
Gefährungsgrad
Standardsorte
Regionalsorte
nein
Synonyme
keine bekannt
Reifezeit
Ab Mitte September erntereif, dann bis Mitte November genussfähig.
Herkunft
Die genaue Herkunft der Sorte scheint nicht gesichert zu sein, da es zwei verschiedene Version der Geschichte gibt.
Matthiesen gibt in seiner Beschreibung 1913 an, dass der Gutsvogt Tillisch bei Horsens (Dänemark) 1866 Kerne aussäte und die entstandene Sorte nach seiner Tochter Signe benannte.
Eine alternative weitere Herkunftsangabe beschreibt Pedersen, wonach der Lehnsgraf Rantzau von einem Apfel, den er bei dem Gutsvogt Tillisch bekam, Kerne aussäte, wodurch Signe Tillisch entstand.
Heute lässt sich dies nicht mehr klären. Wir wissen aber durch die jetzigen Möglichkeiten in der Genetik, dass die Elternsorten von Signe Tillisch die Apfelsorten Kaiser Alexander x London Pepping sind.
Matthiesen gibt in seiner Beschreibung 1913 an, dass der Gutsvogt Tillisch bei Horsens (Dänemark) 1866 Kerne aussäte und die entstandene Sorte nach seiner Tochter Signe benannte.
Eine alternative weitere Herkunftsangabe beschreibt Pedersen, wonach der Lehnsgraf Rantzau von einem Apfel, den er bei dem Gutsvogt Tillisch bekam, Kerne aussäte, wodurch Signe Tillisch entstand.
Heute lässt sich dies nicht mehr klären. Wir wissen aber durch die jetzigen Möglichkeiten in der Genetik, dass die Elternsorten von Signe Tillisch die Apfelsorten Kaiser Alexander x London Pepping sind.
Verbreitung
Signe Tillisch ist eine noch allgemein verbreitete Sorte, die sowohl in Altbeständen wie auch in Baumschulen in ganz Deutschland vorkommt. Ebenso wird sie in Sammlungen erhalten. Auch in allen anderen Ländern Mitteleuropas stark verbreitet.
Frucht
Mittelgroße bis große, kegelförmige Frucht, die sich zum Kelch nur etwas mehr verjüngt als zum Stiel. Mittelbauchig, deutliche fünf Rippen laufen über die Frucht, dazwischen meist noch flache Kanten, die den Querschnitt dann fast zehnkantig machen können.
Die Stielgrube ist mitteltief und in der Form variabel von weit bis eng durch die z. T. bis hinein laufenden Rippen, hellolivbraune strahlige Berostung läuft bis auf den Grubenrand, oft noch etwas länger grün unterlegt. Der Stiel ist 1-2 cm lang, 2-3 mm dick, hellgrün und deutlich filzig.
Die Kelchgrube ist mitteltief und mittelweit, mit deutlichen Höckern und auch Falten dazwischen, ohne Berostung. Der Kelch ist halboffen mit langen, hochstehenden Blättern.
Die Schale wird etwas wachsig, ist in der Grundfarbe von grün nach weißlichgelb aufhellend, von einem rotem Hauch kann bis zu ein Viertel der Frucht überzogen sein, die Lentizellen fallen nur durch ihren weißlichen Hof auf.
Die Kelchhöhle ist mittelgroß, trichterförmig.
Das Kernhaus halboffen, mit breit bogenförmigen Kammern, die hellbraune gut entwickelte Kerne enthalten 9 : 4,5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, saftig, sehr aromatisch und lecker.
Die Stielgrube ist mitteltief und in der Form variabel von weit bis eng durch die z. T. bis hinein laufenden Rippen, hellolivbraune strahlige Berostung läuft bis auf den Grubenrand, oft noch etwas länger grün unterlegt. Der Stiel ist 1-2 cm lang, 2-3 mm dick, hellgrün und deutlich filzig.
Die Kelchgrube ist mitteltief und mittelweit, mit deutlichen Höckern und auch Falten dazwischen, ohne Berostung. Der Kelch ist halboffen mit langen, hochstehenden Blättern.
Die Schale wird etwas wachsig, ist in der Grundfarbe von grün nach weißlichgelb aufhellend, von einem rotem Hauch kann bis zu ein Viertel der Frucht überzogen sein, die Lentizellen fallen nur durch ihren weißlichen Hof auf.
Die Kelchhöhle ist mittelgroß, trichterförmig.
Das Kernhaus halboffen, mit breit bogenförmigen Kammern, die hellbraune gut entwickelte Kerne enthalten 9 : 4,5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, saftig, sehr aromatisch und lecker.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet große, später in die Breite gehende Kronen, die sich gut verzweigen. Der Ertrag ist regelmäßig und hoch. Die Blüte erscheint mittelspät und ist relativ robust. Dafür sind die Früchte und Blätter stärker schorfempfindlich.
Verwechsler
Minister von Hammerstein ist etwas flacher gebaut, hat aber auch die Höcker um den Kelch, dafür aber eine deutlicher becherförmige Kelchhöhle und ist nicht so aromatisch.
Bei der Vatersorte London Pepping sind die Höcker ,,scharfkantiger" und die Sorte ist später reif.
Eine gewisse Ähnlichkeit hat auch Boikenapfel, der aber wesentlich später reift.
Bei der Vatersorte London Pepping sind die Höcker ,,scharfkantiger" und die Sorte ist später reif.
Eine gewisse Ähnlichkeit hat auch Boikenapfel, der aber wesentlich später reift.
Anbaueignung
Signe Tillisch ist eine ausgesprochen hocharomatische Tafelsorte für die Streuobstwiese wie den Hausgarten. Aufgrund der Anfälligkeit am ungeeigneten Standort für Schorf und Krebs aber leider nicht allgemein zu empfehlen.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 283
Petzold, H. (1982): Apfelsorten. 2. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 172
Müller, A.; Seipp, D. (2015): Norddeutschlands Apfelsorten. Emden, Deutschland. S. 330
Matthiesen, C. (1913): Dansk Frugt II. Bind. Kopenhagen, Dänemark; H. Hagerup`s Forlag. S. 215
Pedersen, A. (1937): Danmarks Frugtsorter. Kopenhagen, Dänemark. S. 327
Näslund, G. K., Sandeberg, Ingrid af, (2009): Svenska äpplen. Sigtuna, Schweden; Kärnhuset. S. 400