
Gefährungsgrad
gefährdet
Regionalsorte
nein
Synonyme
Schnapsbirne
Reifezeit
Mitte bis Ende Oktober.
Herkunft
Die Luxemburger Mostbirne stammt, wie der Name schon vermuten lässt, aus Luxemburg. Die Baumschule Moussel aus Sandweiler im Südosten des Landes hat diese Sorte, zunächst als ,,Schnapsbirne", ab etwa 1890 verbreitet. Da sie unter ihrem ersten Namen keine größere Verbreitung erfuhr, wurde sie in den heutigen Namen umbenannt. Ob die Luxemburger Mostbirne von der Baumschule Moussel gezüchtet oder gefunden wurde, ist nicht bekannt.
Verbreitung
Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in der Region Trier sowie im Saarland und in Luxemburg. Darüber hinaus kommt die Luxemburger Mostbirne vereinzelt in allen mitteleuropäischen Regionen vor, in denen Mostbereitung eine Rolle spielt.
Frucht
Die Luxemburger Mostbirne gehört mit einem Fruchtgewicht von etwa 90 bis 160 g zu den großfrüchtigen Mostbirnensorten. Die Fruchtform ist kugelig bis leicht flachkugelig, am Kelch stärker abgeplattet und zum Stiel hin etwas abgerundet, jedoch nicht glockenförmig einziehend.
Die Grundfarbe ist grün bis graugrün und hellt sich in der Reife gelbgrün auf. Die Schalenpunkte sind groß und verkorkt. Auf der Sonnenseite sind sie rot umhöft. Sie verleihen der Sorte ein sehr charakteristisches Aussehen.
Die Schale ist rau und trocken. Die Früchte sind in Pflückreife und auch danach wenig druckempfindlich, gut transportfähig und lassen sich einige Wochen lagern.
In einer leicht vertieften, höckrigen und oft leicht berosteten Kelchgrube befinden sich relativ große und aufrecht stehende Kelchblätter, die weißgrau befilzt sind. Der Kelch ist halboffen und wirkt manchmal durch Höcker, die manche Kelchblätter etwas nach innen schieben, ,,verknautscht".
In einer flachen und wulstigen Stielgrube befindet sich ein 24-40 mm langer, oft knospiger Stiel, der in Relation zur Fruchthöhe als mittellang einzustufen ist. Der Stielbereich weist nur selten auffällige Berostungen auf.
Das Kernhaus ist mittelgroß und hat oft eine lange und weit geöffnete, ausgeblühte Kernhausachse. Je Frucht finden sich meist nur ein bis zwei gut ausgebildete Kerne. Diese sind mit 10 : 5 mm recht groß.
Das Fruchtfleisch ist sehr hell, grobkörnig und sehr saftig. Die Frucht ist sehr gerbstoffhaltig und gehört zusammen mit der Metzer Bratbirne (nach Lucas) zu den herbsten Mostbirnen überhaupt.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Grundfarbige, flachkugelige Sorte mit mittellangen Stielen.
- Früchte groß und mit später (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Schalenpunkte sonnenseitig rot umhöft.
- Achsenhöhle oft lang und weit geöffnet.
- Fruchtfleisch sehr adstringierend.
Die Grundfarbe ist grün bis graugrün und hellt sich in der Reife gelbgrün auf. Die Schalenpunkte sind groß und verkorkt. Auf der Sonnenseite sind sie rot umhöft. Sie verleihen der Sorte ein sehr charakteristisches Aussehen.
Die Schale ist rau und trocken. Die Früchte sind in Pflückreife und auch danach wenig druckempfindlich, gut transportfähig und lassen sich einige Wochen lagern.
In einer leicht vertieften, höckrigen und oft leicht berosteten Kelchgrube befinden sich relativ große und aufrecht stehende Kelchblätter, die weißgrau befilzt sind. Der Kelch ist halboffen und wirkt manchmal durch Höcker, die manche Kelchblätter etwas nach innen schieben, ,,verknautscht".
In einer flachen und wulstigen Stielgrube befindet sich ein 24-40 mm langer, oft knospiger Stiel, der in Relation zur Fruchthöhe als mittellang einzustufen ist. Der Stielbereich weist nur selten auffällige Berostungen auf.
Das Kernhaus ist mittelgroß und hat oft eine lange und weit geöffnete, ausgeblühte Kernhausachse. Je Frucht finden sich meist nur ein bis zwei gut ausgebildete Kerne. Diese sind mit 10 : 5 mm recht groß.
Das Fruchtfleisch ist sehr hell, grobkörnig und sehr saftig. Die Frucht ist sehr gerbstoffhaltig und gehört zusammen mit der Metzer Bratbirne (nach Lucas) zu den herbsten Mostbirnen überhaupt.
Zusammenfassung und besondere Merkmale:
- Grundfarbige, flachkugelige Sorte mit mittellangen Stielen.
- Früchte groß und mit später (Mostbirnen-)Reifezeit.
- Schalenpunkte sonnenseitig rot umhöft.
- Achsenhöhle oft lang und weit geöffnet.
- Fruchtfleisch sehr adstringierend.
Baum
Die Luxemburger Mostbirne bildet große, hochpyramidale Kronen mit betonter Stammverlängerung aus. Die Blätter sind groß und wie die jungen Triebe wollig-filzig behaart. Aufgrund des geraden Wuchses wurde die Sorte früher oft als Stammbildner verwendet (Hartmann 2019).
Verwechsler
Metzer Bratbirne (nach Lucas).
Diese hat jedoch sonnenseitig keine rot umhöften Schalenpunkte.
Diese hat jedoch sonnenseitig keine rot umhöften Schalenpunkte.
Anbaueignung
Die Luxemburger Mostbirne ist eine Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau.
Fruchtfotos
Literatur
Aendekerk, R., Bannier, H.-J., Bauer, D., Bosch, H.-T., Dahlem, R. & Thiel, M. (2016): Äpfel und Birnen aus Luxemburg. Luxemburg, Verlag editions revue s. a., 2. Auflage, 224 Seiten.
Dahlem, R. (2014): Einteilung von Mostbirnen in Verwechslergruppen. Oder: Wie gewinne ich den Überblick in einer vielfältigen Sortengruppe. Unveröffentlichtes Manuskript, 8 Seiten.
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. Ulmer-Verlag, 6. Auflage, 352 Seiten.
Mertz, J. P. & Tonnar, J. (1933): Unsere anbauwürdigsten Obstsorten. Luxemburg, Druck Fr. Bourg-Bourger, 140 Seiten.
Petzold, H. (1989): Birnensorten. Melsungen, Neumann-Neudamm Verlag, 3. Auflage.