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Pfirsichbirne

Verfasst von Jan Bade am 8. Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Pfirsichbirne
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Poire Peche, Persik Peer
Reifezeit
Mitte August erntereif, bis Anfang September genussfähig.
Herkunft
Nach einheitlichen Angaben von Bivort und anderen Baumschulen in Belgien wurde die Sorte von Esperen in Mecheln (Belgien) durch Kernaussaat gewonnen. Genaue zeitliche Angaben gibt es nicht, aber es wird wohl Anfang des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Esperen erzog in der Zeit ein paar Birnensorten, die auch heute noch verbreitet sind und z. T. auch seinen Namen tragen. In Deutschland beschrieb Diel die Sorte zuerst 1823 mit der Frage, warum Knoop die Sorte nicht aufgeführt hat, obwohl viele andere ältere holländische Baumschulen das getan haben. Also gab es entweder zwei Sorten unter dem Namen oder die Angabe, dass Esperen die Sorte gezüchtet hat, stimmt nicht. Aber ob wir die Frage heute noch klären können, bleibt offen.
Verbreitung
Die Pfirsichbirne ist dem Verfasser aus Altbeständen nicht bekannt. Im Erhalternetzwerk wird die Sorte erhalten, sonst nur noch in der Belgischen Genbank.
Frucht
Mittelgroße, kegelförmige Frucht, die sich regelmäßig verjüngt, aber einen einseitigen Rücken bildet, der die Hälften ungleich macht. Die mittelbauchige Frucht steht, im Querschnitt deutlich kantig mit Rippen, die bis in die Mitte der Frucht laufen. Die Steilgrube ist wenn, nur einseitig eingesenkt, meist drückt der Rücken den Stiel zu Seite, eine große Rostkappe läuft bis in die Frucht rein. Der Stiel ist stark, bis 3 cm lang, 3 mm dick und am Ansatz etwas fleischig verdickt, auf ganzer Länge olivbraun. Der Kelch sitzt in einer leicht vertieften, deutlich rippigen Grube, ist offen, nicht verwachsen, hart und hornig. Die Schale hellt nicht wenig nach gelb auf und wirkt durch die Berostung schmutzig graugrün. Deckfarbe kann vorkommen, die Berostung ist fleckig und überzieht große Teile der Frucht, aber nicht deckend. Die Kernhausachse ist nur etwas geöffnet, mit kleinen, anliegenden Kammern, die sowohl gut als auch schlecht entwickelte schwarze Kerne enthalten, 8 : 3,5 mm. Das Fruchtfleisch ist vollschmelzend, saftig, süß aromatisch, mit genügend Säure, lecker.
Baum
Zumindest in der Baumschule und der Jugendphase wächst der Baum stark, kommt gleichzeitig aber früh in den Ertrag. Die Verzweigung ist etwas steil, treibt aber gut nach Rückschnitt aus. Die Blüte erscheint mittelspät bis spät, mit 8 einzelnen Blüten je Knospe. Insgesamt sind Frucht und Baum gesund.
Verwechsler
Von der Farbstruktur und der Rostkappe ähnlich der Hofratsbirne, diese ist aber birnenförmiger und nicht so gedrungen.
Anbaueignung
Für Hausgarten wie auch für die Streuobstwiese geeignete, vollschmelzende Tafelbirne für den Spätsommer. Leider nur kurz nutzbar.
Originalname
Poire Peche
Fruchtfotos
Pfirsichbirne
Pfirsichbirne
Pfirsichbirne
Pfirsichbirne
Pfirsichbirne
Triebe
Pfirsichbirne
Literatur
Diel, A. F. A. (1823): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Band 23 (2. Bändchen Äpfel-Birnen). Stuttgart, Deutschland; F. G. Cotta. S. 155
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1866): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 5. Birnen. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 271
Lucas, F. (1894): Die wertvollsten Tafelbirnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 6
Berghuis, S. (1868): Niederländischer Obstgarten. Vol. 2. Birnen und Steinobst. . Groningen, Niederlande; J. B. Wolters. S. 3
Bivort, A. (1847): Album de Pomologie. Band III Brüssel. 1847, S. 111
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-1515 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-5624 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de

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