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Notar Lepin

Verfasst von Jan Bade am 8. Dezember 2024. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Notar Lepin
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
George Bouche, Notaire Lepin
Reifezeit
Pflückreife Ende Oktober, Genussreife Januar bis April.
Herkunft
Eine französische Sorte, um 1860 gezogen von M. Rollet in Villefranche (Rhone), wurde 1879 von M. Liabaud in den Handel gebracht.
Verbreitung
Hat sich in Deutschland nicht weiter verbreitet, kommt heute nur in Sammlungen vor.
Frucht
Groß bis sehr groß, birnen- bis lang kreiselförmig, klobig, beulig, unregelmäßig, am Kelch auch rippig, die Rippen laufen dann als schwache Kanten über die Frucht. Stiel 3-4 mm dick, 25-30 mm lang, am Ende keulig verdickt, sitzt in einer kleinen Grube, oft mit einseitigem Fleischwulst, der den Stiel zur Seite drängt. Kelchgrube mitteltief bis tief, mittelweit bis weit, meist mit kleinem Rostklecks und Ringrost in der Grube. Kelch geschlossen, Blätter kurz, hornartig. Grundfarbe grünlichgelb, keine Deckfarbe, stielseits mit dünner Rostkappe, zahlreiche Rostpunkte und feine Rostfiguren, Schale glatt. Achse geschlossen, Kammern klein, abstehend, viele gute Kerne enthaltend, 10,5 : 6 mm, ohne Nase. Fleisch grobkörnig, süß, ohne besonderes Aroma. Von wärmeren Standorten wahrscheinlich schmelzend. Mitte September 2025 geerntete Früchte waren Anfang Dezember fast schmelzend.
Baum
Wuchs anfangs mittelstark, mit Ertragsbeginn deutlich schwächer, muss regelmäßig verjüngt werden, Massenträger. Blatt groß, Blattrand schwach gesägt, Basis gerade. Insgesamt wenig anfällig.
Verwechsler
Herzogin von Bordeaux reift ähnlich spät, ist aber komplett zimtfarbig berostet.
Anbaueignung
Eine spätreifende Wintertafelbirne, die allerdings in Norddeutschland nicht sicher reif wird. Einen Versuch in wärmeren Gegenden ist sie sicherlich wert. Wegen des eher schwachen Wuchses nicht für Streuobst.
Fruchtfotos
Notar Lepin
Notar Lepin
Notar Lepin
Notar Lepin
Notar Lepin
Laub
Notar Lepin
Literatur
Rodigas (1895): Poire Notair Lepin. Bullentins d’Arboriculture de Belgique.
Müllerklein, B. (1898): Die Birne "Notaire Lepin" in Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 44 (1898)
Rebholz, F. (1911). Notaire Lepin. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 57 (1911) S. 477
Zschocke, Th. (1925): Schweizerisches Obstbilderwerk. Wädenswil, Schweiz. Lieferung , Nr.4
Societe Pomologique de France ( Hrsg.) ( 1927): Catalogue Descriptif des Fruits Adoptes. Villefranch. Frankreich.S.317
Anonym (1935-1956): Nach der Arbeit. Ill. Wochenzeitung f. Garten, Siedlung, Kleintierhaltung. Birnen. Wien, Österreich. Beilage Tafel 91
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-2858 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-3134 Jens Meyer Dorfstraße 4
19217 Kuhlrade
Deutschland
meyer-kuhlrade@t-online.de

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