
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Belle Julie, Alexandre Helie
Reifezeit
Ab Anfang Oktober erntereif und dann bis Anfang November genussfähig.
Herkunft
Van Mons gewann diese Sorte durch Kernaussaat in Belgien. 1842 gab es den ersten Fruchtertrag. Benannt hat er Schöne Julie nach seiner Enkelin.
Verbreitung
Bisher sind keine Altbäume der Sorte bekannt, obwohl verschiedene Pomologen sie auch im letzten Jahrhundert noch für Deutschland empfohlen haben. Im Erhalternetzwerk wird die Sorte erhalten.
Frucht
Kleine bis mittelgroße, birnenförmige Frucht, die spät und wenig eingeschnürt ist, öfter auch einseitig. Frucht fast mittelbauchig, steht nicht, zum Stiel leicht abgerundet bis spitz auslaufend, im Querschnitt fast rund.
Der Stiel ist aufsitzend, ohne Grube mit einer hellbraunen Rostkappe, bis 3 cm lang, 2-3 mm dick, braun, am Ende keulig verdickt und oft durch einen leichten Wulst schief gedrückt.
Kelchseits ist die Frucht abgerundet, mal mit schwacher Grube oder auch fast aufsitzendem Kelch, mit einer feinschuppigen Rostkappe. Der Kelch ist groß, offen, fast sternförmig bis verkümmert, hochstehend.
Die Grundfarbe hellt von grün nach hellgrün auf, Deckfarbe fehlt ganz, dafür aber stark fleckig berostet, aber nicht wirklich deckend.
Die Kernhausachse ist fast geschlossen, mit anliegenden Kammern, die gut entwickelte Kerne enthalten, 9 : 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist weißlichgrün, saftig, süßlich, leicht aromatisch.
Der Stiel ist aufsitzend, ohne Grube mit einer hellbraunen Rostkappe, bis 3 cm lang, 2-3 mm dick, braun, am Ende keulig verdickt und oft durch einen leichten Wulst schief gedrückt.
Kelchseits ist die Frucht abgerundet, mal mit schwacher Grube oder auch fast aufsitzendem Kelch, mit einer feinschuppigen Rostkappe. Der Kelch ist groß, offen, fast sternförmig bis verkümmert, hochstehend.
Die Grundfarbe hellt von grün nach hellgrün auf, Deckfarbe fehlt ganz, dafür aber stark fleckig berostet, aber nicht wirklich deckend.
Die Kernhausachse ist fast geschlossen, mit anliegenden Kammern, die gut entwickelte Kerne enthalten, 9 : 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist weißlichgrün, saftig, süßlich, leicht aromatisch.
Baum
Der Baum wächst mittelstark, wird aber wahrscheinlich nicht sehr groß werden, da der Ertrag früh einsetzt und aus einer Blüte oft mehrere Früchte entstehen. Dadurch erschöpft sich der Baum schnell. Fruchtausdünnung wäre hier sinnvoll, was zumindest in der Jugendphase vielleicht noch gut möglich ist, solange der Baum kleiner ist. Die Verzweigung ist gut und es bildet sich viel kurzes Fruchtholz. Die Blüte erscheint mittelspät mit acht einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Capiaumont ist sehr ähnlich, nur mit mehr Farbe und Berostung.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese nur bei guter Pflege und anfangs in jedem Fall Fruchtausdünnung empfehlenswert. Im Hausgarten mit weniger Platz gut geeignet. Insgesamt eine gesunde Tafelbirne.
Originalname
Belle Julie
Fruchtfotos
Literatur
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 142
Lucas, F. (1894): Die wertvollsten Tafelbirnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 32
Bivort, A. (1847): Album de Pomologie. Band 2 Brüssel. 1847, S. 29
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome I - Poires. Angers, Frankreich. S. 91
Morgan, J. (2015): The New Book Of Pears. London, Großbritannien; Chelsea Green Puplishing. S. 198
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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