
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife November
Herkunft
Gezüchtet von M.A. Lesueur in Orleans, wurde erstmals in der Revue Horticole 1888 beschrieben, dort wird behauptet, dass die Eltern Williams Christ und Fortune ( Glücksbirne ) seien. Der genetische Fingerprint zeigt jedoch, dass die Williams Christbirne keineswegs die Muttersorte ist, da die Glücksbirne verschollen ist, lässt sich eine eventuelle Elternschaft nicht überprüfen.
Verbreitung
In Deutschland wird die Sorte erstmals 1889 in den Pomologischen Monatsheften erwähnt, im 20 Jahrhundert taucht sie dann in diversen Pomologien auf und gehörte Mitte des Jahrhunderts zum Standardsortiment, heute ist die Sorte selten und kommt eigentlich nur in Sammlungen vor.
Frucht
Groß, flaschenförmig, etwas variabel, vor allem bei kürzeren Früchten fällt der "dicke" Bauch und die starke Verjüngung zum Stiel auf, auch eine einseitige Verjüngung kommt öfter vor, so dass sich ein Rücken bildet.
Typisch sind die mehr oder weniger starken Rippen, die vom Kelch auf die Fruchtseiten laufen.
Ebenso typisch ist die braune Rostkappe am Stiel, der aus der Frucht hervorgeht, Stiellänge ca 15 mm, 3-4 mm dick, hellbraun, mit hellen Lentizellen, der Stiel sitzt manchmal auch deutlich abgewinkelt.
Kelchseits gerundet, es stehen nur die Hälfte der Früchte, Kelchgrube eng, gerippt, mitteltief, Kelch klein, oft geknautscht, geschlossen, Blätter dünn, öfter fehlend. Die Sorte steht.
Grundfarbe weißlichgrün, hellt nach weißlichgelb auf. Keine Deckfarbe.
Achse geschlossen, Kammern mit Nase, Kerne gut ausgebildet, 10 : 5 mm mit Nasenansatz. Das Fleisch wird an guten Standorten vollschmelzend, süß leicht aromatisch, an schlechten eher grobkörnig bis halbschmelzend ohne besonderes Aroma.
Typisch sind die mehr oder weniger starken Rippen, die vom Kelch auf die Fruchtseiten laufen.
Ebenso typisch ist die braune Rostkappe am Stiel, der aus der Frucht hervorgeht, Stiellänge ca 15 mm, 3-4 mm dick, hellbraun, mit hellen Lentizellen, der Stiel sitzt manchmal auch deutlich abgewinkelt.
Kelchseits gerundet, es stehen nur die Hälfte der Früchte, Kelchgrube eng, gerippt, mitteltief, Kelch klein, oft geknautscht, geschlossen, Blätter dünn, öfter fehlend. Die Sorte steht.
Grundfarbe weißlichgrün, hellt nach weißlichgelb auf. Keine Deckfarbe.
Achse geschlossen, Kammern mit Nase, Kerne gut ausgebildet, 10 : 5 mm mit Nasenansatz. Das Fleisch wird an guten Standorten vollschmelzend, süß leicht aromatisch, an schlechten eher grobkörnig bis halbschmelzend ohne besonderes Aroma.
Baum
Wuchs mittelstark, trägt endständig also nicht für Spalier geeignet. Blatt länglich, Basis spitz oder gerade, Blattrand gesägt. Unempfindlich für Schorf, anfällig für Sonnenbrand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Six Butterbirne ist zum Stiel ähnlich stark eingezogen, hat aber nicht die typische Rostkappe und die Früchte sind in der Regel kürzer.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, die Sorte wird aber von anderen Spätherbstbirnen deutlich übertroffen.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Du Roy (1888): Poire Le Lectier. Bullentins in Bulletins d’Arboriculture de Belgique.
Anonym (1889): Die Birne "Le Lectier". in Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 35 (1889)
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 9, Nr. 105
Koloc, R. (1964): Wir zeigen Birnensorten. 2. Auflage, Leipzig, Deutschland; Neumann.
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 134
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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