
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Wilstedter
Reifezeit
Erntereif Mitte Oktober, dann bis März lagerfähig.
Herkunft
Der Name der Sorte legt es nahe, dass der Apfel in Wilstedt, einem Ort nördlich von Hamburg, entstanden ist. Belege dafür oder Angaben zum Entstehungszeitraum lassen sich bisher nicht finden. Im Buch ,,50 Jahre Obstbau in Schleswig-Holstein" aus dem Jahr 1950, wo wohl auch die ausführlich Erstbeschreibung erstellt wurde, wird von Bäumen berichtet, die 1926 mit Wilstedter Apfel umveredelt wurden. Da muss sie also schon eine gewisse Bekanntheit gehabt haben, um überhaupt im Obstinstitut aufgenommen zu werden.
Verbreitung
Da einige der norddeutschen Baumschulen ihre Sortimente bis nach Nordhessen geliefert haben, ist das Verbreitungsgebiet dieser Regionalsorten recht groß, wie auch im Fall des Wilstedter Apfels. Leider sind die Bestände überall überaltert, erst in den letzten beiden Jahrzehnten gibt es wieder Nachpflanzungen, da der Apfel 2005 ,,Norddeutsche Apfelsorte des Jahres" war. In Sammlungen wird der Apfel erhalten.
Frucht
Mittelgroße bis große, hochkegelförmige Frucht, zum Kelch mehr verjüngt, dadurch leicht stielbauchig, Rippen laufen über die ganze Frucht, dazwischen noch Falten, dadurch zehnkantig im Querschnitt.
Die Stielgrube läuft eng zu, ist durch die Rippen nie wirklich rund und hat einen hellbraunen grobschuppigen Rostklecks, der bis auf den Grubenrand läuft und auch weiter. Der Stiel ist zwischen 1-2 cm lang, 2-3 mm dick, oft kaum über den Grubenrand hinausragend.
Die Kelchgrube ist eng im Grund, mit sehr deutlichen Höckern und Falten dazwischen, wenn dann nur feine Rostsprenkel zu sehen. Der Kelch ist geschlossen durch lange, hochstehende, in die Mitte geneigte Blätter, die aber abständig sind.
Die Grundfarbe hellt sehr spät von grün nach weißlichgrün auf, die Deckfarbe ist ein schönes marmoriertes Erdbeerrot und kann damit auch die ganze Frucht überziehen, Lentizellen nicht sehr markant.
Die Kelchhöhle ist groß, breit trichterförmig und reicht fast bis an das große Kernhaus, dieses ist weit offen in der Mittelachse, aber nicht automatisch innerhalb der einzelnen Wände. Diese sind rucksackförmig, etwas rissig und enthalten gut entwickelte dunkelbraune Samen, 7,5 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch bleibt grünlich, ist fest, süßsäuerlich.
Die Stielgrube läuft eng zu, ist durch die Rippen nie wirklich rund und hat einen hellbraunen grobschuppigen Rostklecks, der bis auf den Grubenrand läuft und auch weiter. Der Stiel ist zwischen 1-2 cm lang, 2-3 mm dick, oft kaum über den Grubenrand hinausragend.
Die Kelchgrube ist eng im Grund, mit sehr deutlichen Höckern und Falten dazwischen, wenn dann nur feine Rostsprenkel zu sehen. Der Kelch ist geschlossen durch lange, hochstehende, in die Mitte geneigte Blätter, die aber abständig sind.
Die Grundfarbe hellt sehr spät von grün nach weißlichgrün auf, die Deckfarbe ist ein schönes marmoriertes Erdbeerrot und kann damit auch die ganze Frucht überziehen, Lentizellen nicht sehr markant.
Die Kelchhöhle ist groß, breit trichterförmig und reicht fast bis an das große Kernhaus, dieses ist weit offen in der Mittelachse, aber nicht automatisch innerhalb der einzelnen Wände. Diese sind rucksackförmig, etwas rissig und enthalten gut entwickelte dunkelbraune Samen, 7,5 : 4 mm.
Das Fruchtfleisch bleibt grünlich, ist fest, süßsäuerlich.
Baum
Der Baum wächst nur mittelstark, was wahrscheinlich auch an dem früh einsetzendem und hohen Ertrag liegt. Insgesamt sehr gesund, nach bisherigen Erkenntnissen weder schorf- noch krebsempfindlich.
Verwechsler
Roter Finkenwerder Prinz ist sehr ähnlich, die Färbung ist aber nicht so leuchtend und im Geschmack deutlich würziger als Wilstedter, zudem ist Finkenwerder auch auf der Frucht oft berostet, Wilsteder hingegen nicht.
Horneburger Pfannkuchenapfel: Dieser ist aber meist nicht so stark gefärbt und insgesamt breitkegelförmiger.
Horneburger Pfannkuchenapfel: Dieser ist aber meist nicht so stark gefärbt und insgesamt breitkegelförmiger.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese nur bei guter Pflege geeignet, sonst zu schwachwachsend. Für den Hausgarten als Tafel- wie auch Wirtschaftsfrucht vielfältig nutzbar.
Fruchtfotos
Laub
Literatur
Heydemann, (1950): 50 Jahre Obstbau in Schleswig-Holstein. Kiel, Deutschland. S. 68
Andresen, A. (1950): Apfelsorten. Eine Auswahl in Wort und Bild. Stuttgart, Deutschland; Kosmos. S. 84