. Für geschlossene Lagen wegen etwas Schorfempfindlichkeit nur begrenzt geeignet.
Fruchtfotos
Literatur
Zschocke, Th. (1925): Schweizerisches Obstbilderwerk. Wädenswil, Schweiz. Lieferung 6 , Nr. 8
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 9
Kessler, H. (1947): Apfelsorten der Schweiz. Bern, Schweiz; Verbandsdruckerei AG Bern. S. 90
Petzold, H. (1982): Apfelsorten. 2. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 76
Aeppli, A.;Gremminger, U.; Rapillard, Ch.; Röthlisberger, K. (1983): 100 Obstsorten. 1. Aufl. Zollikofen, Schweiz; LmZ S. 80
Näslund, G. K., Sandeberg, Ingrid af, (2009): Svenska äpplen. Sigtuna, Schweden; Kärnhuset. S. 56