
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Regionalsorte
ja
Reifezeit
Ende August Anfang September, wenn sie fallen, sofort zum Dörren zu verwenden.
Herkunft
Laut Müschen eine alte Mecklenburger Sorte, die genaue Herkunft ist unklar. Sie wurde vor allem zum Dörren im Ganzen verwendet und erzielte hohe Preise.
Verbreitung
Im Pfarrgarten von Belitz, wo Müschen wirkte, wurde ein Baum der Sorte wieder gefunden. Heute steht die Sorte in einigen Sammlungen und wird im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt erhalten.
Ein Exemplar der Wallbirne wurde im Oktober 2009 für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern im Deutschen Birnengarten in Ribbeck im Havelland gepflanzt.
Ein Exemplar der Wallbirne wurde im Oktober 2009 für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern im Deutschen Birnengarten in Ribbeck im Havelland gepflanzt.
Frucht
Klein, flaschen- bis hochkegel-, auch zigarrenförmig. Der lange, dünne und gebogene Stiel sitzt auf oder wird durch einen Fleischwulst zur Seite gedrängt.
Kelchgrube flach, Kelch fast aufsitzend, groß, offen, Blätter sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen, die Frucht steht nicht.
Keine Deckfarbe, Rostklecks am Stiel und Kelch, dazwischen netzartig berostet, die Frucht wirkt schmutzig.
Achse offen, Kerne schmal und lang, 9,5 : 4,5 mm, ohne Nase. Fleisch süß, nicht schmelzend.
Kelchgrube flach, Kelch fast aufsitzend, groß, offen, Blätter sternförmig aufliegend, am Grund verwachsen, die Frucht steht nicht.
Keine Deckfarbe, Rostklecks am Stiel und Kelch, dazwischen netzartig berostet, die Frucht wirkt schmutzig.
Achse offen, Kerne schmal und lang, 9,5 : 4,5 mm, ohne Nase. Fleisch süß, nicht schmelzend.
Baum
Wuchs mittelstark bis stark, fängt spät an zu tragen. Blatt klein, länglich elliptisch, Basis gerade, Blattrand ganzrandig. Etwas anfällig für Blattschorf, stark anfällig für Sonnenbrand und Blattverbräunung. Blüte mittelspät, 9 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Aufgrund der Form und der Reifezeit kaum zu verwechseln.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, aus heutiger Sicht eher historisch Interessant. Ein Versuch als Dörrbirne könnte sich vielleicht lohnen. Zu Bedenken ist aber, dass der Wert der kleinen Dörrbirnen früher vor allem in der Funktion als Zuckerersatz lag.
Fruchtfotos
Baum im Laub
Laub
Literatur
Müschen, G. B. (1876): Der Obstbau in Norddeutschland, Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. S. 32
Kliefoth, E. H. (1901): Obstbau in Mecklenburg. Güstrow, Deutschland; Opitz & Co. Nr. 40
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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