
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Doyenne, Beurre Blanc, Doyenne Blanc
Reifezeit
Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife bis Ende Oktober.
Herkunft
Eine sehr alte Sorte unklarer Herkunft.
Manger war der Meinung, dass es sich um die Sementinum Birne der Römer handelt, Leroy hielt das durchaus für plausibel, er beschäftigte sich ausführlich damit: Als Beleg gibt er an, dass die erste Erwähnung der Sorte bei Agostino Gallo (1499-1570) unter dem Namen Ghiacciuola erscheint, dieser Name wird in Werken aus dem 17. Jahrhundert mit Schneebirne und diese wiederum mit Doyenne synonym gesetzt. Noch bei Lelectier (1628) erscheint die Sorte als Giacolla He Rome.
Wirklich nachprüfen, lässt sich das alles nicht, es liegen ja keine Sortenbeschreibungen der Römer oder aus dem Mittelalter vor, die einzige Möglichkeit in vorpomologische Zeiten vorzudringen ist der Vergleich der Synonyme, wie es Leroy sehr ausführlich gemacht hat. Bei Merlet (1675) heißt sie dann bereits Beurre Blanc. In Deutschland wird sie erstmals von Möller 1759 erwähnt.
Aufgrund des Alters der Sorte und der großen Verbreitung ist es wenig verwunderlich, dass aus Ihr zahlreiche Nachkommen gezogen wurden.
Manger war der Meinung, dass es sich um die Sementinum Birne der Römer handelt, Leroy hielt das durchaus für plausibel, er beschäftigte sich ausführlich damit: Als Beleg gibt er an, dass die erste Erwähnung der Sorte bei Agostino Gallo (1499-1570) unter dem Namen Ghiacciuola erscheint, dieser Name wird in Werken aus dem 17. Jahrhundert mit Schneebirne und diese wiederum mit Doyenne synonym gesetzt. Noch bei Lelectier (1628) erscheint die Sorte als Giacolla He Rome.
Wirklich nachprüfen, lässt sich das alles nicht, es liegen ja keine Sortenbeschreibungen der Römer oder aus dem Mittelalter vor, die einzige Möglichkeit in vorpomologische Zeiten vorzudringen ist der Vergleich der Synonyme, wie es Leroy sehr ausführlich gemacht hat. Bei Merlet (1675) heißt sie dann bereits Beurre Blanc. In Deutschland wird sie erstmals von Möller 1759 erwähnt.
Aufgrund des Alters der Sorte und der großen Verbreitung ist es wenig verwunderlich, dass aus Ihr zahlreiche Nachkommen gezogen wurden.
Verbreitung
Die Weiße Herbstbutterbirne war die Standard Herbstbirne des 18. und 19. Jahrhunderts, Anfang des 20.Jahrhunderts verschwindet sie dann langsam, weil der Schorfdruck auf die Sorte damals stark zunahm. Heute findet sich die Sorte gelegentlich noch in Altbäumen und vor allem in Sammlungen.
Frucht
Klein bis mittelgroß, kugelig bis eiförmig, am Kelch stärker abgeplattet als am Stiel. Nur selten zum Stiel hin etwas eingezogen. Im Querschnitt rund oder schwach kantig.
Stielgrube typisch tief mit leichten Wülsten, Stiel 3-4 mm dick, 15-20 mm lang, hellbraun. Stielgrube dünn strahlig berostet.
Kelchgrube weit, flach bis mitteltief, meist ohne Berostung. Die Frucht steht gut. Kelch meist halboffen, Blätter kurz, dünn, hoch- oder in der Mitte zusammenstehend, an der Basis außen grünlichgelb.
Grundfarbe grünlichgelb, hellt nach hellgelb auf, Deckfarbe wenn vorhanden ein trübes, dünnes rotbraun. Je nach Standort und Jahr kann die Frucht völlig frei von Berostung sein oder aber sehr dünne Rostnetze aufweisen.
Achse leicht offen, Fächer ohne Nase, Kerne meist gut ausgebildet 9 : 5,5 mm. Das Fleisch wird vollschmelzend ist saftig und leicht würzig, eine ausgezeichnete Tafelbirne.
Stielgrube typisch tief mit leichten Wülsten, Stiel 3-4 mm dick, 15-20 mm lang, hellbraun. Stielgrube dünn strahlig berostet.
Kelchgrube weit, flach bis mitteltief, meist ohne Berostung. Die Frucht steht gut. Kelch meist halboffen, Blätter kurz, dünn, hoch- oder in der Mitte zusammenstehend, an der Basis außen grünlichgelb.
Grundfarbe grünlichgelb, hellt nach hellgelb auf, Deckfarbe wenn vorhanden ein trübes, dünnes rotbraun. Je nach Standort und Jahr kann die Frucht völlig frei von Berostung sein oder aber sehr dünne Rostnetze aufweisen.
Achse leicht offen, Fächer ohne Nase, Kerne meist gut ausgebildet 9 : 5,5 mm. Das Fleisch wird vollschmelzend ist saftig und leicht würzig, eine ausgezeichnete Tafelbirne.
Baum
Wuchs schwach bis mittelstark, Blatt mittelgroß, elliptisch, Basis gerade, Blattrand schwach gesägt, anfällig für Blatt und Triebschorf. Blüte mittelfrüh, 6-7 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Doppelte Phillips ist meist zum Stiel etwas eingezogen, hat um den Kelch stets einen Rostklecks und mindestens zum Teil dünne taube Kerne mit Haken. Rote Dechantsbirne ist von der Form ähnlich zum Stiel mehr zugespitzt und kaum beulig. Kerne 7,5 : 4 mm.
Anbaueignung
Vielleicht noch streuobsttauglich, wegen möglichem Schorfbefall windoffene Lagen wählen. Auch für Hausgärten geeignet.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Gallo, A. (1569): Le Vinti Giornate Dell Agricoltura. Apresso Camillo Borgomineri al Segno di San Giorgio. Venedig. S.106
Merlet, J. (L`abrege des bons fruits avec la maniere de les connoistre…Paris. S.89
Möller, G. F. (1759): Beschreibung der besten Arten von Kern_Obst. Berlin. S.46
Manger, H. L. (1783): Anleitung zu einer vollständigen Systematischen Pomologie. Zweiter Teil von den Birnen.eipzig. S.175
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome II- Poires. Angers, Frankreich. S.52
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 9, Nr. 103
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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