
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Emil d`Heyst, Heyst Zapfenbirne
Reifezeit
Anfang bis Mitte Oktober erntereif und dann bis Mitte November genussfähig.
Herkunft
In Belgien aus einer Kernaussaat durch Esperen entstanden. 1847 trug der Baum die ersten Früchte. Benannt hat Esperen die Sorte dann nach dem Sohn eines Freundes. Unklar bleibt, warum der Name Emile mal mit einem e am Ende und mal ohne ein e am Ende geschrieben wird.
Verbreitung
Kommt in Deutschland wahrscheinlich bisher nur in Sammlungen vor. Am ehesten wahrscheinlich noch in Norddeutschland in Altbeständen zu finden, da sie dort (wie auch in Skandinavien) in vielen Pomologien beschrieben wurde.
Frucht
Mittelgroße bis große, kegel- bis fast walzenförmige Frucht, die sich erst spät verjüngt, was meist ohne Einschnürung geschieht. Frucht steht kaum, obwohl sie deutlich abgeplattet ist am Kelch, dies aber immer schief, der Bauch sitzt verhältnismäßig hoch in der Frucht, der Querschnitt ist fast rund bis oval.
Die Spitze läuft abgestumpft aus, ist etwas wulstig und uneben, mit hellbrauner Rostkappe. Der Stiel ist bis 3 cm lang, 3-4 mm dick, am Ende deutlich keulig verdickt, komplett dunkelbraun.
Die Kelchgrube ist ungewöhnlich, eher flach und weit, aber mit einseitigen Vertiefungen, Rostsprenkel und Spritzer finden sich. Der Kelch ist fast geschlossen, nie rund. Mit fleischigen Kelchblättern, nicht verwachsen, die auch in ihrer Farbe der Fruchtfarbe ähneln.
Die Schale ist feinnarbig, hellgrün ohne Deckfarbe, Lentizellen eher unscheinbar, dafür aber auf jeder Frucht mit Rostsprenkeln.
Die Kernhausachse ist offen, die Kammern anliegend mit schwacher Nase. Gut entwickelte, hellbraune Kerne mit heller Spitze enthaltend, 8 : 3,5 mm. Das Fruchtfleisch ist weißlich, schmelzend, süß aromatisch mit angenehmer Säure.
Die Spitze läuft abgestumpft aus, ist etwas wulstig und uneben, mit hellbrauner Rostkappe. Der Stiel ist bis 3 cm lang, 3-4 mm dick, am Ende deutlich keulig verdickt, komplett dunkelbraun.
Die Kelchgrube ist ungewöhnlich, eher flach und weit, aber mit einseitigen Vertiefungen, Rostsprenkel und Spritzer finden sich. Der Kelch ist fast geschlossen, nie rund. Mit fleischigen Kelchblättern, nicht verwachsen, die auch in ihrer Farbe der Fruchtfarbe ähneln.
Die Schale ist feinnarbig, hellgrün ohne Deckfarbe, Lentizellen eher unscheinbar, dafür aber auf jeder Frucht mit Rostsprenkeln.
Die Kernhausachse ist offen, die Kammern anliegend mit schwacher Nase. Gut entwickelte, hellbraune Kerne mit heller Spitze enthaltend, 8 : 3,5 mm. Das Fruchtfleisch ist weißlich, schmelzend, süß aromatisch mit angenehmer Säure.
Baum
Der Baum wächst mittelstark. Wahrscheinlich auch, weil der Ertrag früh einsetzt, hoch ist und mehrere Früchte aus einer Blütenknospe entstehen können, erschöpft er sich schnell. Fruchtausdünnung ist daher sinnvoll. Die Verzweigung ist gut mit viel kurzem Fruchtholz. Die Blüte erscheint mittelspät mit sechs einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Präsident Mas hat eine sehr ähnliche Form, aber nicht so einen markanten Stiel.
Willermoz Butterbirne/Neukirchner Butterbirne weicht in der Form etwas ab, da mehr kegel- bis birnenförmig, ist aber sehr ähnlich in dem keulig verdickten Stiel wie auch in der Farbgebung.
Le Brun hat auch eine ähnliche Form, reift etwas früher und ist kenntlich durch die zwei Wülste um den Stiel.
Willermoz Butterbirne/Neukirchner Butterbirne weicht in der Form etwas ab, da mehr kegel- bis birnenförmig, ist aber sehr ähnlich in dem keulig verdickten Stiel wie auch in der Farbgebung.
Le Brun hat auch eine ähnliche Form, reift etwas früher und ist kenntlich durch die zwei Wülste um den Stiel.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese nur bei guter Pflege und auch Fruchtausdünnung sinnvoll, sonst zu schwach wachsend. Für den Hausgarten eine schmackhafte Tafelbirne. Insgesamt in allen Belangen gesund, nur etwas Fruchtmonilia tritt in den letzten Jahren auf.
Fruchtfotos
Literatur
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 150
Lauche, W. (1883): Deutsche Pomologie. Birnen, 2. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 72
Bivort, A. (1847): Album de Pomologie. Band 2 Brüssel. 1847, S. 121
Leroy, A. (1867): Dictionnaire de Pomologie. Tome I - Poires. Angers, Frankreich. S. 485
Lijsten, R.; Beeftink, A. (1942): Nederlandsche Fruitsoorten. Arnhem, Niederlande.
Dahl, C. G.: Pomologi (1943): 2. Teil Päron och Plommon Stockholm, Schweden; Albert Bonniers. 1943, S. 113
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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