
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Calebasse van Marum, Schöne aus Pleystein, Grosse Calebasse
Reifezeit
Pflückreife Mitte bis Ende September, hält bis Anfang Oktober.
Herkunft
Die Sorte wurde vom berühmten belgischen Birnenzüchter van Mons um 1820 gezogen und verbreitete sich aufgrund ihrer enormen Größe schnell.
Verbreitung
Als Schaufrucht wurde die Sorte mehr für Ausstellungszwecke als für den Rohgenuss angebaut.
Eine in einem Bauerngarten in Pleystein in der Oberpfalz gefundene Birne wurde von der Baumschule Gückel in Poxdorf bei Forchheim in den 1950er Jahren als Schöne von Pleystein verbreitet. Erst vor wenigen Jahren stellte sich heraus, dass es sich dabei um Van Marums Flaschenbirne handelt. Dies wurde auch durch den genetischen Fingerprint bestätigt.
Eine in einem Bauerngarten in Pleystein in der Oberpfalz gefundene Birne wurde von der Baumschule Gückel in Poxdorf bei Forchheim in den 1950er Jahren als Schöne von Pleystein verbreitet. Erst vor wenigen Jahren stellte sich heraus, dass es sich dabei um Van Marums Flaschenbirne handelt. Dies wurde auch durch den genetischen Fingerprint bestätigt.
Frucht
Groß bis sehr groß, unregelmäßig beulig, oft zum Stiel einseitig eingezogen, immer eine längliche hohe Frucht. Zum Stiel zugespitzt, Stiel an der Basis fleischig, geht direkt in die Frucht über, kann aber auch von einem Wulst zur Seite gedrängt werden und ist 25-30 mm lang, am Ende meist keulig verdickt.
Kelchseits etwas abgeplattet, die Frucht steht, Kelchgrube mittelweit, mitteltief, mit leichten Kanten, die sich über die Frucht fortsetzten. Kelch offen, Blätter kurz, am Grund verwachsen, oft auch fehlend.
Grundfarbe grünlichgelb, von dieser ist manchmal aber nicht viel zu sehen, weil es vorkommen kann, dass die gesamte Frucht von einem kräftigen Rost überzogen ist, der in der Reife zimtfarbig wird, ähnlich wie bei Boscs Flaschenbirne.
Achse leicht offen, Fächer klein und ohne Nase, Kerne 9 : 5 mm ohne Nase.
Fleisch grobzellig, maximal halbschmelzend, süß mit leichter Säure, ohne Geschmack.
Kelchseits etwas abgeplattet, die Frucht steht, Kelchgrube mittelweit, mitteltief, mit leichten Kanten, die sich über die Frucht fortsetzten. Kelch offen, Blätter kurz, am Grund verwachsen, oft auch fehlend.
Grundfarbe grünlichgelb, von dieser ist manchmal aber nicht viel zu sehen, weil es vorkommen kann, dass die gesamte Frucht von einem kräftigen Rost überzogen ist, der in der Reife zimtfarbig wird, ähnlich wie bei Boscs Flaschenbirne.
Achse leicht offen, Fächer klein und ohne Nase, Kerne 9 : 5 mm ohne Nase.
Fleisch grobzellig, maximal halbschmelzend, süß mit leichter Säure, ohne Geschmack.
Baum
Wuchs mittelstark, Blatt länglich, Basis spitz, Blattrand schwach gesägt. Blüte mittelspät, 9 Blüten pro Blütenstand. Die Früchte hängen in Büscheln. Durch Auspflücken lassen sich größere Einzelfrüchte erzielen. Trägt regelmäßig und viel. Die Sorte ist diploid. Außer für Weißfleckenkrankheit, für die sie sehr anfällig ist, recht gesund.
Verwechsler
Flaschenbirne aus Tirlemont: Der Stiel ist an der Basis nie fleischig verdickt, die Frucht steht nicht, Kerne 8 : 4 mm.
Anbaueignung
Für Sammler und Liebhaber, eventuell auch als Verwertungsbirne für Saft. Ob die Sorte streuobsttauglich ist, bleibt unklar.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Bivort, A. (1847): Album de Pomologie. Band 2 Brüssel. 1847, S. 157
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 470
Lucas, F. (1894): Die wertvollsten Tafelbirnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 94
Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern ( Hrsg.), (2007): Apfel und Birnensorten Europas.Donauwörth. S 286
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
Zeitlupe gGmbH