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Guldborg

Verfasst von Jan Bade am 23 Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Guldborg
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
Guldborgaeble
Reifezeit
Anfang September bis Mitte September bei uns erntereif und dann bis Mitte Oktober gut lagerfähig. Bei der Sorte bietet sich ein zweiter Pflückdurchgang an, da unreifere Früchte aus dem inneren des Baumes schnell nachreifen.
Herkunft
Matthiesen schreib 1913 in der Erstbeschreibung der Sorte, das Guldborg 1887 entstanden sein soll. Pedersen ergänzt später, das der Apfel schon 1870 in vielen Gärten rund um Guldborg / Dänemark zu finden war. Sie vermuteten damals das die Muttersorte Maglemer gewesen sein muss, was die Genetik heute bestätigt.
Verbreitung
In Norddeutschland kommt die Sorte vereinzelt vor, sonst wohl nur in Sammlungen vertreten. In ganz Skandinavien noch häufiger, sowie auch in einigen europäischen Genbanken gesichert.
Frucht
Mittelgroße kegelförmige Frucht, die sich zum Kelch nur etwas mehr verjüngt als zum Stiel, stielbauchig, meist ungleichhälftig, der Querschnitt ist leicht kantig.
Die Stielgrube ist mitteltief, läuft dann weit aus. In der Grube ist eine graubraune, grobschuppige Berostung unter der sich noch länger grüne Grundfarbe hält. Der Stiel ist nur knopfig in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist mitteltief und weit, deutlich 5 rippig mit leichten Falten dazwischen. Die Rippen laufen auf den Grubenrand, aber nicht viel weiter, wenn, dann nur Rostsprenkel. Der Kelch ist fast groß, halb offen mit hochstehenden zurück geschlagenen Blättern.
Die Schale hellt von hellgrün nach weißlich gelb auf. Die Deckfarbe ist geflammt karminrot und kann 3/4 der Frucht überziehen, aber ohne wirklich deckend zu sein, Lentizellen unscheinbar, die Schale wird auf dem Lager etwas fettig.
Die Kelchhöhle ist ein langes Dreieck, kann aber auch trichterförmig sein.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, hat bogenförmige Wände und hellbraune gut entwickelte Samen 8 x 4 mm.
Das Fruchtfleisch ist weißlich, kann bei gut besonnten Früchten rote Adern haben, ist süßlich und leicht aromatisch. Wird auf dem Lager später mürbe.
Baum
Der Baum wächst in der Jugend mittelstark bis stark, beruhigt sich dann mit einsetzendem Ertrag. Die Krone ist schlank aufrecht mit guter Verzweigung. Insgesamt eine sehr gesunde Sorte, wenn auch in Jahren mit viel Ertrag die Fruchtgröße leidet.
Verwechsler
Maglemer ist der Tochter sehr ähnlich, hat aber mehr Deckfarbe und einen viel tieferen Kelchbereich, Maren Nissen wegen der Form und dem Stiel, hat aber sehr viel mehr Deckfarbe und ist nicht so lange genussfähig.
Anbaueignung
Für den Hausgarten wie die Streuobstwiese eine ertragreiche, gesunde, aromatische Tafelsorte.
Fruchtfotos
Guldborg
Guldborg
Guldborg
Guldborg
Literatur
Matthiesen, C. (1913): Dansk Frugt I. Bind. Kopenhagen, Dänemark; H. Hagerup`s Forlag. S. 129
Pedersen, A. (1937): Danmarks Frugtsorter. Kopenhagen, Dänemark. 174
Stedje, P.; Skard, O. (1939): Norsk Pomologi. Oslo, Norwegen; Gröndahl & Sons.S. 258
Lijsten, R.; Beeftink, A. (1942): Nederlandsche Fruitsoorten. Arnhem, Niederlande. Ohne Seitenzahl
Näslund, G. K., Sandeberg, Ingrid af, (2009): Svenska äpplen. Sigtuna, Schweden; Kärnhuset.S. 182

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
A-19486 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
A-2732 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
A-8426 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
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27474 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de

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