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Schurapfel

Verfasst von Jens Meyer am 28 Februar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Schurapfel
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Regionalsorte
ja
Synonyme
Altländer Schauerapfel, Scheurenapfel ?
Reifezeit
Pflückreife: Mitte Oktober, Genussreife: Januar bis März ( Loewel+Labus).
Herkunft
Die Sorte ist wahrscheinlich im Alten Land entstanden, erstmals erwähnt wird sie 1890 als Altländer Schauerapfel.
Im Praktischen Ratgeber für Obst- und Gartenbau 1918, gibt Heeschen die Vermutung Johannes Böttners wieder, dass es sich bei dem im selben Heft beschriebene Scheurenapfel aus dem Wittgensteiner Land in Westfalen um die selbe Sorte handelt.
Verbreitung
Loewel und Labus geben 1941 an, dass die Sorte überall im Alten Land häufig sei, heute ist sie dort komplett verschwunden und hat anscheinend nur überlebt, weil sie in der englischen Genbank Brogdale erhalten wird, von dort hat sie den Weg zurück nach Deutschland gefunden.
Frucht
Groß, kegelförmig, etwas unregelmäßig breitkantig.
Kelchgrube eng bis mittelweit, mitteltief, von einigen Höckern umgeben, dazwischen einige Falten, in der Grube oft netzartig berostet, Kelch geschlossen, Blätter hochstehend, dünn. Stielgrube mittelweit oft mit leichtem Fleischwulst, dann auch eng, mitteltief etwas strahlig berostet. Stiel kräftig am Ende oft keulig verdickt, deutlich vorstehend.
Grundfarbe grünlichgelb in der Reife nach hellgelb aufhellend, Deckfarbe gehaucht flächig auch stärker flächig braunrot, wirkt reif sehr freundlich.
Kelchhöhle tief becherförmig.
Achsenausbildung variabel von geschlossen bis weit offen beides kann vorkommen, Fächer bogen- bis rucksackförmig, mit typischen Ausblühungen, die auch an den Kernen haften.
Kerne meist gut ausgebildet 10-11 : 5.
Fleisch mittelsaftig, mild, süßlich ohne besonderes Aroma.
Baum
Nach den historischen Angaben starkwüchsig, wenig krankheitsanfällig, nur etwas für Schorf, wenig windanfällig . Ein Massenträger, der auf 15jährigen Bäumen schon 10 Zentner Äpfel getragen haben soll ( Hadelnsche Baumschule, Otterndorf).
Verwechsler
Pommerscher Krummstiel ist ähnlich im Geschmack aber säuerlicher, Kerne 7 : 5,5
Anbaueignung
Eine Wirtschaftssorte für Norddeutschland, auch für windige Standorte, eventuell gut für Saft. Loewel und Labus stufen ihn als Wirtschafts-, Industrie- und Musapfel ein.
Fruchtfotos
Schurapfel
Schurapfel
Schurapfel
Schurapfel
Schurapfel
Schurapfel
Schurapfel
Literatur
Hadelnsche Baumschule Otterndorf (1890): Schöner von Boskoop, Parkers Grauer Pepping und Altländer Schauerapfel. Praktischer Ratgeber im Obst- und Gartenbau. Trowitsch& Sohn. Frankfurt Oder. (5) S. 813
Heeschen, H.(1918): Der Altenländer Schurapfel. Der Praktischer Ratgeber im Obst und Gartenbau. Frankfurt a. d. Oder, Deutschland; Trowitsch & Sohn (33) S. 60
Müller, G.(1918): Scheurenapfel, vorzüglich für raue Lagen. Der Praktischer Ratgeber im Obst und Gartenbau. Frankfurt a. d. Oder, Deutschland; Trowitsch & Sohn (33) S. 60
Heeschen, H.(1919): Die Massenträger des deutschen Obstbaues. Der Praktischer Ratgeber im Obst und Gartenbau. Frankfurt a. d. Oder, Deutschland; Trowitsch & Sohn (34) S. 43
Loewel, E. L.; Labus, S. (1941): Deutsche Äpfel. Band I + II: Norddeutschland. Hamburg, Neuauflage 2005. Ehestorf, Deutschland. Nr. 54

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
A-6109 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
A-7438 Jens Dreyßig Strichweg 51
27474 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de
A-7439 Jens Dreyßig Strichweg 51
27474 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de

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vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

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