
Gefährungsgrad
gefährdet
Reifezeit
Pflückreife Mitte bis Ende Oktober, Genussreife von November bis Februar.
Herkunft
Als erster hat Diel die Sorte beschrieben. Die Reiser kamen aus einem Ort namens Zülpig, in dem ein Frauenkloster mit Verbindungen nach Brabant stand. Spätere Autoren haben zum Teil daher vermutet, dass die Sorte aus den Niederlanden stammte, die Herkunft ist aber völlig unklar.
Verbreitung
Die Ananasrenette war vor allem im deutschsprachigen Raum weit verbreitet und gehörte bis ins 20. Jahrhundert zu den Standardsorten. Auch heute finden sich noch regelmäßig Altbäume.
Frucht
Kegel- bis hochkegelförmig, klein bis mittelgroß, ziemlich regelmäßig, im Querschnitt rund.
Stielgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit. Die Grube ist mit einem dünnen, feinen Rost bedeckt, der nur wenig zur Grundfarbe kontrastiert. Wenn dieser fehlt, erscheint sie in der Stielgrube grünlich.
Kelchseits deutlich abgeplattet, Kelchgrube sehr flach, weit, der Kelch sitzt meist auf. Kelch geschlossen, Blätter schmal, hochstehend, am Ende umgeschlagen, wie ein kleiner Strauß. Grundfarbe ein warmes Gelb, Deckfarbe wenn vorhanden eine Ahnung von Orangegelb. Lentizellen typisch, sehr auffällig als Roststerne.
Kelchhöhle klein, dreieckig, Achse auch zu den Kammern offen. Kammern schmal bogenförmig, kaum gerissen, enthalten viele gut ausgebildete Kerne, 9 : 5 mm.
Fleisch saftig säuerlich, von großen Früchten auch aromatisch.
Stielgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit. Die Grube ist mit einem dünnen, feinen Rost bedeckt, der nur wenig zur Grundfarbe kontrastiert. Wenn dieser fehlt, erscheint sie in der Stielgrube grünlich.
Kelchseits deutlich abgeplattet, Kelchgrube sehr flach, weit, der Kelch sitzt meist auf. Kelch geschlossen, Blätter schmal, hochstehend, am Ende umgeschlagen, wie ein kleiner Strauß. Grundfarbe ein warmes Gelb, Deckfarbe wenn vorhanden eine Ahnung von Orangegelb. Lentizellen typisch, sehr auffällig als Roststerne.
Kelchhöhle klein, dreieckig, Achse auch zu den Kammern offen. Kammern schmal bogenförmig, kaum gerissen, enthalten viele gut ausgebildete Kerne, 9 : 5 mm.
Fleisch saftig säuerlich, von großen Früchten auch aromatisch.
Baum
Wuchs schwach bis mittelstark, mit typisch kurzen Internodien (Spurtyp). Das Fruchtholz muss regelmäßig erneuert werden, um ein Vergreisen zu verhindern. Die Sorte neigt zur Kleinfrüchtigkeit, Auspflücken ist unbedingt ratsam, nur große Früchte schmecken wirklich gut.
Die Früchte hängen bis in den November am Baum. Auf schweren Böden krebsanfällig, laut Literatur auch frostempfindlich, weil die Triebe schlecht ausreifen. Durch den besonderen Wuchs gut für eine Spaliererziehung geeignet. Die Sorte ist diploid.
Die Früchte hängen bis in den November am Baum. Auf schweren Böden krebsanfällig, laut Literatur auch frostempfindlich, weil die Triebe schlecht ausreifen. Durch den besonderen Wuchs gut für eine Spaliererziehung geeignet. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Zuccalmaglios Renette stammt von ihr ab und ist ähnlich, hat aber nicht die typischen sternförmigen Lentizellen.
Anbaueignung
Eine Sorte für den Hausgarten, nicht für die Streuobstwiese. Für Liebhaber säuerlicher, aromatischer Äpfel.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Diel, A. F. A. (1826): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Band 25 (4. Bändchen Äpfel- Birnen). Stuttgart, Deutschland; F. G. Cotta. S.55
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1859): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 1. Äpfel. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 50
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 3, Nr. 26
Petzold, H. (1982): Apfelsorten. 2. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 62
Silbereisen, R.; Götz, G.; Hartmann, W. (1996): Obstsorten-Atlas. 2. Auflage. Stuttgart, Deutschland; Ulmer. S. 100
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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