
Gefährungsgrad
gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Alp Ecker Steigbirne, Albecker Steigbirne, Albeckerin
Reifezeit
Pflückreife Mitte September, Genussreife Mitte September bis Anfang Oktober.
Herkunft
Die Sorte wurde oberhalb von Ulm am Albecker Steig gefunden und erstmals 1868 von Eduard Lucas in den ,,Illustrirten Monatsheften für Obst- und Weinbau" beschrieben.
Verbreitung
Findet sich in Baden-Württemberg und Bayern noch im Streuobst ansonsten selten oder nur in Sammlungen. Die Sorte ist noch in Baumschulen erhältlich.
Frucht
Klein bis maximal mittelgroß, kugelig bis schwach kreiselförmig. Der typisch lange, gebogene Stiel sitzt wie eingesteckt in einer kleinen schwachen Grube. Diese ist etwas variabel, teilweise mit schwachen Wülsten, sie kann auch fehlen und der Stiel wird dann von einem Wulst leicht zur Seite gedrängt.
Kelchgrube etwas variabel, flach bis mitteltief, eben, die Frucht steht. Kelch offen, Blätter kurz hornartig, am Grund getrennt. Grundfarbe hellgelblich, bis 3/4 mit kräftig roter Deckfarbe überzogen, in den Übergangsbereichen erscheinen die Lentizellen als Forellenpunkte. Kelchseits meist mi Rostklecks, um den Kelch mit Ringrost.
Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet, ohne Nase, 9 : 5 mm.
Fleisch halbschmelzend, süß, leicht würzig.
Kelchgrube etwas variabel, flach bis mitteltief, eben, die Frucht steht. Kelch offen, Blätter kurz hornartig, am Grund getrennt. Grundfarbe hellgelblich, bis 3/4 mit kräftig roter Deckfarbe überzogen, in den Übergangsbereichen erscheinen die Lentizellen als Forellenpunkte. Kelchseits meist mi Rostklecks, um den Kelch mit Ringrost.
Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet, ohne Nase, 9 : 5 mm.
Fleisch halbschmelzend, süß, leicht würzig.
Baum
Wuchs stark. Blatt länglich eiförmig, Basis spitz, Blattrand schwach gesägt. Allgemein unempfindlich außer etwas gegen Birnengitterrost.
Blüte mittelfrüh bis mittelspät, 7 Blüten pro Blütenstand.
Die Früchte hängen in Büscheln, ein Ausdünnen würde zu größeren Früchten führen, ist aber in der Praxis kaum zu realisieren. Die Sorte ist diploid.
Blüte mittelfrüh bis mittelspät, 7 Blüten pro Blütenstand.
Die Früchte hängen in Büscheln, ein Ausdünnen würde zu größeren Früchten führen, ist aber in der Praxis kaum zu realisieren. Die Sorte ist diploid.
Verwechsler
Aufgrund der Färbung und des langen Stiels nicht mit anderen Sorten zu verwechseln.
Anbaueignung
Gut streuobsttauglich, auch für Höhenlagen,als Tafelbirne, für Saft und zum Dörren.
Fruchtfotos
Triebe
Laub
Literatur
Lucas, E. (1868): Ulmer Butterbirn. Illustrirte Monatshefte für Obst- und Weinbau. Ravensburg, Deutschland; Eugen Ulmer. (14)
Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 715
Koloc, R. (1964): Wir zeigen Birnensorten. 2. Auflage, Leipzig, Deutschland; Neumann.
Seitzer, J. (1957): Farbtafeln der Birnensorten. Stuttgart. Deutschland; Eugen Ulmer. S 48
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. 6. Auflage, Stuttgart, Deutschland; Ulmer. S. 244
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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