
Gefährungsgrad
Standardsorte
Regionalsorte
nein
Reifezeit
Mitte bis Ende Oktober.
Herkunft
Nach Hartmann (2019) ist die Sorte angeblich um 1827 in der Gemeinde Börtlingen (Baden-Württemberg) entstanden und zunächst nur in der dortigen Umgebung angebaut worden. Seit etwa 40 Jahren auch überregional verbreitet.
Verbreitung
Gehört mittlerweile zum Mostapfelsortiment vieler Baumschulen und dürfte daher in allen Regionen Mitteleuropas, in denen Mostbereitung eine Rolle spielt, verbreitet sein.
Der Börtlinger Weinapfel wurde 2023 vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e. V. zur Streuobstsorte des Jahres gekürt.
In Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sind dem Autor keine Altbäume des Börtlinger Weinapfel bekannt.
Der Börtlinger Weinapfel wurde 2023 vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e. V. zur Streuobstsorte des Jahres gekürt.
In Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sind dem Autor keine Altbäume des Börtlinger Weinapfel bekannt.
Frucht
Kleinfrüchtige, flachkugelige bis stumpf kegelförmige, manchmal auch fassförmige Frucht. In der Draufsicht rund bis leicht rundoval mit nur schwachen Kanten.
Die Grundfarbe ist weißlichgelb, bei gut besonnten Früchten jedoch nahezu vollständig von einer dunkelroten Deckfarbe überdeckt, die von noch dunkleren abgesetzten Streifen durchsetzt ist. Die Früchte sind auf der Schale unberostet. Die Schalenpunkte sind fein, hell und insgesamt unauffällig.
Die Schale ist glatt, etwas trocken und hart (Hartmann 2019).
Die Kelchgrube ist flach und mittelweit. Sie enthält zahlreiche typische Falten und Fleischperlen und ist nicht berostet. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchblätter schmal, lang und weißfilzig.
Die Stielgrube ist mittelweit und mitteltief. Sie ist strahlig olivfarben berostet und weist in der Stielgrube oft grobschuppige Bereiche auf. Die Ausdehnung der Berostung ist sehr variabel, von nur wenigen Roststrahlen in der Stielgrube bis hin zu einer ausgeprägten Rostkappe. Der Stiel ist lang, mitteldick und manchmal etwas weiß befilzt.
Die Kelchhöhle ist schmal trichterförmig bis schmal becherförmig. Das Kernhaus ist mittelgroß bei meist geschlossener, manchmal leicht geöffneter Achsenhöhle. Die Kernwände sind glatt und ohrenförmig. Markant sind die großen Kerne, 9 : 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist grünlich bis gelblichweiß. Es ist etwas zäh, saftig, säurebetont und ohne ausgeprägtes Aroma (Hartmann 2019).
Besondere Merkmale:
- Kelchgrube mit Fleischperlen,
- Stiele lang,
- Kelchhöhle schmal trichterförmig,
- Kerne groß.
Die Grundfarbe ist weißlichgelb, bei gut besonnten Früchten jedoch nahezu vollständig von einer dunkelroten Deckfarbe überdeckt, die von noch dunkleren abgesetzten Streifen durchsetzt ist. Die Früchte sind auf der Schale unberostet. Die Schalenpunkte sind fein, hell und insgesamt unauffällig.
Die Schale ist glatt, etwas trocken und hart (Hartmann 2019).
Die Kelchgrube ist flach und mittelweit. Sie enthält zahlreiche typische Falten und Fleischperlen und ist nicht berostet. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchblätter schmal, lang und weißfilzig.
Die Stielgrube ist mittelweit und mitteltief. Sie ist strahlig olivfarben berostet und weist in der Stielgrube oft grobschuppige Bereiche auf. Die Ausdehnung der Berostung ist sehr variabel, von nur wenigen Roststrahlen in der Stielgrube bis hin zu einer ausgeprägten Rostkappe. Der Stiel ist lang, mitteldick und manchmal etwas weiß befilzt.
Die Kelchhöhle ist schmal trichterförmig bis schmal becherförmig. Das Kernhaus ist mittelgroß bei meist geschlossener, manchmal leicht geöffneter Achsenhöhle. Die Kernwände sind glatt und ohrenförmig. Markant sind die großen Kerne, 9 : 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist grünlich bis gelblichweiß. Es ist etwas zäh, saftig, säurebetont und ohne ausgeprägtes Aroma (Hartmann 2019).
Besondere Merkmale:
- Kelchgrube mit Fleischperlen,
- Stiele lang,
- Kelchhöhle schmal trichterförmig,
- Kerne groß.
Baum
Der Baum ist starkwüchsig, mit dichter Krone. Die Triebe bilden Fruchtbögen, die zu einer charakteristisch hängenden Kronenform führen (Hartmann 2019).
Verwechsler
Roter Trierer Weinapfel
Dieser ist jedoch zum Kelch hin meist konisch verjüngt, hat knopfig verdickte Stielenden bei dünneren Stielen, kleinere Kerne, oft verwaschen rotes Fruchtfleisch unter der Schale und säuerlicheres Fruchtfleisch.
Dieser ist jedoch zum Kelch hin meist konisch verjüngt, hat knopfig verdickte Stielenden bei dünneren Stielen, kleinere Kerne, oft verwaschen rotes Fruchtfleisch unter der Schale und säuerlicheres Fruchtfleisch.
Anbaueignung
Der Börtlinger Weinapfel ist widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten und für den extensiven Streuobstbau geeignet. DIe eher kleinfrüchtige Sorte benötigt gut versorgte Böden. Als Saft- und Mostapfel bringt er regelmäßige und hohe Erträge bei ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis (Hartmann 2019).
Fruchtfotos
Literatur
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. Ulmer-Verlag, 6. Auflage, 352 Seiten.
Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) (2026): Börtlinger Weinapfel. https://www.kob-bavendorf.de/sorten-detail/name/Börtlinger Weinapfel.html. Abgerufen am 21.01.2026.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Alancri Stiftung
Alancri Stiftung