Direkt zum Inhalt
Startseite
Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Hauptnavigation

  • Erhalternetzwerk
    • Aufgaben und Ziele
      • Prioritäten der Sortenerhaltung
      • Sortenechtheit
    • Bedeutung der Vielfalt
    • Ausgangssituation
    • Organisationsstruktur
    • Pomologische Kommission
    • Planungen
  • Sortenbörse
    • Abgabebedingungen
    • Edelreiser
      • Äpfel
      • Birnen
      • Süßkirschen
  • Erhalter-Sammlungen
    • Erhalter
  • Sortenportraits
    • Apfel
    • Birne
    • Süßkirsche
    • Suchliste verschollene Sorten
  • Mitmachen
    • Was wir anbieten
    • Was wir erwarten
    • Mustervertrag
  • Suche
  • Kontakt
    • Koordinatoren

Sommereierbirne

Verfasst von Jan Bade am 6. Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Sommereierbirne
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Bestebirne, Saurüssel, Sommerzitronenbirne, Oeuf, Colmar d`ete
Reifezeit
Ab Mitte bis Ende August reif, dann bis Mitte September lagerfähig.
Herkunft
Die genaue Herkunft ist nicht belegt, allgemein wird aber davon ausgegangen, dass die Birne in Deutschland entstanden ist. Diel weist darauf hin, dass es historische Verwechslungen mit der französischen Poire Oeuf gibt, wie auch mit anderen Eierbirnen. Die Sommereierbirne hatte wohl ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südhessen. Ob sie dort auch entstanden ist, bleibt offen. Das Synonym Colmar d`ete ist verwirrend, da dies eine eigene Sorte ist.
Verbreitung
In Altbeständen ist dem Autor noch kein Baum der Sorte vorgekommen. In Sammlungen wird die Sommereierbirne erhalten.
Frucht
Kleine, spitz eiförmige Frucht, die sich zu beiden Seiten fast gleich verjüngt. Zum Stiel manchmal ganz leicht eingeschnürt und mittelbauchig, wodurch die ganze Frucht ein Raute bildet. Frucht steht nicht, im Querschnitt etwas unrund. Stielseits leicht abgestumpft, aber ohne Grube, meist mit etwas mehr Rost als auf der Frucht. Der Stiel sitzt oben auf, ist bis 3 cm lang, 2 mm dick, am Ende oft etwas gebogen, am Ansatz grün und dann fleckig ins Braune übergehend. Der Kelch sitzt spitz auf der Frucht auf, mit Fleischperlen umgeben, ist halboffen, verkümmert. Die Schale ist grün und hellt kaum auf, Deckfarbe kann etwas braunroter Hauch sein, deutlich sind die zahlreichen braunen Lentizellen, die fließend in eine Berostung übergehen können. Die Kernhausachse ist in der Regel geschlossen, die Kammern nach unten leicht abstehend, enthalten meist gut entwickelte dunkelbraune Kerne mit Nase, 8,5 : 4 mm. Das Fruchtfleisch ist cremefarben, halbschmelzend, süß und leicht aromatisch.
Baum
Der Baum wächst stark bis sehr stark, mit einer erst aufstrebenden Krone, die später mehr in die Breite geht. Die Verzweigung ist gut, die Blatt- und Fruchtgesundheit hoch. Die Blüte erscheint mittelspät mit sieben einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Wolle Fens hat die gleiche Form, ist etwas größer, hellt gelb auf, ist zwei Wochen eher reif.
Leipziger Rettichbirne hat eine Ähnlichkeit in der Form, wenn auch mehr kugelig.
Woltmanns Eierbirne ist deutlich eher reif.
Anbaueignung
Die Sorte ist gut für Streuobstwiesen geeignet und könnte infolge des Klimawandels und der stärkeren Sonneneinstrahlung noch züchterisch interessant werden aufgrund ihrer leicht bewollten Blätter. Für heutige Ansprüche ist die Frucht aber zu klein. Anbauwürdig ist sie auf jeden Fall wegen der langen Geschichte der Sorte, weniger wegen der Fruchtqualität.
Fruchtfotos
Sommereierbirne
Sommereierbirne
Sommereierbirne
Sommereierbirne
Triebe
Sommereierbirne
Laub
Sommereierbirne
Literatur
Sickler, J. V. (1796): Der teutsche Obstgärtner oder gemeinnütziges Magazin des Obstbaues in Teutschlands sämtlichen Kreisen. Weimar. Band
Mayer, J. (1801) Pomona Franconica. Teil 3. Nürnberg. Deutschland; J. S. Winterschmidt. S.201
Diel, A. F. A, (1802): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Heft 4 (Birnen 2). Frankfurt a. M., Deutschland; Andreäische Buchhandlung. S. 188
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1860): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Birnen. Stuttgart, Deutschland; Ebner & Seubert. Nr. 8
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 49
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-1847 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-4462 Thomas Braun Kloster Knechtsteden
41540 Dormagen
Deutschland
thomas.braun@biostation-neuss.de
B-1497 Annette Braun-Lüllemann An der Kirche 5
37318 Hohengandern
Deutschland
braun-luellemann@t-online.de
B-3925 Dr. Norbert Clement Alte Kirchhofsgasse 10
35037 Marburg
Deutschland
norbert.clement@posteo.de
B-1853 Heiner Deege Ohliggasse 43
67454 Haßloch
Deutschland
heiner.deege@t-online.de
B-5334 Robert Lauer Aschenhof 19
97525 Schwebheim
Deutschland
robertlauer@t-online.de

Gut zu wissen

  • Glossar
  • Autoren, Urheberrecht
  • Spende
  • Förderung Heidehof Stiftung

Neue Sorten

  • Conference
  • Sievenicher Mostbirne
  • Margarete Marillat
  • Madame Bonnefond
  • Coscia
  • Forellenbirne
  • Lange Sommer Mundnetzbirne
  • General Totleben
  • Le Lectier
  • Jules d`Airoles

Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

Das Angebot des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt ist ein Projekt des Pomologen-Verein e. V..

Bundesgeschäftsstelle
Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg
Telefon (040) 46 06 37 55, Telefax (040) 46 06 39 93
Impressum & Datenschutz

Benutzermenü

  • Anmelden