
Synonyme
Passe Colmar, Leroy gibt 53 weitere Synonyme an.
Reifezeit
Pflückreife Ende Oktober, Genussreife Dezember bis Januar.
Herkunft
Eine belgische Sorte, die um 1758 von Abt Hardenpont in Mecheln gezogen wurde.
Verbreitung
Laut Leroy verbreitete sie sich zuerst in Deutschland und erst ab den 1820er Jahren in Frankreich. War im 19. Jahrhundert weit verbreitet, zumindest taucht sie in fast allen Pomologien der Zeit auf. Mit dem Aufkommen von Kühllagern verlor sie - wie alle Winterbirnensorten - erheblich an Bedeutung. Heute ist sie selten und kommt eigentlich nur in Sammlungen vor, sie wird im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt erhalten.
Frucht
Kurz birnenförmig, teilweise auch fast kreiselförmig, etwas variabel, auch oft etwas beulig. Der kräftige, 3-4 mm dicke und 20-25 mm lange Stiel, ist fleischig, oft mit hellen Knospen, er geht meist direkt in die Frucht über oder wird von einem Wulst zur Seite gedrängt.
Kelchgrube tief, eng bis mittelweit, Kelch klein, Blätter meist abgebrochen, stets von einem kleinen Rostklecks mit Ringrost umgeben und etwas abgeplattet, sodass die Frucht gut steht.
Die Grundfarbe ist ein freundliches Hellgelb, durch zahlreiche Lentizellen, die als Rostpunkte erscheinen, und Rostfiguren wirkt die Frucht etwas schmutzig. Stielseits immer mit zumindest einer kleinen Rostkappe.
Achse geschlossen, Fächer klein, Kerne 9 : 5 mm, mit Nasenansatz.
Das Fleisch soll laut Petzold von warmen Standorten vollschmelzend und edel werden. Am Standort Westmecklenburg ist das Fleisch immer nur grobkörnig, vorwiegend süß, oft mit leichtem Lösemittel-Geschmack, hier bleibt die Frucht eher eine Rübe. Es kommt anscheinend sehr auf den Standort an.
Kelchgrube tief, eng bis mittelweit, Kelch klein, Blätter meist abgebrochen, stets von einem kleinen Rostklecks mit Ringrost umgeben und etwas abgeplattet, sodass die Frucht gut steht.
Die Grundfarbe ist ein freundliches Hellgelb, durch zahlreiche Lentizellen, die als Rostpunkte erscheinen, und Rostfiguren wirkt die Frucht etwas schmutzig. Stielseits immer mit zumindest einer kleinen Rostkappe.
Achse geschlossen, Fächer klein, Kerne 9 : 5 mm, mit Nasenansatz.
Das Fleisch soll laut Petzold von warmen Standorten vollschmelzend und edel werden. Am Standort Westmecklenburg ist das Fleisch immer nur grobkörnig, vorwiegend süß, oft mit leichtem Lösemittel-Geschmack, hier bleibt die Frucht eher eine Rübe. Es kommt anscheinend sehr auf den Standort an.
Baum
Wuchs anfangs stark bis sehr stark. Mit zunehmendem Ertrag beruhigt sich das dann etwas, die Sorte bleibt aber wüchsig. Neigt zu Schleuderwuchs. Blatt klein, länglich, Basis spitz, schwach gesägt, Relief eben. Insgesamt wenig krankheitsanfällig. Blüte spät, 8 Blüten pro Blütenstand. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Blumenbachs Butterbirne kann ähnlich aussehen, ist aber weißlichgelb gefärbt und die Genussreife geht nur bis Ende Oktober.
Anbaueignung
Streuobsttauglich, nur für warme Lagen, wo die Sorte vielleicht auch ausreift. Nutzung als Wintertafelbirne.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Diel, A. F. A. (1821): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Band 22 (1. Bändchen Äpfel-Birnen). Stuttgart, Deutschland; F. G. Cotta. S.192
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr.71
Wilermoz, C. F.(1863) Pomologie de la France, Lyon, Frankreich. Band 1 Tafel 2
Leroy, A. (1869): Dictionnaire de Pomologie. Tome II - Poires. Paris, Frankreich.S.499
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 25, Nr. 299
Petzold, H. (1982): Birnensorten. 3. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 170
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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